<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/chronische-Entzündungen/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #chronische Entzündungen</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #chronische Entzündungen</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/chronische-Entzündungen</link><lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 13:43:57 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Wie wir das Altern verlangsamen können – „Hallmarks of Aging“]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/die-9-hallmarks-of-aging-warum-wir-altern-und-wie-wir-es-verlangsamen-koennen</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2023/hallmarks-of-Aging.png"/>In den letzten Jahren haben Wissenschaftler eine Liste von neun sogenannten &quot;Hallmarks of Aging&quot; identifiziert, die beschreiben, wie der Kör ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_6lqG5UmuTLajQITyW_JXHA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_vAG2VuYkQNa1v40_Vz6lsQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_oMzR3iu_Q5y6fuS3sw293g" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_znCk2DmLdKe8gkZl1M5BNw" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_znCk2DmLdKe8gkZl1M5BNw"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 385.65px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
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</div><div data-element-id="elm_Dtd4emneQgiGp1aDVumB7w" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>In den letzten Jahren haben Wissenschaftler eine Liste von neun sogenannten &quot;Hallmarks of Aging&quot; identifiziert, die beschreiben, wie der Körper im Laufe des Lebens altert und sich verändert.<strong><sup><a href="#endref1">1</a></sup></strong> Die Entdeckung dieser Merkmale könnte dazu beitragen, unseren Lebensstil betreffende Empfehlungen zu entwickeln, die den Alterungsprozess verlangsamen und uns gesünder und länger leben lassen.</strong></p><p>In diesem Artikel werden wir uns daher einmal genauer mit diesen neun &quot;Hallmarks of Aging&quot; befassen und ihre Bedeutung klären.</p><h2>1. Genetische Instabilität</h2><p>Die genetische Instabilität ist ein Prozess, bei dem Fehler in der DNA-Vervielfältigung auftreten, die zu genetischen Mutationen führen können. Diese Instabilität kann durch äußere Faktoren wie UV-Strahlung, Chemikalien oder radioaktive Strahlung verursacht werden, aber auch durch interne Faktoren wie fehlerhafte DNA-Reparaturmechanismen. Die Folgen können Krebs, altersbedingte Krankheiten und generell ein erhöhtes Risiko für Krankheiten sein.</p><h2>2. Telomerverkürzung</h2><p>Telomere sind wiederholte DNA-Sequenzen, die an den Enden unserer Chromosomen zu finden sind. Sie schützen unsere DNA vor Schäden, aber sie verkürzen sich bei jeder Zellteilung, was letztendlich dazu führt, dass Zellen altern und absterben. Die Telomerverkürzung kann auch durch Umweltfaktoren und Stress beschleunigt werden. Wenn die Telomere zu kurz werden, verliert die Zelle ihre Fähigkeit, sich zu teilen, was zur Alterung beiträgt.</p><h2>3. Epigenetische Veränderungen</h2><p>Die Epigenetik beschreibt Veränderungen in der Genexpression, die nicht auf Veränderungen in der DNA-Sequenz zurückzuführen sind (z.B. DNA-Methylierung). Diese Veränderungen können durch äußere Faktoren wie Ernährung und Umweltbedingungen sowie durch interne Faktoren wie Alterung und Krankheit verursacht werden. Epigenetische Veränderungen können dazu führen, dass Gene ausgeschaltet werden oder umgekehrt, was wiederum zu altersbedingten Krankheiten und Funktionsstörungen führen kann.</p><h2>4. Verlust von Proteostase</h2><p>Proteine sind wichtige Bausteine in unserem Körper und spielen eine entscheidende Rolle bei vielen biologischen Prozessen. Proteostase beschreibt den Prozess, bei dem Proteine korrekt gefaltet, abgebaut und recycelt werden. Im Laufe des Alterns kann dieser Prozess jedoch gestört werden, was zu einer Ansammlung fehlgefalteter oder beschädigter Proteine führen kann. Dies kann wiederum zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, wie beispielsweise Alzheimer, Parkinson und ALS.</p><h2>5. Deregulierte Nährstoffsensibilität</h2><p>Im Laufe des Alterns reagieren unsere Zellen nicht mehr richtig auf die Aufnahme und Verarbeitung von Nährstoffen wie Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Dies kann zu einer Fehlfunktion des Stoffwechsels führen und das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Dies kann zu verminderter Energie und zu Stoffwechselstörungen führen.</p><h2>6. Mitochondriale Fehlfunktion</h2><p>Im Laufe des Alterns können Zellen geschädigt werden und es kann zu Problemen in der Energieproduktion kommen. Dies kann zu einer ineffizienten Nutzung von Sauerstoff und einem Anstieg der oxidativen Belastung führen. Diese Dysfunktion kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben, wie z.B. einen Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit und ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krankheiten.</p><h2>7. Zelluläre Seneszenz</h2><p>Seneszenz beschreibt den Prozess, bei dem Zellen nicht mehr in der Lage sind, sich zu teilen und sich zu erneuern. Dies kann durch DNA-Schäden, oxidativen Stress oder andere Faktoren verursacht werden. Obwohl Zelluläre Seneszenz ein wichtiger Schutzmechanismus gegen Krebs ist, kann sie auch dazu führen, dass sich Zellen nicht mehr erneuern können, was zur Alterung und Funktionsstörungen im Körper beitragen kann.</p><h2>8. Verlust von Stammzellen</h2><p>Stammzellen sind wichtige Zellen, die in der Lage sind, sich in verschiedene Arten von Zellen zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter nimmt die Anzahl und die Funktion der Stammzellen im Körper ab, was zu einer verminderten Regenerationsfähigkeit und einem erhöhten Risiko für altersbedingte Krankheiten führen kann.</p><h2>9. Veränderte interzelluläre Kommunikation</h2><p>Im Alterungsprozess treten Veränderungen in der Art und Weise auf, wie Zellen miteinander kommunizieren. Diese Veränderungen können zu einem gestörten Austausch von Informationen und Signalen zwischen Zellen führen, was zu einer Fehlfunktion des Gewebes und Organen beitragen kann. Dies kann das Risiko für altersbedingte Krankheiten erhöhen und den Körper anfälliger für Stress und Entzündungen machen.</p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Die Identifizierung der neun Hallmarks of Aging bietet ein besseres Verständnis dafür, wie der Alterungsprozess funktioniert und welche Faktoren dazu beitragen. Dieses Verständnis könnte dazu beitragen, neue Therapien und Behandlungen zu entwickeln, die darauf abzielen, die Auswirkungen dieser Merkmale zu minimieren und den Alterungsprozess zu verlangsamen. In der Tat haben Forscher bereits begonnen, sich auf die &quot;Hallmarks of Aging&quot; zu konzentrieren, um neue Wege zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensdauer zu finden. </p><p>Einige der vielversprechendsten Ansätze konzentrieren sich auf die Wiederherstellung der Telomerverlängerung, die Verbesserung der Proteostase und die Hemmung von Entzündungen.<sup><a href="#endref2">2</a></sup> Es gibt auch vielversprechende Forschungen im Bereich der Stammzelltherapie, die darauf abzielt, die Regenerationsfähigkeit des Körpers wiederherzustellen.<sup><a href="#endref3">3</a></sup></p><p>Natürlich gibt es auch Maßnahmen, die wir selbst ergreifen können, um den Alterungsprozess zu verlangsamen und unsere Gesundheit zu verbessern. Eine gesunde Ernährung (s. Basisprogramm - Ernährung - Zurück auf Normal) und regelmäßige Bewegung sind hierfür entscheidend, ebenso wie der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung und die Vermeidung von schädlichen Umweltfaktoren wie Rauchen und Umweltgiften.</p><p>Insgesamt bieten die neun &quot;Hallmarks of Aging&quot; ein besseres Verständnis für den Alterungsprozess und die Faktoren, die dazu beitragen.<sup><a href="#endref4">4</a></sup> Indem wir uns auf diese Merkmale konzentrieren, können wir neue Wege finden, um den Alterungsprozess zu verlangsamen und die Gesundheit im Alter zu verbessern.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><p id="endref1"><sup>1</sup> López-Otín, Carlos; Blasco, Maria A.; Partridge, Linda; Serrano, Manuel; Kroemer, Guido (2013-06-06).&nbsp;<a href="https://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2013.05.039">&quot;The Hallmarks of Aging&quot;</a>.&nbsp;<em>Cell</em>.&nbsp;153&nbsp;(6): 1194–1217.</p><p id="endref2"><sup>2</sup> Kennedy, B. K., Berger, S. L., Brunet, A., Campisi, J., Cuervo, A. M., Epel, E. S., ... &amp; Rando, T. A. (2014). Geroscience: linking aging to chronic disease. Cell, 159(4), 709-713.</p><p id="endref3"><sup>3</sup> Kirkland, J. L., Tchkonia, T., Zhu, Y., Niedernhofer, L. J., &amp; Robbins, P. D. (2017). The clinical potential of senolytic drugs. Journal of the American Geriatrics Society, 65(10), 2297-2301.</p><p id="endref4"><sup>4</sup> Fontana, L., Kennedy, B. K., Longo, V. D., Seals, D., &amp; Melov, S. (2014). Medical research: treat ageing. Nature, 511(7510), 405-407.<a href="https://doi.org/10.1016%2Fj.cell.2013.05.039"></a><a href="javascript%3A"></a></p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_1FY0c-S6dsnghMQszIY4hg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Thu, 30 Mar 2023 13:10:56 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Forum: Antworten zu Curcumin]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/forum-curcumin</link><description><![CDATA[Die Zahl Ihrer Zuschriften an reformleben wächst stetig. Das ist erfreulich weil daraus Ihr Interesse, Ihre Motivation und Ihr Vertrauen spricht. Sämt ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_9ysYQAAOQ4SpEhOO1MYmtA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_iN0D0jZLTy65H16aA7oaKw" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_fmiqcVSQTiCxg3t8y0Grqg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_Ab-KC93kTcCzrIJ6FQ0SAw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div>Die Zahl Ihrer Zuschriften an reformleben wächst stetig. Das ist erfreulich weil daraus Ihr Interesse, Ihre Motivation und Ihr Vertrauen spricht. Sämtliche Anfragen lesen und beachten wir sorgfältig. Deren große Zahl erlaubt es jedoch nicht, jede davon individuell und ausführlich zu beantworten. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis. Eine Möglichkeit wäre jedoch, in einem reformleben-Forum wichtige Anfragen nicht nur für einzelne, sondern für alle Leserinnen und Leser, die daran interessiert sind, gemeinsam zu beantworten. Gerne können Sie da Ihre eigenen Anregungen und Erfahrungen, die für das Forum geeignet sind, einbringen. Meistens geht es in Ihren Anfragen um das Problem, was ist noch wahr und worauf kann ich mich noch verlassen. Zumal häufig zu hören ist, wir befänden uns in einer postfaktischen Gesellschaft, die von wortmächtigen Populisten dominiert wird. <h6><strong>Seriöses Wissen zu Naturstoffen wächst</strong></h6> Immerhin wächst das seriöse Wissen zu Naturstoffen für die Gesundheit stetig. Im vorigen Jahrhundert schien zwar die alte Heilpflanzenkunde von der modernen Medizin mit ihren synthetischen Mitteln überholt worden zu sein. Aber auch die moderne Medizin hat ihre Grenzen. Immer mehr Menschen leiden an chronischen Krankheiten, vor allem an Krebs, an neurodegenerativen Erkrankungen, an Parkinson und Demenz, an Depressionen und Ängsten. Künstliche Mittel zur Prävention und Abwendung dieser Erkrankungen konnten – bisher zumindest – nicht hergestellt werden. Angesichts der Krankheitsflut entsteht jedoch wieder Rückbesinnung auf die Natur. Einige Pflanzenarten können im weiteren Sinn Heilpflanzen sein, indem sie zum Schutz vor schweren chronischen Krankheiten beitragen. Deshalb ist neuerdings auch die moderne Medizin an Pflanzenarten und deren Wirkstoffen wie Curcuma/Curcumin, Granatapfel/ Ellagitannin, Grüntee/Epigallocatechingallat, Leinsamen/Leinöl interessiert. <h6><strong>Only bad news are good news ?</strong></h6> Das Magazin reformleben setzt sich für die kompetente Anwendung dieser Naturstoffe ein.&nbsp;In unserer Zeit werden sehr viele Studien mit allen möglichen Mitteln und Maßnahmen durchgeführt. Meistens sind deren Ergebnisse widersprüchlich: manche Studiendaten sprechen für die Anwendung und manche dagegen. Die Unterscheidung zwischen Gutem und Schlechtem wird schwieriger. Schlechte Nachrichten werden aber viel mehr beachtet als gute. Daraus ist ein neues Geschäftsmodell von Interessengruppen und Medien entstanden. Da gilt für diese Kreise die Devise „only bad news are good news“: nur schlechte Nachrichten sind gut. Auch deshalb gibt es neuerdings mehr Nachrichten über das Schlechte als über das Gute. Grundsätzlich empfehle ich, auch jede warnende Nachricht zu beachten und sorgfältig zu prüfen. Im derzeitigen Informationsdschungel sind aber viele Menschen überfordert und desorientiert. Möge mit dem Forum reformleben mehr Durchblick entstehen, für Ihre Gesundheit. <strong>Ein Leser schrieb:</strong> „Danke für die interessanten Artikel von Ihnen; insbesondere interessiere ich mich für Ihre Informationen zum Basisprogramm. In letzter Zeit wurde ich aufgrund von Studien der Universität Hohenheim stark verunsichert. Dort wurde berichtet, dass das Kurkuma fettlöslich ist und daher nur sehr schwer vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Viele herkömmliche Curcumin Präparate bleiben daher wirkungslos. Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob die empfohlenen Kapseln eigentlich wirkungsvoll sind. Weiterhin habe ich von einem neuen Präparat gehört, dass aufgrund der flüssigen Form von einer bis zu 185-fachen Wirkungserhöhung ausgeht. Welchen Ratschlag haben sie zu diesem Thema?“ <h6><strong>Meine Antwort darauf ist:</strong></h6> „Sie stellen eine wichtige Frage zur Anwendung von Curcumin und der Auswahl geeigneter Produkte. Die Curcumin-Wirkungen zum Schutz vor chronischen Entzündungen, vor Krebs und Demenz wurden in reformleben bereits referiert (siehe Heft Nr. 2/2015). Curcumin kann in den Geweben und Zellen des Körpers aber nur dann optimal wirken, wenn es stetig in gut ausreichenden Mengen zugeführt und resorbiert wird. Die Resorptionsquote und damit die Bioverfügbarkeit von Curcumin ist leider gering. <h6><strong>Mindestens 10g Curcuma-Pulver täglich</strong></h6> Wer seine Nahrung ab und an mit Curcuma würzt, wird damit kaum Wirkung erreichen. Zuverlässige Wirkung kann wahrscheinlich erst mit der Aufnahme von mindestens 10 g Curcuma-Pulver pro Tag (4–5 Teelöffel) entstehen. In den westlichen Ländern enthält die Nahrung nur sehr wenig – oder gar kein&nbsp;Curcumin. Da sollte die entsprechende Nahrungsergänzung in Betracht gezogen werden. Mit geeigneten Produkten aus denen das Curcumin zuverlässig gut resorbiert wird, kann die optimale Wirkung mit geringeren Mengen erreicht werden. Einfache Curcuma-Präparate enthalten zusätzlich Pfeffer bzw. Piperin als Resorptionsverstärker. Damit ist die Bioverfügbarkeit ein wenig höher, aber individuell unterschiedlich. Etliche Menschen vertragen wegen empfindlicher Schleimhäute oder Allergien den Pfeffer, bzw. das Piperin nicht. Zu anderen Produkten werden geradezu fantastische Resorptionsquoten herumgereicht. <h6><strong>Oder Ergänzung mit hoher Bioverfügbarkeit</strong></h6> Selber nehme ich ein seriöses Produkt, in dem die Curcumin Moleküle von Cyclodextrin (aus pflanzlicher Stärke hergestellt) eingehüllt sind. Damit wird das Curcumin weitaus besser bioverfügbar. Mit 50 mg Curcumin in dieser mikroverkapselten Form kann eine zuverlässigere Wirkung erreicht werden als mit 2 g Curcuma-Pulver. Der winzige Stärkeanteil ist ernährungsphysiologisch nicht relevant. <h6><strong>Höchst bedeutsam sind jedoch die Studienergebnisse, denen zufolge das Curcumin vor</strong></h6><ul><li><h6><strong>chronischer Entzündung</strong></h6></li><li><h6><strong>Krebs</strong></h6></li><li><h6><strong>Demenz </strong></h6></li></ul><h6><strong>schützen kann, falls das Curcumin bioverfügbar ist. </strong></h6> Deshalb vertraue ich auf das mikroverkapselte Curcumin, in Verbindung mit sämtlichen Elementen meines Basisprogramms für längere Gesundheit.</div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_0ZMOdJb0zrkbEKlls_FbXg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Fri, 03 Mar 2017 00:00:09 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Eine neue Ernährungsweise zum Schutz vor Demenz und Krebs und noch mehr Krankheiten]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/neue-ernaehrung</link><description><![CDATA[»Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.« Jean Paul Kann ein einzelnes Mittel, sei es ein Nahrungsmittel ode ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_JojjBQUDRoqLbeE_LMOb8Q" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_-QvDvdL4Q5KeF0d3z0fOIg" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_Sk7WZvrMS42lwCKi-sT-Aw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_cmy0wY52Ttupp1eoi_WKyw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p class="has-text-align-center">»Die Erinnerung ist das einzige Paradies,<br/>aus dem wir nicht vertrieben werden können.«<br/>Jean Paul</p><p>Kann ein einzelnes Mittel, sei es ein Nahrungsmittel oder eine Heilpflanze oder ein Medikament, vor Krebs oder vor Demenz schützen? Manche Menschen hoffen auf die Wunderpille. Oder besser noch auf mehrere Wunderpillen: eine gegen alle Arten von Krebs, eine gegen alle Arten von Demenz, eine gegen Herz-Kreislauf- Krankheiten, eine gegen alle neurologischen Erkrankungen, nicht nur gegen Morbus Parkinson und Multiple Sklerose, eine gegen Angst und Depression. Daher wären mindestens fünf Wunderpillen erforderlich. Die zudem möglichst völlig nebenwirkungsfrei sein sollten.</p><h2>Keine Wunderpille</h2><p>Eine derartige Wunderpille gibt es nicht. So effektiv und spezialisiert die moderne Medizin auch ist: ein derartiges Wundermittel oder gar fünf davon hat sie noch nicht gefunden. Gleichwohl hat die Natur (die bekanntlich schon weitaus länger besteht als die moderne Medizin) eine Reihe von Schutzstoffen entwickelt, die sogar im Menschen wirken. Auch diese Schutzstoffe sind keine Wundermittel, jedoch kann im Zusammenwirken der Sekundärstoffe mehrerer bewährter Pflanzenarten ein solider Schutz der Gesundheit entstehen – sowie ein wichtiger Beitrag zum Überwinden von Krankheiten. Die bewährtesten Schutzstoffe sind im Basisprogramm für längere Gesundheit zusammengefasst und erklärt. Erklärt, weil es erforderlich ist, selbst zu verstehen, warum ein bestimmter Schutzstoff notwendig ist – und wie er wirkt. Damit wird auch verständlich, warum und wie diese Schutzstoffe im und mit dem Menschen die Flut der Zivilisationskrankheiten eindämmen können:</p><p>Warum und wie sie ebenso vor chronischen Entzündungen, vor Krebs, vor Demenz, vor Arteriosklerose, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie vor neurologischen Erkrankungen schützen können. Wofür natürlich die sorgfältige und konsequente Anwendung erforderlich ist. Gleichzeitig ist die alltägliche Nahrung ein wesentlicher Faktor, der entweder zum Entstehen oder zum Verhindern, bzw. zum Bewältigen der Krankheiten beiträgt. Die Meisten von uns wissen wohl, dass es gut ist, möglichst wenig Nahrungsmittel (idealerweise keine davon) zu essen, die der Gesundheit abträglich sind. Und statt dieser möglichst viele Nahrungsmittel, die der Gesundheit zuträglich sind.</p><h2>Individuelle Ernährungsberatung</h2><p>Es gibt gute Gründe dafür, täglich Obst, Gemüse, Nüsse und Vollkorngetreide zu essen. Falls das verträglich ist. Vor allem die Glutenunverträglichkeit und die Fruktoseintoleranz scheinen zum häufigeren Krankheitsfaktor zu werden. Dann ist individuelle Ernährungsberatung erforderlich, wozu ihr Reformhaus beitragen kann- auch mit alternativen Produkten.</p><p>Wenn jedoch all das problemlos vertragen wird, ist dann das Prinzip »Viel hilft viel« das Beste? Möglichst viel Obst, Gemüse und Vollkorngetreide zu verzehren? Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und ebenso die WHO empfiehlt, täglich 650 Gramm Obst und Gemüse zu essen: zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse pro Tag. Und sagt darüber hinaus noch: </p><blockquote class="wp-block-quote"><p>»Je mehr Obst und Gemüse gegessen wird, desto geringer ist das Risiko nicht nur für bestimmte Krebskrankheiten, sondern auch für Adipositas, Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten.« </p><cite>Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) - DGE 2007, DGE 2008, Takachi et al.</cite></blockquote><p>Schließlich entstanden schon nach ersten Auswertungen der großen European Prospektive Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Studie) sogar Zweifel daran, ob die hohe Zufuhr von Obst und Gemüse zumindest vor Krebs schützen kann. Wahrscheinlich können manche Obst- und Gemüsesorten einen Beitrag zum Krebsschutz erbringen, obwohl daraus keine Gesamtwirkung resultiert, die statistisch signifikant ist. Deshalb gilt es, die bewährtesten Pflanzenarten für die Gesundheit zu bevorzugen. Diese Pflanzenarten werden im Basisprogramm für längere Gesundheit erklärt. </p><h2>Pflanzenkost und Kohlenhydrate</h2><p>Für den relativ geringen Gesamtnutzen hohen Verzehrs von Obst und Gemüse zur Krebsprävention (wie von der EPIC-Studie aufgezeigt) gibt es eine ganz einfache Erklärung: Wer sehr viel Obst und Gemüse isst, nimmt damit auch sehr viele Kohlenhydrate auf. Aufgrund neuer Erkenntnisse ist aber die hohe Zufuhr von Kohlenhydraten der Gesundheit nicht sehr zuträglich. Demnach wird die Wirkung der Schutzstoffe aus großen Mengen Gemüse und Obst von der Wirkung der gleichzeitig zugeführten Kohlenhydrate erheblich gemindert oder gar ins Gegenteil verkehrt. Natürlich war das schon lange bekannt. Deshalb hatten die Lebensreformer früh schon empfohlen, alles Weißmehlgebäck und alle gezuckerten Produkte konsequent zu meiden – und besser Vollkornbrot sowie Müsli aus Vollkorngetreide, Beeren (und sogar Vollmilch oder Sahne: Bircher Müsli) zu essen. Damit war im Vergleich mit der damaligen kohlenhydratreichen und fleischhaltigen Zivilisationskost ein wesentlicher Fortschritt für die individuelle Gesundheit entstanden.</p><h2>Weiterentwicklung der bewährten Refomkost</h2><p>Aufgrund weiteren ernährungsphysiologischen Wissens kann die bewährte Reformkost nun weiter entwickelt werden, indem der Kohlenhydratanteil etwas weiter reduziert – und dafür mehr Energie aus geeigneten Pfl anzenölen (s.u.) aufgenommen wird. Die Zivilisationskost enthält über 50, oft 60 Prozent Kohlenhydrate und ungefähr 30 Prozent Fette, teilweise tierischer Herkunft. Das ist die Relation, mit der – zumindest als Co-Faktor – sehr viele Zivilisationskrankheiten entstehen. Selber Reformköstler, zwar nicht von Kindheit an, aber seit meiner Studentenzeit (aber auch dabei aufgeschlossen, liberal und tolerant, nicht fundamentalistisch) habe ich die Ernährungsweise der Lebensreform sorgfältig aufgenommen und für viele Patienten, für meine Familie und auch mich weiter entwickelt. Und die Wirkungen ständig überprüft. Als Konsequenz daraus ist eine ganze Reihe von Empfehlungen (nicht Vorschriften) entstanden:</p><ul><li>Vegetabile Ernährung mit höherem Anteil an Leinöl und Kokosöl als bisher&nbsp;üblich.</li><li>Ausreichende, aber nicht übermäßige&nbsp;Aufnahme von pflanzlichen Schutzstoffen<br/>aus Gemüse, Obst und Getreide&nbsp;(falls keine Unverträglichkeit besteht).</li><li>Wegen des signifikant höheren Gehaltes&nbsp;an Schutzstoffen in Pflanzen aus&nbsp;Bioanbau sind kleinere Portionen davon&nbsp;ausreichend.</li><li>Somit wird – ohne Verzicht auf einen&nbsp;Apfel (die Weisheit sagt: one apple a&nbsp;day keeps the doctor away), ein Vollkornmüsli&nbsp;und zwei bis drei nicht übergroße&nbsp;Gemüse- oder Rohkostsalat-Portionen&nbsp;pro Tag - die Kohlenhydratzufuhr nicht&nbsp;übermäßig sein.</li><li>Die Versorgung mit wichtigen pflanzlichen&nbsp;Schutzstoffen kann mit Aufnahmen<br/>von Grüntee, Granatapfel Muttersaft und&nbsp;Curcuma (siehe Basisprogramm für längere<br/>Gesundheit) optimiert werden –&nbsp;ohne Belastung der Kohlenhydratbilanz.</li><li>Die Zufuhr von isolierten Kohlenhydraten&nbsp;sowie von Pflanzenarten mit hohem<br/>Kohlenhydratgehalt bei niedrigem&nbsp;Schutzstoffgehalt (zum Beispiel Kartoffeln,<br/>geschälter Reis) sollte gemieden&nbsp;werden.</li></ul><p>Mit all diesen Maßnahmen kann eine gute Versorgung mit pflanzlichen Schutzstoffen und gleichzeitig eine Reduktion der Kohlenhydratzufuhr auf ungefähr 30 Prozent erreicht werden. Eine radikale Umstellung der bewährten Reformkost ist dafür nicht erforderlich, nur eine vorsichtige, neuem ernährungsphysiologischem Wissen entsprechende Reform dieser Kost.</p><h2>Reduktion von Kohlenhydraten bei pflanzenbasierter Kost</h2><p>Die behutsame Reduktion der Kohlenhydratzufuhr kann sehr einfach – und erstaunlich wirksam – zum besseren Schutz vor Krebs und Demenz, vor neurologischen Erkrankungen, vor Autoimmunerkrankungen sowie vor Arteriosklerose und resultierenden Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Infarkten und Schlaganfällen beitragen und – last but not least – zur Normalisierung des Körpergewichtes sein.</p><p>Obwohl die schlichte Kohlenhydratreduktion gegen das Entstehen und die Progredienz vieler völlig unterschiedlicher Krankheiten wirkt, ist sie kein Wundermittel: die Wirkung kohlenhydratreduzierter Kost ist wissenschaftlich erklärbar (siehe im Folgenden und in weiteren Texten in reformleben). Selber bin ich aus langer ärztlicher und persönlicher Erfahrung von dieser Ernährungsweise überzeugt. Natürlich ist für eine Verminderung der Kohlenhydratzufuhr von bisher etwa 60 Prozent auf etwa 30 Prozent in der Nahrung ein Ausgleich erforderlich. Der durchschnittliche Energiebedarf einer/eines Erwachsenen in unserer Gesellschaft mit vielen technischen Erleichterungen, sitzender Tätigkeit und relativ wenig Bewegung ist selten höher als 2000– 2200kcal pro Tag – wird aber oft, vor allem mit kohlenhydratreicher Kost, überschritten. Bei einem Kohlenhydrat-Anteil von 60 Prozent kommen 1320 kcal des Gesamtenergiebedarfs aus Kohlenhydraten, was rund 320g entspricht.</p><h2>Gesunde Fette</h2><p>Wenn diese Menge bewusst auf rund 30 Prozent der Energiezufuhr, also auf rund 650 kcal, bzw. rund 160g Kohlenhydrate pro Tag vermindert wird, ist darin immer noch Luft für die ausreichende Aufnahme von Gemüse, Salat, Früchten und einem Frischkornbrei oder Müsli zum Frühstück. Für die Gesundheit ist Weißmehlgebäck und Kartoffelstärke entbehrlich. Dafür kann nun mehr Energie aus hochwertigen Pflanzenölen (im Reformhaus erhältlich), vor allem aus Leinöl (siehe reformleben Ausg.1) und Kokosöl zugeführt werden.</p><p>Selber leiste ich mir zum Tagesanfang, vor der Praxis, drei Esslöffel Leinöl und dazu einen Esslöffel Joghurt sowie ein bis zwei Esslöffel Magerquark (aus biologischer Landwirtschaft), 10ml Granatapfel Muttersaft, einen Esslöffel Linufit oder Vollkorngetreide. Wobei mir bewusst ist, dass auch eine geringe Menge Joghurt und Quark veganer Korrektheit ebenso wenig entspricht, wie zum Beispiel das Kaufen und Tragen von Lederschuhen. Dennoch möchte ich meine Ernährungsweise offen und ehrlich, ohne Heuchelei, darlegen. Zweifellos ist die strenge vegane Ernährungs- und Lebensweise ethisch sehr hoch stehend. Dabei sollte aber das Ganze nicht außer Acht gelassen werden.</p><p>Selbstverständlich kann die erforderliche Proteinzufuhr konsequent vegan statt aus Milchprodukten sehr gut aus Mandelmehl, Süßlupinensamenpulver, Hanfproteinpulver, Erbsenproteinpulver oder Reisproteinpulver kommen. Wie auch immer: aus drei Esslöffeln Leinöl (35 – 40 ml) am Morgen kommt eine Energiezufuhr, die rund 320 –360kcal entspricht. Viele Menschen in der Zivilisation nehmen mit ihrem kohlenhydratreichen Frühstück und ebensolchen Folgemahlzeiten deutlich mehr Kilokalorien zu sich – aber daraus anscheinend nicht mehr wirksame Energie: sie sind – und fühlen sich – häufig müde und schlapp.</p><h2>Kokosöl eine sinnvolle Alternative</h2><p>Mit drei Esslöffeln Leinöl am Morgen, statt einem Übermaß an Kohlenhydraten, kann das vielleicht – so meine Erfahrung – ganz anders sein. Aber nicht jeder will und verträgt das. Es kann jedoch möglich sein, sich mit kleinsten Mengen und Umstellungen zum Optimum hin zu bewegen.</p><p>Das pflanzenölreiche Frühstück gibt stetigen Schwung bis zur Mittagszeit. Heißhungerattacken, die typischerweise schon ein bis zwei Stunden nach einem Frühstück mit schnellresorbierbaren Kohlenhydraten auftreten – und nach Süßem verlangen – gibt es da kaum. Wenn sich, etliche Stunden nach dem Frühstück mit Öl, leiser Hunger meldet und den Nachschub weiterer Energie anfordert, empfehle ich, diese Energie aus Kokosöl zu beziehen. Kokosöl enthält ungefähr 65 Prozent mittelkettige, gesättigte Fettsäuren. </p><p>Allgemein gelten gesättigte Fettsäuren als gesundheitsschädlich bzw. als Mitverursacher von häufigen Krankheiten. Ist es daher widersinnig, natives Kokosöl als Zwischenmahlzeit – und als Element im Basisprogramm für längere Gesundheit – zu empfehlen? Das ist keineswegs widersinnig. Die Besonderheit des Kokosöls ist der hohe Gehalt an mittelkettigen gesättigten Fettsäuren. Fette bzw. Öle mit mittelkettigen Fettsäuren werden von unserem Organismus sehr leicht aufgenommen, auch ohne besondere Gallen- und Pankreassekretion, die für alle Fette und Öle mit langkettigen gesättigten Fettsäuren zwingend erforderlich ist. </p><p>Langkettige gesättigte Fettsäuren dienen dem Organismus vor allem zum Speichern von Betriebsstoffen, als Depot zum Schutz vor Verhungern. Bei übermäßiger Nahrungszufuhr bildet der Körper langkettige gesättigte Fettsäuren aus Kohlenhydraten und lagert sie in den Zellen des Fettgewebes ein. Ebenso werden auch die langkettigen und gesättigten Fettsäuren tierischer Herkunft aus üppiger Mischkost abgelagert.</p><h2>Mittelkettige Fettsäuren (MCT - Medium Chain Triglycerides)</h2><p>Da sind die mittelkettigen Fettsäuren (MCT) aus Kokosöl vor allem bei isokalorischer Ernährung eine sehr gute Alternative, obgleich sie gesättigt sind. Die MCTs gelangen leicht, schnell und natürlich ohne Anforderung von Insulinausschüttung ins Blut und von da direkt in aktive Körperzellen, zur Energiegewinnung daraus, vor allem in die Leber, aber nicht ins Gehirn. MCTs überwinden die Bluthirnschranke nicht. Ein großer Teil der MCTs wird von der Leber aufgenommen. Dadurch entsteht aber anders als bei üppiger Kohlenhydratzufuhr, keine Fettleber, weil die Leber mit MCTs Energie gewinnt und aus deren Fettsäuren leicht Ketonkörper bilden kann. Die MCTs sind daher gut für die Leber (weitaus gesünder als Kohlenhydrate, die sie verfetten lassen).</p><p>Und für unser Gehirn, für die Nervenzellen, sind die Ketonkörper die ursprünglichen und bestgeeigneten Nährstoffe, weil sie viel Energie liefern: und das ohne Bildung von Schadstoffen und Ablagerungen, ohne Entstehen von Beta Amyloid und Alzheimer-Fibrillen. Im Vergleich mit den Ketonkörpern schneidet Glucose (die reichlich auch aus Polysacchariden entsteht) als Nährstoff für Gehirn und Nerven und auch für andere Zellen ziemlich schlecht ab. Ursprünglich war die üppige Zufuhr von Kohlenhydraten ein seltener Luxus für die Menschen. In unserer Zeit und Gesellschaft wird diese üppige Zufuhr aber als normal oder gar als wünschenswert angesehen. Gleichzeitig steigt die Flut der Zivilisationskrankheiten: chronische Entzündungen, Arteriosklerose, Krebs, Demenz, neurologische Erkrankungen, Allergien, seelische Erkrankungen. Zur Bekämpfung all dieser Erkrankungen mit scheinbar ganz unterschiedlicher Genese ist die moderne Medizin hoch effektiv mit einer Heerschar von Spezialisten entstanden. Die Prävention der Zivilisationskrankheiten könnte jedoch einfacher und wirksamer sein.</p><h2>Demenz- und Krebserkrankungen</h2><p>So könnte die Reduktion der Kohlenhydratzufuhr und die kalorisch entsprechende Aufnahme von Omega-3-reichen Pflanzenölen, vor allem von Leinöl, und mittelkettigen, ketogenen Fettsäuren aus Kokosöl sehr wirksam zur Prävention vieler Zivilisationskrankheiten beitragen – und auch zur komplementären Therapie dieser Krankheiten!</p><p>Vor allem zur Prävention von Demenz und Krebs erachte ich diese Ernährungsweise als essenziell. Selbstverständlich bleibt es Ihrer Einsicht und Ihrer persönlichen Entscheidung überlassen, wie weit sie damit gehen wollen. Ob Sie angesichts wesentlicher Erkenntnisse zur ursprünglichen artgerechten Nahrung der Menschen (die gewiss nicht aus großen Mengen Tierfleisch, Kartoffeln, Weißmehlprodukten und Süßigkeiten bestand) zurückkehren, ihre Ernährungsgewohnheiten so beibehalten und die daraus resultierenden Krankheitsrisiken in Kauf nehmen möchten, oder ob sie ihre bewährte Reformkost, mit der es Ihnen gut geht, mit zusätzlichen Erkenntnissen noch weiter optimieren möchten. </p><p>Ob sie ihre bisherige Kohlenhydratzufuhr nur ein wenig reduzieren möchten und dafür ein wenig mehr Leinöl und Kokosöl essen. Wahrscheinlich werden sie sich damit schon ein wenig wohler fühlen und ihre neue Ernährungsweise daraufhin weiter entwickeln wollen. Diese Ernährungsweise ist kein zwanghaftes System. Sie kann individuell, vegetabil oder streng vegan, gestaltet werden. Viele Patienten, denen ich diese Ernährungsweise (nach langer eigener Erprobung) erklärt habe, berichten begeistert von positiven Wirkungen für ihre Gesundheit und für ihr Leben.</p><h2>Eigene Anwendung und Empfehlung</h2><p>Natürlich kann in einem einzigen Beitrag in dieser Ausgabe von reformleben nicht alles Erforderliche erschöpfend beschrieben werden. Ohnehin ist es besser für Sie, mit dieser Ernährungsweise individuell und behutsam zu beginnen. Die tägliche Aufnahme von Leinöl (siehe 1. Ausgabe von reformleben) und zunächst einem Teelöffel nativen Kokosöls pro Tag kann schon ein guter Anfang zur Verbesserung ihrer Gesundheit sein. </p><p>Gerne bin ich zur ausführlichen Erklärung dieser Ernährungsweise, sowie zu Antworten auf offene Fragen zu (in eventuellen weiteren Ausgaben von reformleben erscheinenden) Gesundheitselementen, Schritt für Schritt bereit. Dazu bitte ich aber um Ihr Verständnis, dass ich aus Zeitgründen, über die Arbeit in der Praxis hinaus und für reformleben, für alle Leserinnen und Leser, und auch aus rechtlichen Gründen keine individuelle Beratung zu speziellen Anfragen erbringen kann. </p><p>Möge dennoch die Anregung zu dieser Ernährungsweise ein Zündfunke für ihre Gesundheit und ihre Krankheitsbewältigung sein. Gerne will reformleben mit fundierten Informationen in jeder Ausgabe dazu beitragen, dass dieser Zündfunke kein Strohfeuer entzündet, sondern zu einer nachhaltigen, guten Entwicklung führt.</p></div></div>
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