<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/schmerzstillend/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #schmerzstillend</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #schmerzstillend</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/schmerzstillend</link><lastBuildDate>Mon, 13 Apr 2026 15:48:16 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Lindenblüten - Tiliae flos]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/lindenblueten</link><description><![CDATA[Mondscheintrunkne Lindenblüten,/ Sie ergießen ihre Düfte, Und von Nachtigallenliedern/ Sind erfüllet Laub und Lüfte. Heinrich Heine (1797–1856) - Neue ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_MES7CIeHRPicsnf9aQznXQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_lBGBSr08TAqYA24VfnDMBQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_kwwBdm3MQ4KABxwXFjorKQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_WKnVhbneSXeZFIAiQFY6Bg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right"><p class="has-text-align-center">Mondscheintrunkne Lindenblüten, / Sie ergießen ihre Düfte,<br/>Und von Nachtigallenliedern / Sind erfüllet Laub und Lüfte.</p><cite><em>Heinrich Heine (1797–1856)</em> - Neuer Frühling</cite></blockquote><p>In Europa sind die Sommer- (Tilia platyphyllos) und die Winterlinde (Tilia cordata), die einige Wochen später blüht, heimisch. Der Lindenbaum, dessen Blätter herzförmig sind, gilt als Baum der Liebenden und soll der Liebesgöttin Freya gewidmet sein; dies ist allerdings nicht hinreichend belegt. Unter der Linde werden in Dörfern Feste gefeiert, getanzt und gesungen.</p><h2>Germanischer Glaube</h2><p>Im germanischen Volksglauben hatte die Linde eine weitere große Bedeutung. In vielen Ortssagen galt die Linde als heiliger bzw. bemerkenswerter Baum, so dass man unter der Dorflinde Gericht hielt, weshalb sie auch Gerichtsbaum bzw. Gerichtslinde genannt wird. Des Weiteren schützt die Linde vor Verzauberung und allem Bösen. An Johanni steckt man in Niederösterreich Lindenzweige an die Haustür, um Einbrecher fernzuhalten. In der Gegend von Posen halten Lindenäste an Stalltüren und Lindenbast an den Hörnern der Tiere befestigt Hexen fern. </p><h2>Naturarznei</h2><p>Am meisten verbreitet ist jedoch das Wissen um die arzneiliche Anwendung der Lindenblüten. Der Wirkstoffgehalt der Blüten ist ein bis drei Tage nach dem Aufblühen am größten, deshalb sollten sie in dieser Zeit gepflückt werden. Sie enthalten Glykoside (Flavonoide und Saponine), Gerbstoffe und Schleimstoffe. Die Schleimstoffe stillen Hustenreiz und lindern Halsschmerzen. Die Glykoside wirken krampflösend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Lindenblütentee wird traditionell als schweißtreibendes und fiebersenkendes Mittel bei Erkältungskrankheiten verwendet. Die schweißtreibende Wirkung des Lindenblütentees beruht teilweise auf einem physikalischem Effekt. Heiße Flüssigkeit wird in Form des Tees dem Körper zugeführt und man kann im Sinne einer Schwitzkur für eine verminderte Wärmeabgabe sorgen, wenn man sich in Decken einhüllt. Am effektivsten ist die schweißtreibende Wirkung am Nachmittag und Abend. </p><h2>Als traditionelles Heilmittel zugelassen</h2><p>Die Kommission E – eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – hat der Linde eine Positiv-Monographie als Grundlage für die Zulassung von pflanzlichen Arzneimitteln erteilt. Damit ist die Wirksamkeit und Verträglichkeit der innerlichen Anwendung für Katarrhe der Atemwege und trockenem Reizhusten geprüft und das Kraut als traditionelles Arzneimittel zugelassen worden. Lindenblütentee gehört zum Standardsortiment einer jeden Apotheke und eines jeden Reformwarenhauses. Umschläge mit Lindenblütenwasser – einfach hergestellt mit einer Hand voll Lindenblüten auf 1/4 Liter heißes Wasser und dieses abkühlen lassen – helfen bei leichten Verbrennungen und entzündeten Hautstellen. Neben den Blüten der Linde kommen auch deren Blätter zur Anwendung. </p><h2>Zur Wundheilung - schon im Mittelalter</h2><p>Bereits im ausgehenden Mittelalter nutzte man die Blätter des Lindenbaumes als wundheilendes Mittel. Man wusste zudem von der harntreibenden und menstruationsfördernden Wirkung der Lindenblätter und -blüten. So schrieb der Mediziner und Botaniker Leonhard Fuchs (1501–1566 ) in seinem New Kreüterbuch von 1543 : </p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left"><p>»Die bletter vom Lindenbaum dem weible / grün mit essig zerstossen unnd übergelegt / heylen die wunden. Der safft auß den blettern unn blumen / vertreibt runtzel unn flecken des angesichts / darmit gewäschen. Der safft von der innern rinden angestrichen / legt nider die geschwulst. Die rind im mund gekewet und übergelegt / heylet die wunden. Gedachter safft angestrichen / macht das har wachsen / und verhindert das es nit außfelt. Die bletter im mund gekewet / heylen die mundfeule. Inn wein oder wasser gesotten unnd getruncken / treiben sie den harn / unn bringen den frawen jre zeit. Sie seind auch diser gestalt gebraucht gut denen so die fallende sucht haben / unnd treiben das grieß. Die wurtzel hatt gleiche krafft. Die bletter zerknütscht unnd auff die geschwollne füß gelegt / treiben die geschwulst hinweg.« </p><cite>Leonhard Fuchs (1501–1566 ) - New Kreüterbuch 1543</cite></blockquote><h2>Geheim-Tip - Lidschatten</h2><p>Ein Geheim-Tip für Frauen mit empfindlichen Augen ist der Linden-Lidschatten, der nicht nur verträglich ist, sondern auch gerötete Augenränder heilt. Für die Herstellung des Lidschattens lässt man einen Linden-Ast mit der Rinde langsam verkohlen. Von dieser Kohle verreibt man 2g in einem Mörser und gibt langsam Tropfen für Tropfen eine Mischung aus 7ml Glycerin und 3ml Wasser zu – insgesamt 6 bis 8 Tropfen. Jeden einzelnen Tropfen rührt man sorgfältig ein, bis das Pulver leicht zusammenklumpt und fest angedrückt werden kann. Für etwas Farbe kann man getrocknete Rosenblütenblätter oder Malvenblütenblätter hinzugeben. </p><h2>Lindenhonig</h2><p>Die Linde ist Trachtpflanze für die Honigsorten Lindenhonig und Lindenblütenhonig. Letzterer entsteht durch Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten. Besitzt der Honig zudem einen Anteil an Honigtau – ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt verschiedener Insekten –, den Bienen gelegentlich von der Linde sammeln, so bezeichnet man die Honigsorte als Lindenhonig. Der Lindenblütenhonig hat eine weiße Farbe, wohingegen der Lindenhonig je nach Menge des Honigtaus gelblich bis bräunlich ist Lindenblüten werden in der Nouvelle Cuisine als kulinarischer Gaumenschmaus in Gelees, Sirupen, Panna Cotta oder als essbare Blüten in Salaten angeboten.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_jB7WUdS4NrqOHC6bPsXUxQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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Sie blühn und warten unverzagt auf jemand, den das Bauchweh plagt.« Die Anwendu ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_8eCCH3-lQs6ToJYCFpCXVw" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_VFC3riTcQr63ez-982EY_g" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_NSh1QDnSRUGSTGcMlvr8Xw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_uZXkYpOKSTSWJPGPnyvA5w" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><blockquote class="wp-block-quote"><p class="has-text-align-center"><em>»Die Kraft, das Weh im Leib zu stillen,</em><br/><em>verlieh der Schöpfer den Kamillen.</em><br/><em>Sie blühn und warten unverzagt</em><br/><em>auf jemand, den das Bauchweh plagt.«</em></p></blockquote><p>Die Anwendung von Kamillenblüten bei gesundheitlichen Beschwerden ist seit dem Altertum bekannt und findet sich bspw. in der materia medica des griechischen Arztes Pedanios Dioskurides (um 1.Jh.) und in der Naturgeschichte des römischen Gelehrten Gaius Plinius Secundus (23/24 –79), der der Pflanze einen apfelähnlichen Geruch und daher neben anderen den Namen ‘chamaemelon’ (griech. chamai = auf der Erde, melon = Apfel) zuschreibt. </p><h2>Mutterkraut</h2><p>Kamille kam früher als ‘Mutterkraut’ zum Waschen und Reinigen von Frau und Kind nach der Entbindung zur Anwendung. Es gehörte zudem wie bspw. Majoran, Weidenröschen, Waldmeister, Thymian, Labkraut oder Johanniskraut als ‘Freya’s Bettstroh’ in die Matratze bzw. Kissen einer Wöchnerin, um Infektionen zu vermeiden. Unter dem Namen ‘Krottenkraut’ (Krötenkraut) sammelten Frauen des Mittelalters Kamille, um sich vor Mißgeburten zu schützen. Denn dem Verständnis des mittelalterlichen Menschen zufolge, war die ‘Krott’ verantwortlich für Mißgeburten, sodass die Kröte zum Symbol einer kranken Gebärmutter wurde. </p><p>Zum Schutz gegen Mißgeburten oder Heilung einer kranken Gebärmutter sollten Frauen Krötenkräuter (Löwenzahn, Kamille oder Nabelkraut) sammeln oder Krötenbilder in der Kirche opfern. Im ‘Contrafayt Kreüterbuch’ des Mediziners und Botanikers Otto Brunfels (1488 –1534) ist weiterhin über die Kamille zu lesen : »Chamillenblümen getruncken / oder darinn gebadet / treibet den frawen ire zeit / die geburt / harn / und stein. Getruncken zerteilet die geschwulst des magens Wunden und schaden damit geweschen heylet sye « </p><h2>Menstruationsbeschwerden</h2><p>Das heißt, dass im Mittelalter Kamillenblütentee die Menstruation aber auch (vor allem in hohen Dosen) die Geburt auslösen, die Harnbildung fördern und bei Steinleiden helfen konnte. Die Therapie von Magengeschwür oder Wunden mit Kamille finden wir heute noch in der modernen Phytotherapie, ebenso die krampflösenden Eigenschaften bei Menstruationsbeschwerden. </p><p>Im mitteleuropäischen Raum wird zumeist die ‘Echte Kamille’ verwendet, wohingegen in anderen Ländern oftmals die ‘Römische Kamille’ mit größeren Blütenköpfen zur Anwendung kommt. Die Blütenköpfe der echten Kamille haben – was sich gut als Unterscheidungsmerkmal eignet – im Gegensatz zur allergen wirkenden Hundskamille einen hohlen Blütenboden. </p><h2>Inhaltsstoffe</h2><p>Das ätherische Öl der Kamille beinhaltet Bisabolol und das dunkelblau gefärbte Chamazulen, das in der Pflanze zwar nur in geringen Mengen vorkommt, aber mittels Wasserdampfdestillation aus der farblosen Vorstufe Matricin entsteht. Des Weiteren sind Flavonoide und Schleimstoffe vorhanden – erstere werden für die spasmolytische Wirkung verantwortlich gemacht. Chamazulen, Bisabolol und die Flavonoide haben entzündungshemmende Eigenschaften. Wie beim Johanniskraut gelten am Johannistag (24. Juni) gesammelte Kamillen als besonders heilkräftig. Die Kamille genießt daher ein hohes Ansehen im Volke, so heißt es in der Gegend von Neustadt am Rübenberge (Provinz Hannover): „Vör’n Kamillenkoppe mut’n de Mützen afnehmen“ – man müsse also vor der Kamille den Hut abnehmen. </p><h2>Antibakteriell, krampflösend und wundheilend</h2><p>Kamille wirkt jedoch nicht nur entzündungshemmend sowie krampflösend und damit wundheilend und entblähend, sondern zudem antibakteriell, fungizid und schmerzstillend. Kamillentee wird bei akuten und chronischen Entzündungen der Magenschleimhaut angewendet und soll sogar bei Magengeschwür unterstützend wirksam sein. Des Weiteren kann Kamillentee bei Magen-Darm Beschwerden, Magenkrämpfen, Unterleibskrämpfen oder Schlafstörungen eingesetzt werden. Äußerlich eignet sich der Tee zum Gurgeln bei Mund und Rachenentzündungen, zu Spülungen oder Umschlägen bei schlecht heilenden Wunden und als Sitzbäder bei Reizungen im Anal- oder Vaginalbereich. Kamillendampfbäder lindern erkältungsbedingten Schnupfen. </p><h2>Gegenanzeige</h2><p>Die Pflanze darf allerdings nicht bei Augenentzündungen verwendet werden, da sie augenreizend ist und für Personen, die allergisch auf Korbblütler wie bspw. Arnika, Ringelblume, Wermut oder Sonnenblume reagieren, ist die Kamille als weiterer Vertreter der Korbblütler ebenfalls tabu. Da immer mehr Menschen auf Kamille allergisch reagieren wird diskutiert, ob der Anbau in Monokulturen, bei dem oftmals Pestizide zum Einsatz kommen, dafür verantwortlich ist. Es ist daher ratsam, Kamillenblütentee nur aus kontrolliert-biologischem Anbau über die Reformhäuser oder Apotheken zu beziehen.</p></div></div>
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