Gute Regeneration ist die Basis für gute Haut - Neuer Wirkstoff versorgt die Haut mit Energie

01.12.25 12:00 AM Von Dr. Mathias Oldhaver

Unsere Haut ist ein echtes Multitalent. Sie schützt uns vor Kälte, Hitze, Wind, UV-Strahlung und Schadstoffen, reguliert den Wasserhaushalt und bildet eine natürliche Barriere gegen Keime. Gleichzeitig ist sie täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Heizungsluft und Klimaanlagen trocknen sie aus, Sonne und Umweltstress setzen ihr zu, häufiges Duschen und übertriebene Hygiene können ihre Schutzfunktionen schwächen. Besonders sensible Haut reagiert auf diese Herausforderungen schnell mit Trockenheit, Spannungsgefühlen, Rötungen oder Juckreiz.

Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen unter Hautproblemen leiden, die mit einer gestörten Hautbarriere einhergehen. Allergien, empfindliche Hautzustände oder atopische Dermatitis sind längst keine Randerscheinungen mehr. Die Haut verliert dabei ihre Fähigkeit, sich ausreichend zu schützen und zu regenerieren. Auch der natürliche Alterungsprozess spielt eine Rolle: Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner, trockener und weniger elastisch – ihre Regenerationsfähigkeit lässt nach.

Hautmikrobiom hat wichtige Schutzfunktion

In den letzten Jahren hat die Forschung einen entscheidenden Faktor stärker in den Blick genommen: das Hautmikrobiom. Milliarden nützlicher Mikroorganismen besiedeln unsere Haut und bilden ein fein abgestimmtes Ökosystem. Dieses Mikrobiom schützt vor krankmachenden Keimen, unterstützt das Immunsystem der Haut und stabilisiert die Hautbarriere. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance – etwa durch aggressive Reinigungsprodukte, Umweltfaktoren oder Stress – wird die Haut anfälliger für Irritationen und Entzündungen. Eine gesunde Haut braucht daher nicht nur Pflege von außen, sondern auch Bedingungen, unter denen sich ihr Mikrobiom stabil entwickeln kann.

Doch selbst eine gut geschützte Hautbarriere und ein intaktes Mikrobiom reichen nicht aus, wenn ein weiterer entscheidender Faktor fehlt: Energie. Regeneration ist kein passiver Vorgang. Jede Reparatur, jede Neubildung von Zellen, jede Bildung von Kollagen und elastischen Fasern benötigt Energie. Besonders problematische, entzündete oder sehr trockene Haut hat einen erhöhten Energiebedarf, ebenso alternde Haut, deren natürliche Stoffwechselprozesse langsamer ablaufen.

Woher bekommt Haut ihre Energie?

Die spannende Frage lautet daher: Woher bekommt die Haut eigentlich diese Energie? In vielen Zellen unseres Körpers übernehmen die Mitochondrien diese Aufgabe – sie gelten als „Kraftwerke“ der Zellen. Doch gerade das Bindegewebe der Haut, in dem Kollagen und Elastin gebildet werden, verfügt kaum über eigene Mitochondrien. Die Energieversorgung dieser Bereiche ist deshalb begrenzt. Lange Zeit galt dies als kaum beeinflussbar. Hier setzt ein neuer wissenschaftlicher Ansatz an, der derzeit großes Interesse in der Hautforschung weckt. Im Mittelpunkt stehen sogenannte amorphe Polyphosphate. Dabei handelt es sich um natürliche, energiereiche Verbindungen, die auch im menschlichen Körper vorkommen. Sie besitzen die besondere Fähigkeit, Energie zu speichern und bei Bedarf verfügbar zu machen – ähnlich wie eine Art biologischer Energievorrat.

Der entscheidende Unterschied zu bisherigen Pflegekonzepten: Diese Verbindungen wirken nicht nur schützend oder beruhigend, sondern können der Haut tatsächlich zusätzliche Energie zur Verfügung stellen. Dadurch werden Regenerationsprozesse unterstützt, die sonst nur eingeschränkt ablaufen. Die Haut kann sich schneller erneuern, ihre Barriere stabilisieren und strukturelle Schäden besser ausgleichen. Auch die Kollagenbildung, die für Festigkeit und Elastizität verantwortlich ist, profitiert von einer verbesserten Energieversorgung.

Neuer Ansatz: Amorphe Polyphosphate

Erforscht wurde dieser Ansatz von Professor Werner Müller, einem renommierten Biochemiker an der Universität Mainz, der sich seit vielen Jahren mit regenerativen Prozessen im menschlichen Körper beschäftigt. Seine Arbeiten zeigen, dass amorphe Polyphosphate der Haut genau dort helfen können, wo herkömmliche Pflege an ihre Grenzen stößt: bei der energetischen Grundlage von Regeneration.

Dabei wirken diese patentierten Polyphosphate als extrazelluläre Energiequelle und tragen zur Bildung des Energieträgers ATP in der Haut bei. Dadurch unterstützen sie zelluläre Aktivierungsprozesse, die Regeneration des Gewebes durch Kollagenbildung sowie die Durchblutung und Gefäßneubildung. Der Ansatz zielt nicht nur auf Symptomlinderung, sondern auf die Aktivierung körpereigener Reparaturmechanismen der Haut.

Neben der Unterstützung der Regeneration zeigen diese Verbindungen weitere interessante Eigenschaften. Sie können dazu beitragen, die natürliche Abwehr der Haut zu stärken, indem sie ungünstige Keime auf der Hautoberfläche binden und so die Hautbarriere entlasten. Gerade für empfindliche, zu Irritationen neigende Haut kann dies ein wichtiger Vorteil sein. Besonders spannend ist, dass dieser neue Wirkstoff nun erstmals in zertifizierter Naturkosmetik verfügbar ist und damit auch im Reformhaus eine neue Generation der Hautpflege Einzug hält. Der Ansatz ist dabei ganzheitlich: Statt Symptome nur zu überdecken, wird die Haut in ihrer eigenen Fähigkeit zur Erneuerung unterstützt. Energie, Mikrobiom und Barrierefunktion greifen ineinander.

Gesunde Haut beginnt also nicht nur mit dem richtigen Schutz und sanfter Pflege, sondern mit der Fähigkeit, sich immer wieder selbst zu regenerieren. Ein besseres Verständnis der Energieversorgung der Haut eröffnet hier neue Möglichkeiten – für sensible, problematische ebenso wie für reife Haut. Die Haut bekommt damit genau das zurück, was sie für ihre wichtigste Aufgabe braucht: die Kraft, sich selbst zu erneuern.

Dr. Mathias Oldhaver

Dr. Mathias Oldhaver

Dr. Mathias Oldhaver ist Heilpraktiker und Medizinjournalist. Er beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit präventiver Medizin und Naturheilkunde.