<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/krampflösend/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #krampflösend</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #krampflösend</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/krampflösend</link><lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 09:24:42 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Salbei: Ein Kraut - viele Wirkungen]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/salbei</link><description><![CDATA[Es gibt etwa 900 Arten der Gattung Salvia. In Reformhäusern werden Produkte aus dem ›Echten Salbei‹ (Salvia offi cinalis) angeboten, der auch Gartensa ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_BPrnjnR1Skmt7ypmgM1h8A" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_VirODZKDRDiIL5NNfoVB5w" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_Wcsr-50TQG-9-x5obrAbGw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_IGkvlfNqQhqXnba5HbZQUg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Es gibt etwa 900 Arten der Gattung Salvia. In Reformhäusern werden Produkte aus dem ›Echten Salbei‹ (Salvia offi cinalis) angeboten, der auch Gartensalbei, Küchensalbei oder Heilsalbei genannt wird. </strong></p><p>Der Name ›Salvia‹ leitet sich vom Lateinischen ›salvare‹ ab und bedeutet heilen. Bereits in der Enzyklopädie Naturalis historia (Naturgeschichte) des römischen Gelehrten Gaius Plinius Secundus (23/24–79) und in der materia medica des griechischen Arztes Pedanios Dioskurides (um 1. Jh.) wird Salbei namentlich als harntreibendes und blutstillendes Mittel erwähnt, das das Haar schwarz färbe und das als Abkochung das Jucken an den Genitalien mildere. </p><p>Der Mediziner Leonhard Fuchs (1501–1566) berichtete in seinem Kräuterbuch von 1543 Weiteres über die mittelalterliche Anwendung des Salbeis: So zeigt Salbei nach Fuchs heilende Kräfte bei Wunden oder Bissen von giftigen Tieren, wirkt menstruationsfördernd und hustenstillend. Auch soll er die Rote Ruhr (Dysenterie/ bakterielle Enteritis) heilen. </p><p>Er bestätigt die bei Plinius und Dioskurides genannten Wirkungen. Heute ist nachgewiesen, dass Salbei entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, adstringierend, krampflösend und schweißhemmend wirkt. Salbeizubereitungen werden deswegen bei Entzündungen am Zahnfleisch bzw. im Mund oder Rachen, bei hoher Schweißabsonderung oder Verdauungsbeschwerden angewendet. </p><p>Allerdings enthält Salbei ätherisches Öl mit einem hohen Thujon-Anteil, das Fehlgeburten auslösen kann. Schwangere sollten Salbei daher vorsichtshalber nicht zu sich nehmen, weder als ätherisches Öl, Extrakt, Tee, Lutschbonbon oder Zutat zu Speisen. Wird Salbei über einen sehr langen Zeitraum konsumiert, kann er zudem toxisch wirken und Hitzewallungen, Krämpfe oder Schwindel auslösen.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_RYmmcXnHWbN9_NTrj8UJhg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Thu, 01 Sep 2016 00:00:11 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Pfefferminzblätter - Menthae piperitae folium]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/pfefferminzblaetter</link><description><![CDATA[»Wenn aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minze Samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch Wissen, wie viele Fische im Rote ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_7LBcosmSRwK2jklwnfsmJw" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_BvRYpabtRYSDypMs4jdOJQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_NLXup57sSRil_V9iamhBBw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_6woMFSozQlqXIsIh27vRoA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right"><p class="has-text-align-center">»Wenn aber einer die Kräfte und Arten und<br/>Namen der Minze Samt und sonders zu<br/>nennen vermöchte, so müsste er gleich<br/>auch Wissen, wie viele Fische im Roten<br/>Meere wohl schwimmen«</p><cite>Walahfried Strabo, ‘Hortulus’ um 840</cite></blockquote><p><strong>Die Minze gehört zur Familie der Lippenblütler, die etwa 30 Arten umfasst. Sie neigt dazu, sich mit anderen Arten derselben Gattung zu kreuzen. Die Pfefferminze ist eine derartige Kreuzung aus der Wasser- (Mentha aquatica) und der Krauseminze (Mentha spicata).</strong></p><h2>Geschichte</h2><p>Erst 1696 entdeckte der britische Theologe, Altphilologe und Naturforscher John Ray (1627–1705) – auch als Vater der englischen Botanik bezeichnet – die Pfefferminze in der englischen Grafschaft Herfordshire. Der pfefferartige scharfe Geschmack gab ihr den Artnamen ›piperita‹. Das ›Peppermint‹- Exemplar von Ray bewahrt das Britische Museum in London sogar noch auf. Man begann schließlich um 1750 in Mitcham, einem seinerzeitigen Vorort von London, den erwerbsmäßigen Anbau und die Verbreitung der Pfefferminze. </p><p>Die Mitcham-Pfefferminze ist eine in Europa heute noch hoch geschätzte Sorte. Sie gehört zur Klasse der dunkelgrünen Minzen, der ›black mint‹.&nbsp;Der Minzanbau hatte zu Anfang des 20. Jh. in Deutschland floriert, wurde jedoch, als der Arzneikräuter- und Gewürzmarkt für ausländische Waren in den 1950er Jahren geöffnet wurde, stark zurückgedrängt. Billigimporte und steigende Löhne führten schließlich dazu, dass sich der Minzanbau nicht mehr rentierte. </p><h2>Anbau in Deutschland</h2><p>Neben anderen kleinen Gebieten in Deutschland wird jedoch noch in der Gemeinde Eichenau bei München vor allem die Mitcham-Pfefferminze kleinflächig angebaut. Dort befindet sich seit 1986 das einzige Pfefferminzmuseum Deutschlands. In den Räumen der ehemaligen Gemeindebibliothek erfährt der Besucher Wissenswertes über Anbau, Ernte und Trocknung sowie über die Heilkraft bis hin zur Geschichte der Minze. </p><h2>Namensherkunft und Mythologie</h2><p>Wie etwa, dass der Name ›Mentha‹ auf die Nymphe Minthe zurückgeht, die vom Unterweltgott Hades verehrt wurde. Seine eifersüchtige Frau Persephone zerriß Minthe daraufhin in Stücke, die Hades auf einem sonnigen Berg verteilte. Daraus wuchsen Minzen hervor. In der griechischen Mythologie soll die Minze auch Hekate, die Göttin der Magie, der Hexen aber auch Schutzherrin von Hebammen gewesen sein, weshalb sie in Zaubertränken und Heilmitteln oft Verwendung findet. </p><p>In der griechisch-römischen Antike nutzte man sie nachweislich in der Heilkunst zur Förderung der Verdauung und Menstruation sowie äußerlich gegen Hautkrankheiten. Die wilde Minze diente zudem als Abortivum. Die Griechen und Römer sollen ferner den Fußboden mit Minzblättern bestreut haben, um die Esslust der Gäste anzuregen. Das Einreiben der Tische mit Minze sollte zudem die ›Fleischeslust‹ anregen.</p><h2>Antike</h2><p>Bei Trinkgelagen, so berichtete es der römische Gelehrte Gaius Plinius Secundus (23/24–79), sollen Römer und Griechen Kränze aus Minze um den Kopf getragen haben, um einem Kater vorzubeugen. Nach der Vorstellung der Alten Ägypter hatte die Minze als aromatisch duftende Pflanze regenerative Wirkung und dürfte somit in der Heilkunde der pharaonischen Ärzte nicht gefehlt haben. In einem thebanischen Grab lagen auf einer Mumie Minz-Zweige, deren Art allerdings nicht bestimmt werden konnte, da die Blüten fehlten. </p><p>Heute nutzt man in Ägypten das Kraut als Zusatz in heißen Bädern bei Hauterkrankungen und den Tee bei Störungen des Magen-Darm-Traktes. Dort wachsen zwei Sorten entlang des Nils und den Oasen: die Rossminze (Mentha longifolia) und Polei-Minze (Mentha pulegium). Die Pfefferminze wird zudem in großem Umfang seit der neueren Zeit in Ägypten künstlich angebaut. Aus dem Mittelalter wissen wir Folgendes über die Vielfältigkeit der Minzarten und deren Anwendung. </p><h2>Mittelalter</h2><p>Der Botaniker und Abt des Benediktinerklosters in Reichenau Walahfried Strabo (808/09–849) verfasste um 840 eines der bedeutendsten botanischen Werke des Mittelalters, nämlich das Buch über die Gartenpflege in Form eines Lehrgedichtes, den ›Hortulus‹. In diesem beschrieb er 24 Heilpflanzen sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in Versform; darunter befindet sich neben Salbei, Wermut, Fenchel, Schlafmohn, Melone oder Lilie auch die Minze wieder, über die er schreibt: </p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left"><p>»Nimmer fehle mir auch ein Vorrat gewöhnlicher Minze, / So verschieden nach Sorten und Arten, nach Farben und Kräften. / Eine nützliche Art soll die rauhe Stimme, so sagt man, / Wieder zu klarem Klang zurückzuführen vermögen, / Wenn ein Kranker, den häufige Heiserkeit quälend belästigt, / Trinkend einnimmt als Tee ihren Saft mit nüchternem Magen« Neben der Minze widmete sich Strabo zudem der Polei-Minze sowie der Katzenminze. Über die Polei-Minze schrieb er: »Glaube mir, Freund, die Minze Polei, gekocht, wird dir heilen, Sei es als Trank oder Umschlag, den stockenden Gang der Verdauung .«</p><cite>Walahfried Strabo (808/09–849), Hortulus</cite></blockquote><p>Über die Katzenminze wusste er: </p><blockquote class="wp-block-quote"><p>»Denn mit dem Öl der Rose vermischt, gibt der Saft eine Salbe, / Die, wie man sagt, vermöge die Schrammen verwundeten Fleisches / Und die entstellenden Spuren der eben verheilenden Narben / Gänzlich zu tilgen, der Haut ihre frühere Schönheit zu geben .« </p><cite>Walahfried Strabo (808/09–849), Hortulus</cite></blockquote><h2>Hildegard von Bingen</h2><p>Die Heilige und Universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098–1179) beschäftigte sich in ihrem Werk ›Physica‹ gleich in mehreren Kapiteln der Minze. Die Wasserminze (Mentha aquatica) nutzte sie für Erkrankungen der Atemwege, die Rossminze (Mentha longifolia) bei Krätze, die Ackerminze (Mentha arvensis) bei Magenbeschwerden und die Krauseminze (Mentha spicata) bei Darmerkrankungen. </p><p>Doch nicht nur Gelehrte wie Ärzte oder Botaniker wussten um die Heilkraft der Minze, so hielten Seefahrer mit ihr das Trinkwasser frisch und nutzten sie zusammen mit Ingwer gegen die Seekrankheit. </p><p>Obwohl ihre Geschichte erst jung ist, gehört die Pfefferminze zu den beliebtesten Heilpflanzen. Sie enthält ätherisches Öl (mit der Hauptkomponente Menthol), Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. </p><h2>Pfefferminztee</h2><p>Als Teegetränk oder ätherisches Öl findet das ›Bauchwehkraut‹ Anwendung bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. Die Pfefferminze wirkt nicht nur krampflösend, antibakteriell und antiviral, sondern zudem sekretlösend und kühlend. In Mundwasser hat sie antiseptische sowie antifermative Eigenschaften. Und so ist die Minze aufgrund ihrer Nützlichkeit in der Pflanzenheilkunde vom ›Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde‹ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2004 erklärt worden. </p><p>Das Trinken von Pfefferminztee kann über einen längeren Zeitraum bedenkenlos erfolgen. Die Anwendung von Pfefferminzöl ist allerdings nicht unbedenklich. Als Nebenwirkungen sind Ausschläge, Kopfschmerzen oder Durchfall zu nennen. Überdosen des Öls können sogar zu Nephritis und akutem Nierenversagen führen. </p><p>Bei Säuglingen und Kleinkindern ist Pfefferminzöl als Anwendung im Bereich der Atmungsorgane aufgrund des Risikos des Glottiskrampfes und Atemstillstandes kontraindiziert. Neben dem Einsatz als Heilmittel nutzt man die Pfefferminze gern zur Aromatisierung von Kaugummi, Bonbons, Schokolade oder Eis. In der Küche ist sie als Zutat in Speisen oder Getränken ebenfalls nicht mehr wegzudenken.</p></div></div>
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Heinrich Heine (1797–1856) - Neue ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_MES7CIeHRPicsnf9aQznXQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_lBGBSr08TAqYA24VfnDMBQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_kwwBdm3MQ4KABxwXFjorKQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_WKnVhbneSXeZFIAiQFY6Bg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right"><p class="has-text-align-center">Mondscheintrunkne Lindenblüten, / Sie ergießen ihre Düfte,<br/>Und von Nachtigallenliedern / Sind erfüllet Laub und Lüfte.</p><cite><em>Heinrich Heine (1797–1856)</em> - Neuer Frühling</cite></blockquote><p>In Europa sind die Sommer- (Tilia platyphyllos) und die Winterlinde (Tilia cordata), die einige Wochen später blüht, heimisch. Der Lindenbaum, dessen Blätter herzförmig sind, gilt als Baum der Liebenden und soll der Liebesgöttin Freya gewidmet sein; dies ist allerdings nicht hinreichend belegt. Unter der Linde werden in Dörfern Feste gefeiert, getanzt und gesungen.</p><h2>Germanischer Glaube</h2><p>Im germanischen Volksglauben hatte die Linde eine weitere große Bedeutung. In vielen Ortssagen galt die Linde als heiliger bzw. bemerkenswerter Baum, so dass man unter der Dorflinde Gericht hielt, weshalb sie auch Gerichtsbaum bzw. Gerichtslinde genannt wird. Des Weiteren schützt die Linde vor Verzauberung und allem Bösen. An Johanni steckt man in Niederösterreich Lindenzweige an die Haustür, um Einbrecher fernzuhalten. In der Gegend von Posen halten Lindenäste an Stalltüren und Lindenbast an den Hörnern der Tiere befestigt Hexen fern. </p><h2>Naturarznei</h2><p>Am meisten verbreitet ist jedoch das Wissen um die arzneiliche Anwendung der Lindenblüten. Der Wirkstoffgehalt der Blüten ist ein bis drei Tage nach dem Aufblühen am größten, deshalb sollten sie in dieser Zeit gepflückt werden. Sie enthalten Glykoside (Flavonoide und Saponine), Gerbstoffe und Schleimstoffe. Die Schleimstoffe stillen Hustenreiz und lindern Halsschmerzen. Die Glykoside wirken krampflösend, schmerzstillend und entzündungshemmend. Lindenblütentee wird traditionell als schweißtreibendes und fiebersenkendes Mittel bei Erkältungskrankheiten verwendet. Die schweißtreibende Wirkung des Lindenblütentees beruht teilweise auf einem physikalischem Effekt. Heiße Flüssigkeit wird in Form des Tees dem Körper zugeführt und man kann im Sinne einer Schwitzkur für eine verminderte Wärmeabgabe sorgen, wenn man sich in Decken einhüllt. Am effektivsten ist die schweißtreibende Wirkung am Nachmittag und Abend. </p><h2>Als traditionelles Heilmittel zugelassen</h2><p>Die Kommission E – eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – hat der Linde eine Positiv-Monographie als Grundlage für die Zulassung von pflanzlichen Arzneimitteln erteilt. Damit ist die Wirksamkeit und Verträglichkeit der innerlichen Anwendung für Katarrhe der Atemwege und trockenem Reizhusten geprüft und das Kraut als traditionelles Arzneimittel zugelassen worden. Lindenblütentee gehört zum Standardsortiment einer jeden Apotheke und eines jeden Reformwarenhauses. Umschläge mit Lindenblütenwasser – einfach hergestellt mit einer Hand voll Lindenblüten auf 1/4 Liter heißes Wasser und dieses abkühlen lassen – helfen bei leichten Verbrennungen und entzündeten Hautstellen. Neben den Blüten der Linde kommen auch deren Blätter zur Anwendung. </p><h2>Zur Wundheilung - schon im Mittelalter</h2><p>Bereits im ausgehenden Mittelalter nutzte man die Blätter des Lindenbaumes als wundheilendes Mittel. Man wusste zudem von der harntreibenden und menstruationsfördernden Wirkung der Lindenblätter und -blüten. So schrieb der Mediziner und Botaniker Leonhard Fuchs (1501–1566 ) in seinem New Kreüterbuch von 1543 : </p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left"><p>»Die bletter vom Lindenbaum dem weible / grün mit essig zerstossen unnd übergelegt / heylen die wunden. Der safft auß den blettern unn blumen / vertreibt runtzel unn flecken des angesichts / darmit gewäschen. Der safft von der innern rinden angestrichen / legt nider die geschwulst. Die rind im mund gekewet und übergelegt / heylet die wunden. Gedachter safft angestrichen / macht das har wachsen / und verhindert das es nit außfelt. Die bletter im mund gekewet / heylen die mundfeule. Inn wein oder wasser gesotten unnd getruncken / treiben sie den harn / unn bringen den frawen jre zeit. Sie seind auch diser gestalt gebraucht gut denen so die fallende sucht haben / unnd treiben das grieß. Die wurtzel hatt gleiche krafft. Die bletter zerknütscht unnd auff die geschwollne füß gelegt / treiben die geschwulst hinweg.« </p><cite>Leonhard Fuchs (1501–1566 ) - New Kreüterbuch 1543</cite></blockquote><h2>Geheim-Tip - Lidschatten</h2><p>Ein Geheim-Tip für Frauen mit empfindlichen Augen ist der Linden-Lidschatten, der nicht nur verträglich ist, sondern auch gerötete Augenränder heilt. Für die Herstellung des Lidschattens lässt man einen Linden-Ast mit der Rinde langsam verkohlen. Von dieser Kohle verreibt man 2g in einem Mörser und gibt langsam Tropfen für Tropfen eine Mischung aus 7ml Glycerin und 3ml Wasser zu – insgesamt 6 bis 8 Tropfen. Jeden einzelnen Tropfen rührt man sorgfältig ein, bis das Pulver leicht zusammenklumpt und fest angedrückt werden kann. Für etwas Farbe kann man getrocknete Rosenblütenblätter oder Malvenblütenblätter hinzugeben. </p><h2>Lindenhonig</h2><p>Die Linde ist Trachtpflanze für die Honigsorten Lindenhonig und Lindenblütenhonig. Letzterer entsteht durch Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten. Besitzt der Honig zudem einen Anteil an Honigtau – ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt verschiedener Insekten –, den Bienen gelegentlich von der Linde sammeln, so bezeichnet man die Honigsorte als Lindenhonig. Der Lindenblütenhonig hat eine weiße Farbe, wohingegen der Lindenhonig je nach Menge des Honigtaus gelblich bis bräunlich ist Lindenblüten werden in der Nouvelle Cuisine als kulinarischer Gaumenschmaus in Gelees, Sirupen, Panna Cotta oder als essbare Blüten in Salaten angeboten.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_jB7WUdS4NrqOHC6bPsXUxQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Tue, 01 Mar 2016 00:00:10 +0100</pubDate></item></channel></rss>