<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/Vitamin-C/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Vitamin C</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Vitamin C</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/Vitamin-C</link><lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 17:09:36 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Zitrone - Lebensmittel mit Gesundheitsplus]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/zitrone</link><description><![CDATA[Die Zitrone gilt als bewährtes Haus- und Heilmittel – von der heißen Zitrone gegen Erkältungen, Hustenreiz und Halsschmerzen bis hin zum Desinfektions ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_0WZNaDkZTXmyzifrHxui2A" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_FGb_BWm8Tdmz8cURd1p_BA" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_mYPkAtl5QASv63ZShvwWlg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_VYd1usX8Stu_AjxJheVJPQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Die Zitrone gilt als bewährtes Haus- und Heilmittel – von der heißen Zitrone gegen Erkältungen, Hustenreiz und Halsschmerzen bis hin zum Desinfektionsmittel beim Saubermachen, zur Beseitigung von Flecken und Kalkablagerungen. Fruchtig-frisch ist ihr Duft und Geschmack, weswegen die Zitrusfrucht als Zutat an Speisen und Getränken ebenfalls beliebt ist.</strong></p><h2>Kleine Vitamin-C-Bombe</h2><p>Daran, dass die Zitrone eine kleine Vitamin-C-Bombe ist, besteht kein Zweifel. Die sonnengelbe Frucht weist pro 100 Gramm einen Vitamin-C-Gehalt von rund 50 Milligramm auf. Zusätzlich enthält sie viele Mineralstoffe und Antioxidantien. Beim Schnuppern an einer Zitrone ist sofort zu bemerken, dass die Schale reich an wohlduftenden ätherischen Ölen ist. Diese können beim Kochen und Backen und auch bei der Herstellung von Düften verwendet werden.</p><h2>Pflanzenkunde</h2><p>Ursprünglich stammt die Zitrone vermutlich aus Nordindien, wird heute aber überall angebaut, wo es warm, aber nicht zu heiß ist. Denn die Bäume mögen gut temperiertes Klima mit kühlendem Wind. Sie werden drei bis sechs Meter hoch, haben ovale Blätter und große weiße Blüten, deren Außenseite bei manchen Sorten ins Purpurfarbene geht. Von der Blüte bis zur</p><h2>Schmeckt sauer - wirkt basisch</h2><p>Ernte dauert es sieben bis 14 Monate. Morgens nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser mit Zitrone zu trinken, bringt die Verdauung in Schwung, versorgt den Körper mit Flüssigkeit und hilft ihm beim Durchspülen, also beim Ausscheiden von Stoffen, die er los werden muss. Die Zitrone wirkt basisch, obwohl sie sauer schmeckt. Basenbildende Lebensmittel wie die Zitrone entlasten somit den Säure-Basen-Haushalt, der bei heutiger „Normalkost“ oft im Ungleichgewicht ist, so dass der Körper Säuren abbauen muss, um wieder in Balance zu kommen.</p><h2>Auf Temperatur achten</h2><p>Bei Erkältungen ist die heiße Zitrone ebenso schon deshalb keine schlechte Idee, weil die Schleimhäute mit viel Flüssigkeit befeuchtet werden. Gleichzeitig wirkt der Saft der Zitrone antibakteriell und entzündungshemmend. Das Vitamin C ist zwar ein wichtiges Vitamin, das die Immunabwehr unterstützt, kann aber nicht allein eine lästige Erkältung abwehren. Damit nicht zu viel davon verloren geht, sollte das Wasser nach dem Aufkochen erst wieder auf Trinktemperatur abkühlen, bevor der Zitronensaft hinzugefügt wird. Wem Zitrone pur zu sauer ist, süßt am besten mit einem Teelöffel Honig, der das Getränk nicht nur besser schmecken lässt, sondern auch antibakterielle Eigenschaften besitzt.</p><h2>Desinfektionsmittel</h2><p>Die Zitrone kann weiterhin als ökologisch einwandfreies Desinfektionsmittel verwendet werden und so auf ganz andere Weise gegen Krankheiten schützen. Besonders in der Küche sollten die Flächen, auf denen Lebensmittel zubereitet werden nicht mit schädlichen Chemikalien belastet sein. Da ist Reinigung mit verdünntem Zitronensaft oder einem ökologischen Putzmittel auf Zitronenbasis eine gute Alternative.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_c9zgVhiDjKyaZMzh1Xx4hA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Sat, 09 May 2020 09:05:40 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Grünkohl - Lebensmittel mit Gesundheitsplus]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/lebensmittel-mit-gesundheitsplus-gruenkohl</link><description><![CDATA[Der Grünkohl ist ein Gemüse der Superlative. Er zählt zu den basischsten Lebensmitteln, die den Stoffwechsel harmonisieren, hat Spitzenwerte bei Calci ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_hNTMj9HcRDK0nKpOpPr5GA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_FrRy6FZ1QPWaJYWKJGNQrA" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_OoyCM1W4QBCbNUSUOucvCQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_wSvishpNTRK8BxzgTiD4pQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p>Der Grünkohl ist ein Gemüse der Superlative. Er zählt zu den basischsten Lebensmitteln, die den Stoffwechsel harmonisieren, hat Spitzenwerte bei Calcium, Kalium, Eisen, Vitamin A, K und C plus eine Menge antioxidativ wirksamer Pflanzenstoffe und enthält sogar für ein Gemüse relativ viel hochwertiges Eiweiß. Grünkohl ist gesund und lecker.</p><p>Traditionell wird Grünkohl deftig mit Schmalz zubereitet und mit Würstchen oder Fleisch serviert. Dabei ist stundenlanges Kochen keine Seltenheit, was seinen wertvollen Inhaltsstoffen schlecht bekommt. In den letzten Jahren aber gibt es häufiger auch andere Rezepte mit Grünkohl – als schonend gedünstetes Gemüse oder Salat.</p><p>So wie alle Kohlarten gehört Grünkohl zu den Kreuzblütlern. Er stammt vom Wildkohl ab, der schon in der Antike kultiviert und als Heilpflanze genutzt wurde. In Deutschland hat speziell Grünkohl seit dem 16. Jahrhundert einen festen Platz auf Speiseplänen. Ob Krauskohl, Blätterkohl, Federkohl, Winterkohl oder Friesische Palme, besonders während der kalten Jahreszeit und besonders in Norddeutschland ist Grünkohl beliebt.</p><h2>Eiweißreich, fettarm &amp; ballaststoffreich</h2><p>Das Eiweiß- bzw. Aminosäureprofil des Grünkohls ist hochwertig und mit tierischem Eiweiß vergleichbar. Lediglich die Werte der schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein sind etwas niedrig, was jedoch kein Problem darstellt, da diese in vielen anderen Lebensmitteln reichlich enthalten sind. Dafür ist der Gehalt an Tryptophan im Verhältnis sehr hoch. Diese Aminosäure wird zur Serotoninherstellung im Gehirn benötigt und sorgt für gute Laune und Ausgeglichenheit.</p><p>Grünkohl ist wie fast alle Gemüse fettarm. Doch das eine Gramm pro 100 Gramm Gemüse enthält 130 mg Alpha-Linolensäure (ALA), die pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Die ALA ist bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung sowie für ihren Schutzeffekt auf das Herz-Kreislauf-System und auf Nerven in Gehirn und Rückenmark.</p><p>Ballaststoffe enthält Grünkohl in großer Menge und hoher Qualität. Sie regulieren den Cholesterinspiegel, beschleunigen die Darmpassage und beheben somit Verstopfung, hemmen Heißhungerattacken und tragen zu einer gesunden Darmflora bei.</p><p><strong>Vitamine und Mineralstoffe liefert der Grünkohl dem Körper vor allem in Bezug auf:</strong></p><ul><li><strong>Vitamin A</strong> bzw. <strong>Retinol </strong>(Betacarotin), aus dem der Körper Vitamin A herstellen kann. Es ist wichtig für die Augen, die Haut und die Schleimhäute.<br/></li><li><strong>Vitamin C</strong> stärkt das Immunsystem und unterstützt Entgiftungsprozesse.<br/></li><li><strong>Vitamin K</strong>, das zwei große Aufgaben hat – Calcium in die Knochen transportieren und gleichzeitig die Blutgefäße frei davon halten.<br/></li><li><strong>Calcium</strong>, besonders wichtig für den Knochenstoffwechsel. Die Bioverfügbarkeit des Calciums im Grünkohl gilt außerdem als sehr hoch, weil er arm an Oxalsäure ist.<br/></li><li><strong>Kalium </strong>für den Energiestoffwechsel und die Herzgesundheit von Bedeutung.<br/></li><li><strong>Eisen</strong>, Bestanteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), am Sauerstofftransport beteiligt. Mangel führt zu Müdigkeit, Blässe, Konzentrationsschwierigkeiten.</li></ul><p>Zu den antioxidativ wirksamen und krebshemmenden sekundären Pflanzenstoffen im Grünkohl zählen Flavonoide, Carotinoide sowie Senfölglycoside.</p><h2>Entzündungshemmend &amp; blutdrucksenkend</h2><p>Wissenschaftler beziffern die im Grünkohl enthaltenen Flavonoide mit mindestens 45. Darunter findet sich der ausgezeichnete Radikalfänger Quercetin. Flavonoide sind entzündungshemmend, antithrombotisch und blutdrucksenkend. Auch Carotinoide wirken gegen Entzündungen und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bestimmte Krebsformen. Mit rund 5.200 Mikrogramm pro 100 Gramm steckt im Grünkohl sogar mehr Beta-Carotin als im Brokkoli (850 Mikrogramm). Wenn gemeinsam mit dem Grünkohl eine kleine Portion Fett gegessen wird, kann der Organismus das Beta-Carotin leichter aufnehmen. Mindestens ebenso wichtig für eine hohe Beta-Carotin-Aufnahme ist, dass der Grünkohl gut zerkleinert oder sorgfältig gekaut wird.</p><h2>Krebshemmend</h2><p>Stark krebsfeindlich ist neben den Flavonoiden und Beta-Carotin insbesondere Lutein, ebenfalls ein Carotinoid. Bei regelmäßigem Verzehr von Grünkohl sollen diese Antioxidantien effektiv gegen Brust-, Darm-, Blasen-, Prostata- und Eierstockkrebs wirken. Des Weiteren enthält Grünkohl die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, die besonders gut für die Augen sind und daher altersbedingten Augenkrankheiten entgegenwirken.</p><p>Der Grünkohl ist ein Beispiel dafür, dass in grünem Gemüse sogar mehr gelbe und orangefarbene Carotinoide verborgen sein können als in gelben und orangefarbenen Obst- und Gemüsearten. Das ist deshalb so, weil die im grünen Gemüse enthaltenen Carotinoide vom sattgrünen Chlorophyll (Blattgrün) überlagert werden. Dieses Chlorophyll ist ebenfalls positiv. Es soll Studien zufolge dazu beitragen, Entzündungen zu hemmen, Demenz vorzubeugen, Schwermetalle über den Darm auszuleiten und das Darmkrebsrisiko zu mindern. Senfölglycoside (auch Glucosinolate) sind für den typischen Geschmack mitverantwortlich.</p><p>Hierbei handelt es sich um schwefel- und stickstoffhaltige Verbindungen. Senfölglycoside werden beim Zerkauen oder Zerschneiden des Gemüses und auch während des Verdauungsprozesses zu antimikrobiellen und krebsfeindlichen Isothiocyanaten (sogenannten Senfölen) umgewandelt. Die Umwandlung geschieht mit Hilfe des Enzyms Myrosinase, das allerdings hitzeempfindlich ist – spricht gegen intensives Kochen! Grünkohl liefert mindestens fünf Arten von Senfölglycosiden.</p><p>Dazu zählt der Stoff Glucobrassicin, der z. B. Östrogenderivate im Körper neutralisiert und insbesondere das Brustkrebsrisiko reduzieren soll.</p><p>Gerade der Grünkohl kann mit seiner großen Vielfalt an Vitalstoffen und seinem hochwertigen Protein gut zu einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung beitragen und gleichzeitig vor Krankheiten schützen.</p><h2>Zur Saison oder tiefgekühlt?</h2><p>Jetzt hat er Saison. Selbstverständlich kann man ihn einfrieren und somit das ganze Jahr genießen. Meist wird geraten, ihn zuvor zu blanchieren, weil er dann besser schmecke. Doch sind es gerade die antioxidativ wirksamen Stoffe, die den etwas bitteren Geschmack auslösen. Wird Grünkohl so zubereitet, dass er kein bisschen herb schmeckt, ist er weniger gesund. Wir raten daher, den Grünkohl roh einzufrieren.</p><p>Braucht der Grünkohl Frost auf dem Feld? Nicht unbedingt. Die Kälte hat dennoch zwei Vorteile. Erstens wird der Grünkohl zarter und zweitens – so diverse Studien – ist der Flavonoid-Gehalt im Grünkohl höher, wenn er erst nach dem ersten Frost geerntet wird. Da Grünkohl laut Verbraucherzentrale häufig mit Pestizidrückständen belastet ist, ist es besser, Bio-Ware zu kaufen.</p><p>Grünkohl vorzubereiten ist nicht schwierig. Sollten welke Blätter vorhanden sein, diese entfernen. Mehrmals in kaltem Wasser waschen, damit alle Reste von Sand und Erde entfernt werden. Abtropfen lassen. Blätter in schmale Streifen schneiden, harte Stiele dabei entfernen.</p></div></div>
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Andere Namen der leuchtend orange gefärbten Beerensträucher sind Orangenbeerstrauch, Korallenstrauch und rote Schlehe, auch Weiden- und Audorn, was neben Sanddorn auf ihre Standorte hinweist. Der botanische Gattungsname Hippophaerhamnoides erinnert daran, dass Sanddorn gut für Pferde ist, besonders für ein schönes Fell. Profitieren auch die Reiter oder alle Menschen davon?</p><p>Gesüßt werden die Beeren des Sanddornstrauches gerne genutzt, um Konfitüren, Kuchen, Säfte zuzubereiten. In der traditionellen russischen, indischen, tibetischen und chinesischen Medizin ist Sanddorn auch Heilpflanze. Dieser Status blieb ihm im westlichen Europa weitgehend versagt. Sanddorn gehörte eher zu den magischen Pflanzen. Zweige wurden über Türen und Fenstern angebracht, in der Hoffnung, böse Geister fern zu halten. Altes Erfahrungswissen aus anderen Ländern sowie Ergebnisse moderner wissenschaftlicher Forschungen könnten in absehbarer Zeit jedoch dazu führen, Sanddorn offiziell als Heilpflanze anzuerkennen.</p><h2>Nährstoffe und Fettsäuren</h2><p>Sanddornbeeren bestehen wie andere Beeren zu über 80 Prozent aus Wasser. Obgleich sie sehr sauer sind, haben sie etwa ebenso viel Zucker – hauptsächlich in Form von Fructose und Glucose – wie Erdbeeren. Es sind ungefähr fünf Gramm auf 100 Gramm Früchte. Der saure Geschmack ist auf die enthaltenen Fruchtsäuren zurückzuführen. Auffallend ist weiterhin der für eine Frucht hohe Öl- bzw. Fettgehalt von sieben auf 100 Gramm. Da bringen es Erdbeeren nur auf 0,3. Der Kaloriengehalt der Sanddornbeeren ist daher mit circa 94 kcal in 100 Gramm Beeren höher.</p><p>Im Fruchtfleisch stecken etwa fünf Prozent Öl, in den Sanddornsamen 20. Die Zusammensetzung ist unterschiedlich. Das Samenöl besteht zu je 35 Prozent aus Linolsäure (einer Omega-6-Fettsäure) und Alpha-Linolensäure (einer Omega-3-Fettsäure), was einem interessanten Omega-6-Omega-3-Verhältnis von 1:1 entspricht. Im Fruchtfleisch dominiert mit durchschnittlich 40 Prozent die Palmitoleinsäure, die auch als Omega-7-Fettsäure bezeichnet wird. Gesundheitlich soll sie wie Omega-3 Entzündungsprozesse hemmen und den Kohlenhydratstoffwechsel positiv beeinflussen. Diese Erkenntnisse sind aber noch sehr neu. Sicher ist, dass die enthaltenen fettlöslichen Vitamine K und E aus Sanddornbeeren gut resorbiert werden können.</p><h2>Vitamine, Mineralstoffe und mehr</h2><p>In erster Linie sind Sanddornbeeren für ihren außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Zwischen „nur“ 120 und sagenhaften 2.500 Milligramm pro 100 Gramm wurden schon gemessen. Offiziell gelten 450 Milligramm als Durchschnitt. Der Gehalt kann wie auch bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen je nach Sorte, Standort, Erntezeitpunkt, Weiterverarbeitung erheblich schwanken. Dennoch in Sanddornbeeren steckt mehr Vitamin C als in Zitronen. Deren Durchschnittsgehalt wird mit 53 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm Frucht angegeben.</p><p>B-Vitamine, K und E sind in Sanddornbeeren auch auf jeden Fall drin. Ein Streitpunkt ist B12. Bei pflanzlichen Quellen ist in Bezug auf B12 stets Skepsis geboten. Sanddornbeeren wurden eine Zeit lang als gute Quelle angepriesen. Dann brachte ein Produkttest ein&nbsp;negatives Ergebnis. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2017 hat wieder ergeben, dass aktives Vitamin B12 gefunden wurde. Es kann also durchaus sein, dass manche Sanddornprodukte Vitamin B12 enthalten. Sicherheitshalber sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden. Vielleicht müsste jede Charge untersucht werden.</p><p>An Mineralstoffen sind Kupfer, Magnesium, Kalium und Calcium zu nennen, aber nicht<br/>mit überragenden Gehalten. Eher brillieren die leuchtend orangen Beeren neben erstaunlich<br/>hohen Vitamingehalten mit Antioxidantien. Der Carotinoidgehalt ist doppelt so hoch wie bei Karotten – etwa 100 Milligramm pro 100 Gramm Beeren. Außerdem enthalten Sanddornbeeren jede Menge Flavonoide wie Rutin und Quercetin. Diverse Studien haben gezeigt, dass eine höhere Flavonoid-Aufnahme die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs senkt. Breit angelegte Studien zur durchschnittlichen Flavonoidzufuhr beim Menschen fehlen aber noch.</p><h2>Zweierlei Öle</h2><p>Mit Sanddornbeeren oder -saft nimmt man natürlich auch etwas vom sanddorneigenen Öl zu sich. Es gibt aber auch Sanddornöl pur, entweder gepresst aus dem Fruchtfleisch oder den Kernen. In beiden Fällen handelt es sich bei Kaltpressung um heilkräftige Öle.</p><p>Auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Fettsäuren wurde oben schon eingegangen.&nbsp;Zusätzlich hat das Sanddornfruchtfleischöl im Vergleich zum Kernöl beim Carotinoidgehalt die Nase vorn. Das eher gelbe Sanddornkernöl enthält dafür mehr Vitamin K.&nbsp;In der traditionellen Heilkunde anderer Länder kommt Sanddornöl innerlich vor allem bei Problemen mit Schleimhäuten zum Einsatz. In erster Linie aber dient Sanddornöl der Hautgesundheit. Forscher der polnischen Adam Mickiewicz University bescheinigen Sanddornöl gute Reparatureigenschaften und listen 200 bioaktive Substanzen auf, die es enthält. Ob zur Wundheilung, bei Verbrennungen, als Anti-Aging-Mittel oder zur Behandlung chronischer Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis, Sanddornöl darf auf die Haut. Einfach auftragen oder mit anderen Ölen mischen. Erhältlich sind zudem Naturkosmetik-Produkte mit Sanddorn.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_vdb7fdFdfyw2ZgiOMaxb2w" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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Im lateinischen Namen ‘Urtica’ (urere=brennen) finden wir das Brennende wied ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_VByXD0GpRSanRoTpgTnKdA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_TvjK_zoBQf6FGK0IMVAesg" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_TLqvZvRdTHSeX7i2SYN8VA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_NWbnb1JITAW-cc2B8N6HpQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Die Haare der Brennnessel brennen und stechen bei Kontakt mit der Haut. Im lateinischen Namen ‘Urtica’ (urere = brennen) finden wir das Brennende wieder. </strong></p><p>Der Sage nach soll die Heilpflanze so begehrt gewesen sein und im Übermaß gepflückt worden sein, dass sie sogar vom Aussterben bedroht gewesen sein soll. Sie wehrte sich in der Folge mittels Entwicklung von Brennhaaren auf den Blättern, die das Pflücken unterbanden. Diese brechen bei Berührung ab und entleeren in der Haut Methansäure sowie den Nervenwirkstoff Acetylcholin, die den brennenden Schmerz auslösen, sowie Histamin, das für den Juckreiz verantwortlich ist. Diese Substanzen und weitere verursachen die charakteristischen Haut-Quaddeln. </p><h2>Namensgeber der &quot;Nesselsucht&quot;</h2><p>Die Brennnessel fungiert bei der Hauterkrankung Nesselsucht (auch: Urticaria) als Namensgeber, da hier wie bei einem Brennnesselkontakt juckende Hautquaddeln entstehen und Histamin aus den Mastzellen der Haut ausgeschüttet wird. Die Ursachen einer Nesselsucht sind mannigfaltig. Der Wortteil ‘Nessel’, der von einem alten indogermanischen Wort (nazza = nähen) herrührt, zeugt hingegen von den Zeiten vor Einführung der Baumwolle, in denen man aus den Fasern der Brennnessel Gewebe gesponnen hat. Von ‘nazza’ leitet sich im Übrigen das englische ‘nettle’ für nähen ab. </p><h2>Donnernessel</h2><p>Die Brennnessel wird mit Blitz und Donner in Verbindung gebracht, daher ihr niederdeutscher Name ‘Dunnernettel’ oder auch ‘Donnernessel’. Ein weit verbreiteter Glaube unter Bierbrauern besagt nämlich, dass Bier bei Gewitter umschlage. Aus diesem Grund soll man einen Strauß Brennnessel auf den Rand des Braugefäßes legen, damit der Donner dem Bier nicht schade. Hinter diesem Aberglauben verbergen sich möglicherweise kosmische Begebenheiten, denn die Brennnessel soll vornehmlich an Stellen mit erhöhter Erdstrahlung wachsen, an denen sich zwei oder mehrere Erdstrahlen schneiden und die als Blitzfangpunkte gelten, was naturwissenschaftlich – im Gegensatz zum Wachstum auf stickstoffreichen Böden – allerdings nicht nachgewiesen ist. </p><h2>Skorpionstiche und Schlangenbisse</h2><p>Die Brennnessel gehörte offenbar bereits zum Heilpflanzenschatz altägyptischer Ärzte, denn man fand an der Mumie von Ramses II. deren Pollen. Der römische Gelehrte Gaius Plinius Secundus (23/24 –79) berichtete in seiner Naturgeschichte über die Gewinnung eines Öles aus der Pflanze und über dessen Samen, die als Gegengift bei Skorpionstichen und Schlangenbissen wirken sollten. Des Weiteren führte er eine Wirksamkeit bei Nasenbluten, Geschwüren, Gelenkschmerzen und Uterusbeschwerden auf. Der Auszug aus der Pflanze galt als entwässernd und hilfreich bei ‘Steinen’ (der Niere oder Galle). In der materia medica des griechischen Arztes Pedanios Dioskurides (um 1. Jh.) finden sich ähnliche Indikationen. </p><h2>Einfluss auf die Libido</h2><p>Dioskurides gibt zudem an, dass der Verzehr der Samen als sexuelles Stimulansmittel galt. Tatsächlich enthalten die Wurzeln und Samen der Brennnessel hormonähnliche Stoffe, die bei Störungen der Libido bzw. der Potenz, Prostatabeschwerden aber auch bei anderen Beschwerden der männlichen Geschlechtsorgane heilsam wirken. Das erklärt auch deren Einsatz in Liebestränken und Kraftweinen. </p><h2>New Kreüterbuch</h2><p>Der Mediziner und Botaiker Leonhard Fuchs (1501–1566), gab in seinem New Kreüterbuch&nbsp;von 1543 im Wesentlichen die Ausführungen von Plinius und Disokurides wie folgt wieder: </p><blockquote class="wp-block-quote"><p>»Nessel bletter mit saltz zerstossen und übergelegt / heylen die biß der unsinnigen hünd / unn die grossen geschwer. Deßgleichen über faule schäden / als Krebs unnd dergleichen / gelegt / reynigen sie die selbigen / unnd heylens. ... Wann sie aber frisch werden über die muter gelegt die herauß begert / so treiben sie dieselbigen wider hindersich. Der sam auß süssem wein getruncken / reitzet zur unkeüscheyt / unn eröffnet die muter. Gedachter sam mit honig vermengt / unnd ein latwerglin darauß gemacht / ist gut für das keichen / seiten oder rippen / unnd lungen geschwer. Er macht auch außwerffen / und reyniget die brust. Die bletter mit meerschnecken gesotten und getruncken / lindern den stulgang / und treiben den harn.“ </p><cite>Leonhard Fuch, New Kreüterbuch von 1543</cite></blockquote><p>Die Brennnessel galt demnach als harntreibend und fand ihre Anwendung zudem bei verschiedensten Krankheiten wie krebsartigen Geschwüren, Hundebissen oder Lungenbeschwerden. Brennnessel-Mus enthält entzündungshemmende Stoffe wie Flavonoide und Kaffeoyläpfelsäure, weshalb der Einsatz bei Hautkrankheiten sinnvoll ist. </p><h2>Inhaltsstoffe</h2><p>Aufgrund des hohen Eisengehaltes nutzt man die Pflanze auch heute noch als Stärkungsmittel zum Beispiel bei Blutungen nach der Geburt, um neues Blut zu bilden. Neben Eisen enthält die Pflanze ferner Vitamin C, Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Silizium sowie Spurenelemente. Sie fördert den Stoffwechsel und damit auch die Durchblutung der Haarwurzeln und regt zusammen mit den Mineralien sowie Spurenelementen das Wachstum der Haare an, weshalb man Brennnessel oftmals in Haarwässern oder Shampoo findet. Man wendet die Brennnessel heute traditionell zu Frühjahrs- und Blutreinigungskuren an, da sie aufgrund des hohen Kaliumgehaltes durchspülende sowie entwässernde Wirkung aufweist und den Körper somit von Giftstoffen reinigen kann. Verwendung findet sie vor allem bei Harnwegsinfektionen und Nierensteinleiden oder aufgrund der Senkung des Harnsäurespiegels bei Gicht. </p><h2>Arthritis und Rheuma</h2><p>Aber auch arthritische oder rheumatische Beschwerden können gelindert werden. Zugelassen sind die Brennnesselblätter bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und vorbeugend bei Nierengries. Aufgrund der stark ausschwemmenden Wirkung darf Brennnessel jedoch nicht bei Ödemen infolge von eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. </p><p>Das Reformwarenhaus und die Apotheke bieten zahlreiche Produkte aus Brennnessel wie Tee, Pulver oder Kapseln aber auch Haarwasser und Shampoo an. In der Homöopathie wird aus der ganzen blühenden Pflanze ein Mittel gegen Nesselsucht und andere Hautausschläge mit Brennen und Jucken hergestellt.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_OnGMHlNnUCzXDERX9sVQ8A" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Fri, 01 Jan 2016 00:00:11 +0100</pubDate></item></channel></rss>