<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/Probiotika/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Probiotika</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Probiotika</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/Probiotika</link><lastBuildDate>Sat, 14 Mar 2026 08:57:04 +0100</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Tausendsassa oder Rohrkrepierer?]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/worauf-es-bei-probiotika-ankommt</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2024/iStock-1606728409.jpg"/>Breitbandprobiotika sind Präparate mit Milchsäurebakterien, die für ein breites Wirkspektrum eingesetzt werden können. Wichtige Einsatzgebiete sind de ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_rKKG1mUVT5mmVRNnGfRxgQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_L63OdKopTdiwknYMxzpX0A" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_mj1TN9kIQbygZEZk4PsxJQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_G5hEzE-2QEK05BeLY5tBrA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Qualität von Probiotika</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_PwuEmLQw8lDv-L3HlPuP3Q" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_PwuEmLQw8lDv-L3HlPuP3Q"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.11px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
                type:fullscreen,
                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2024/iStock-1606728409.jpg" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_RGWTRKpoRIaKFHNTdRji7Q" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div>Breitbandprobiotika sind Präparate mit Milchsäurebakterien, die für ein breites Wirkspektrum eingesetzt werden können. Wichtige Einsatzgebiete sind der (Wieder-) Aufbau der Darmflora, z.B. nach Antibiotikaeinnahme, die Unterstützung bei darmassoziierten Erkrankungen, die Stärkung des darmbasierten Immunsystems und vieles mehr. Immer neue Studien zeigen die vielfältigen Einsatzbereiche dieser kleinen Helferlein für das Mikrobiom. Deshalb werden solche Präparate für die Darmflora zu Recht immer beliebter. Kein Wunder, dass das Angebot an Präparaten für das Darm-Mikrobiom immer größer wird und leider auch zunehmend minderwertige Produkte den Markt überschwemmen. Viele Verbraucher fragen sich, woran man ein gutes Präparat erkennen kann. Dazu an dieser Stelle ein paar wichtige Kriterien, die auch von der ipa (international probiotic association) genannt werden.</div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_2R_Qw8OISuOQfPCVtpvzGw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Anzahl der lebenden Bakterien</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_QR4E6Efq2OZtq49S_pytPA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="color:inherit;">Auf der Verpackung sollte ganz klar angegeben sein, wie viele Bakterien pro Tagesdosis bzw. in jeder Kapsel enthalten sind. Ob es sich um ein Massenprodukt mit nur ein paar Milliarden oder um ein hoch dosiertes Präparat mit 48 bis 210 Milliarden Bakterien handelt, kann so schnell erfasst werden. Wichtig: Die angegebene Menge sollte die Menge an lebenden Mikroorganismen am Ende der Haltbarkeitsdauer angeben und nicht zum Zeitpunkt der Herstellung. Im zweiten Fall kann es nämlich sein, dass dann zum Zeitpunkt des Kaufes oder spätestens am Ende der Mindesthaltbarkeit kaum noch lebende Bakterien im Präparat enthalten sind. Manche Hersteller sind beim Tricksen in diesem Bereich sehr kreativ und bezeichnen die enthaltenen Bakterien teilweise als „Postbiotika“. Darunter versteht man inaktivierte probiotische Stämme oder Teile von Probiotika. Postbiotika wirken aufgrund ihrer Rezeptorstrukturen, für die es das entsprechende Gegenstück im Darm gibt, zum Beispiel auf den Immunzellen in der Darmschleimhaut. Postbiotika werden aufgrund dieser Rezeptoren ganz speziell entwickelt und ausgesucht. Die aufgrund ihrer Minderwertigkeit im probiotischen Präparat abgestorbenen Bakterien einfach als Postbiotika zu bezeichnen, ist schon eine dreiste Irreführung des Verbrauchers.</span></div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_dy0dv0Kn0RZPHbIL-ncWEQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_dy0dv0Kn0RZPHbIL-ncWEQ"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Genaue Charakterisierung der verwendeten Milchsäurebakterien</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_35KdcffcAiCbwYYRjVXjEQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="color:inherit;">Ein Probiotikum ist nicht gleich ein Probiotikum. Innerhalb der Arten gib es große qualitative Unterschiede. Deshalb muss für jedes Bakterium auf der Verpackung die exakte Gattung (z.B. Laktobazillus), die Art (z.B. rhamnosus) und vor allem der genaue Stamm angegeben werden (z.B. Lr-32). Wenn ein Hersteller den Stamm nicht nennt, weiß man nichts über dessen Qualität. Vielleicht wurde hier ein minderwertiger Stamm irgendwo günstig eingekauft und verarbeitet. Nur die genaue Bezeichnung des Stamms lässt Rückschlüsse auf die Qualität und Wirksamkeit zu, denn vorhandene Humanstudien beziehen sich nicht auf die Art, sondern auf den konkreten Stamm. Um es einmal anschaulich zu machen: Wir möchten ein Luxusauto kaufen. ‚Auto‘ ist dabei die ‚Gattung‘. Wir entscheiden uns für einen Mercedes, der in diesem Fall die ‚Art‘ wäre. Wenn wir diesen Mercedes kauften, ohne den ‚Stamm’ zu kennen, könnten wir eine S-Klasse bekommen oder mit einer A-Klasse abgespeist werden. Am wahrscheinlichsten ist die A-Klasse,&nbsp;</span><span style="color:inherit;">denn wenn es sich um eine S-Klasse gehandelte hätte, hätte der Verkäufer dies sicher konkret benannt. Und genauso verhält es sich mit den Bakterien. Werden die Stämme nicht konkret benannt, sind sie vermutlich nicht so leistungsstark.</span></div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_DQMpCtpYiF8_WGE21v4n5g" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Möglichkeit der individuellen Dosierung</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_sWsf2VKnfleoWFQaZeREmg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Einige Anbieter packen die gesamte Menge der für eine Tagesdosis vorgesehenen Bakterien in eine Kapsel. Dies scheint auf den ersten Blick praktisch – man braucht dann ja nur eine Kapsel am Tag einzunehmen. Auf den zweiten Blick ist dies jedoch ein Nachteil. Es ist nämlich besser, die lebenden Bakterien verteilt über den Tag hinweg einzunehmen, um eine gleichmäßige Versorgung des Mikrobioms mit zusätzlichen Milchsäurebakterien zu gewährleisten. Bei einem hochdosierten Probiotikum (ab 48 Milliarden Bakterien pro Tagesdosis) ist es somit am besten, die eine Hälfte morgens und die andere Hälfte abends einzunehmen, um die Bakterien alle 12 Stunden gleichmäßig in alle Darmabschnitte zu verbringen. Hinzu kommt, dass bei einer Aufteilung der Tagesdosis auf mehre Kapseln auch eine einschleichende (d.h. sich langsam steigernde) Dosierung sowie eine individuelle Dosierung möglich ist. Denn nicht jeder benötigt bei einem sehr hoch dosierten Probiotikum die volle Dosis.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_Hmok8AYK9WWp2mYXtnKTqQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Angemessener Preis</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_a_J2GsrDlkPnl6f891gJVw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Es muss an dieser Stelle auch ausdrücklich vor zu billigen Angeboten gewarnt werden. Hochwertige Bakterienstämme, also solche, die hoch dosiert sind, eine hohe Säureresistenz und eine gute Anhaftungsfähigkeit haben, die stabil gegen Antibiotika sind und für die eine umfangreiche Studienlage vorhanden ist, haben ihren Preis. Bei guten Präparaten werden die enthaltenen lebenden Milchsäurebakterien zudem mit einer säureresistenten Kapselhülle geschützt, die den Inhalt erst im Darm freigibt. Damit wird sichergestellt, dass die empfindlichen&nbsp;</span><span style="color:inherit;">Mikroorganismen die Magenpassage gut überstehen. Zu billige Probiotika können all diese Kriterien faktisch nicht erfüllen.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_zUgkKA7M_O-F6vaYMlbwNA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Weitere Inhaltsstoffe</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_B_IROQYNDKqRqRYdGcpqtg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Neben den lebenden Milchsäurebakterien sollten nur noch Substanzen im Präparat enthalten sein, die sinnvoll sind. Dazu gehören zum Beispiel B-Vitamine. Zum einen fördern sie das Wachstum der Milchsäurebakterien, zum andern haben sie eine positive Wirkung auf die Darmschleimhaut. Biotin beispielsweise fördert die Regeneration der Darmzellen und die Schleimproduktion, unterstützt die Regulation von Entzündungsprozessen, stärkt die Barrierefunktion und ist an der Energieversorgung der Darmschleimhaut beteiligt. Bei Substanzen, die als Aromen, Füll- und Farbstoffe dienen wie zum Beispiel das krebserregende Titandioxid, sollte man allerdings vorsichtig sein. Ein Blick auf die Zutatenliste kann daher sinnvoll sein.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_C5qqQe5qx9XIovZx4QBZ3Q" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Fazit: Genau hinschauen</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_zQgyauCb5vmaX8oMKjSj3w" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Die Auswahl an probiotischen Produkten ist riesig. Wer ein hochwertiges und wirksames Präparat sucht, sollte sich die Verpackung genau angucken: Sind die konkreten Bakterienstämme genannt? Welche weiteren Stoffe sind enthalten? Ist das Produkt hoch dosiert? Sind die Kapseln durch eine säureresistente Kapsel geschützt? Auch beim Hersteller sollte man sich informieren. Hat er Erfahrung in der Herstellung von Probiotika? Garantiert er die Zahl lebender Bakterien bis zum Ende des Mindeshaltbarkeitsdatums? Kann er Studien zu den von ihm verwendeten Stämmen vorlegen? Nur wenn diese Fragen mit „ja“ beantwortet werden können, kann man von einem qualitativ hochwertigen Darmflora-Präparat ausgehen.</span><br/></p></div>
</div></div><div data-element-id="elm_E9X0PILrTXemV8Ibp45RJg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_PJ-V6wUMN0-kUphi-see0g" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_59_1124_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 59 (Nov./Dez. 2024)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Akut geschützt, langfristig gefährdet</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">Warum unser Gesundheitssystem uns nicht vor chronischen Krankheiten bewahrt</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/akut-geschuetzt-nr-59/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Fri, 01 Nov 2024 00:00:00 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Unser Darm ist unsere Apotheke!]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/unser-darm-ist-unsere-apotheke</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2024/AdobeStock_648105750.jpeg"/>Dass die Bedeutung unseres Darms weit über die eines bloßen Verdauungsorgans hinausgeht, ist mittlerweile vielen bekannt. So ist er zugleich auch unse ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_mCZhMOJYQBSbhWTKkgsKkQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_QXtGeefSSwWN_9HdRJPK1g" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_yHmbZMieRUu1aUvt_ICgHA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_ClXm8PqoDIfa3ZWasqPP0A" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_ClXm8PqoDIfa3ZWasqPP0A"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 302.74px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
                type:fullscreen,
                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2024/AdobeStock_648105750.jpeg" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_CVEC5_m6RxedZLhS4iGxHg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><p style="text-align:left;"><span style="color:inherit;">Dass die Bedeutung unseres Darms weit über die eines bloßen Verdauungsorgans hinausgeht, ist mittlerweile vielen bekannt. So ist er zugleich auch unser größtes Immunorgan und unser zweites Gehirn (Stichwort „Darm-Hirn-Achse“). Aber was bisher unterschätzt wurde, ist die Rolle unseres Darms als körpereigene Apotheke. Er ist nämlich in der Lage, mithilfe der Darmflora, unseres Mikrobioms, therapeutisch wirksame Substanzen herzustellen und so über die Ernährung unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Entscheidend sind hierbei die Sekundären Pflanzenstoffe.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_XgZ04pSW4lbdpBwrbG8kew" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Sekundäre Pflanzenstoffe für das Mikrobiom</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_wM1XKCJvM5-5SbIMVmtnzA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div>Sekundäre Pflanzenstoffe sind wichtige Substanzen, mit denen sich Pflanzen vor UV-Licht oder Fraßfeinden schützen oder Insekten zur Bestäubung anlocken. Bisher sind etwa 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, wovon ca. fünf bis zehn Prozent in der menschlichen Ernährung eine Rolle spielen. Zu ihnen gehören unter anderem die Carotinoide aus orangem Obst und Gemüse, die blauen, roten oder violetten Phenole aus dunklem Obst und Gemüse oder auch Tee und Gewürzen sowie die Glukosinolate aus Kohl, Kresse oder Senf.</div><br/><div>Auch für den Darm sind sekundäre Pflanzenstoffe von besonderer Bedeutung, denn sie fungieren&nbsp;<span style="color:inherit;">hier quasi als Präbiotika, also Substanzen, die den guten Bakterien in der Darmflora als Nahrung dienen. Der größte Anteil (90-95 %) der sekundären Pflanzenstoffe erreicht nämlich unverändert den Dickdarm, wo zahlreiche Bakterien sie zu Stoffwechselprodukten umwandeln, die eine wichtige Rolle bei unserer Gesunderhaltung spielen. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass sekundäre Pflanzenstoffe die Aktivität und die Zusammensetzung der Mikrobiota im Darm zum positiven hin verändern können.</span></div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_X047LDaPBN4fdjlzAEHVGw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_X047LDaPBN4fdjlzAEHVGw"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div style="color:inherit;"><div><span style="font-size:24px;">Bioverfügbarkeit wird durch&nbsp;</span><span style="font-size:24px;color:inherit;">Darmflora erhöht</span></div></div></div></h2></div>
<div data-element-id="elm__q1aXHDnAx2nEAr1Cpw_DQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div>Zunächst wird in der Darmmikrobiota die Bioaktivität dieser sekundären Pflanzenstoffe erhöht. Sie sind quasi ein „symbiotischer Partner“ der Darmbakterien, deren Zusammensetzung und Vielfalt durch sie verändert wird. Aus den sekundären Pflanzenstoffen fermentieren die Bakterien kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat oder Propionat, die unter anderem eine wichtige Energiequelle für unsere Darmschleimhaut sind.</div><br/><div>Viele der sekundären Pflanzenstoffe werden in der Darmflora auch abgebaut bzw. umgewandelt, und zwar durch spezielle Enzyme, die nur im Darmmikrobiom vorkommen. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte, die man als&nbsp;<span style="color:inherit;">phytochemischen Metaboliten bezeichnet. Diese werden von den Epithelzellen des Darms aufgenommen und könne dann im Körper ihre therapeutischen Wirkungen entfalten. Sie wirken als Signalmoleküle in antioxidativen, entzündungshemmenden und metabolischen Prozessen. Die mithilfe der Darmflora gebildete Metaboliten der Sekundären Pflanzenstoffe können allerdings bei Personen, die die gleiche Nahrung zu sich nehmen, wegen der individuellen Zusammensetzung des Darmmikrobioms unterschiedlich sein. Wenn man das hört, ist klar: Man sollte mehr Obst und Gemüse essen, oder?</span></div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_D2-15O3D8giXa8_rDZxmhg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Metabolite wirken besser</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_qVo-mxClUvHjiSe-9cXZvA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div>Ein Beispiel für solche Stoffwechselprodukte, die von den Darmbakterien aus sekundären Pflanzenstoffen fermentiert werden, ist das Tetrahydrocurcumin, das als Metabolit des sekundären Pflanzenstoffes Curcumin im Mikrobiom gebildet wird. Dieses Stoffwechselprodukt hat teilweise noch größere Wirkung als das Curcumin selbst. So ist Tetrahydrocurcumin dafür bekannt, dass es aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften therapeutische Wirkungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen entfaltet. Wegen seiner entzündungshemmenden Aktivität schützt Tetrahydrocurcumin zudem Mikrogliazellen im Gehirn vor Verletzungen durch Bakteriengifte.</div><br/><div>Ein anderer Metabolit ist das Propionat 3-HPPA, das von Dickdarmbakterien aus den Catechinen aus rotem Wein sowie aus Quercetin fermentiert wird, einem gelben sekundären Pflanzenstoff, der unter anderem in Zwiebeln, Äpfeln und Brokkoli vorkommt. Dieser Metabolit 3-HPPA hat eine gefäßerweiternde Wirkung und wirkt sich positiv auf die Knochen- und Nervengesundheit aus.</div><br/><div>Auch die roten Farbstoffe der Anthocyane, die in Aronia oder Blaubeeren zu finden sind, haben wegen ihrer geringen Bioverfügbarkeit eine bessere Wirkung, wenn sie durch Bifidobakterien und Laktobazillen zu Protocatechusäure und Gallussäure fermentiert wurden, denen antioxidative und kardiovaskulär schützende Wirkungen zugeschrieben werden.</div><br/><div>Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Metabolite, die im Mikrobiom aus sekundären Pflanzenstoffen gebildet werden und die dann im Körper als „körpereigene Medikamente“ wirken. Auf diese Weise können Sekundäre Pflanzenstoffe den Körper besser gegen Krankheiten wappnen. Denn sie verändern die Zusammensetzung und/oder Diversität der Darmmikrobiota und erhöhen die Häufigkeit bestimmter Darmbakterien, die nützliche Substanzen produzieren.</div></div></div>
</div><div data-element-id="elm_mGi0GLKauHBunq9CFkuJFg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Welche Nahrungsergänzungen sind sinnvoll?</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_qoiL-dW7ufrMO3gR35Z4Bg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="color:inherit;">Um sekundäre Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufzunehmen, muss eine ausreichende Menge an Obst und Gemüse verzehrt werden, laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) mindestens fünf Portionen pro Tag. Diese Menge wird jedoch in Deutschland von den wenigsten erreicht und bedeutet für Menschen mit sensiblem Darm oft eine Herausforderung, weil&nbsp;</span><span style="color:inherit;">die in Obst und Gemüse enthaltenen Ballaststoffe&nbsp;</span><span style="color:inherit;">häufig nicht gut vertragen werden und&nbsp;</span><span style="color:inherit;">Blähungen verursachen können. Daher kann es&nbsp;</span><span style="color:inherit;">sinnvoll sein, auf Nahrungsergänzungsmittel&nbsp;&nbsp;</span><span style="color:inherit;">zurückzugreifen. Doch Achtung: Vitaminpillen&nbsp;</span><span style="color:inherit;">oder Vitalstoffkonzentrate machen hier&nbsp;</span><span style="color:inherit;">meist keinen Sinn, weil sie entweder gar keine&nbsp;</span><span style="color:inherit;">oder nur sehr wenige sekundäre Pflanzenstoffe&nbsp;</span><span style="color:inherit;">enthalten. Zur Unterstützung der mikrobiologischen&nbsp;</span><span style="color:inherit;">Therapie sind nur solche Mikronährstoffkonzentrate&nbsp;</span><span style="color:inherit;">sinnvoll, welche die&nbsp;</span><span style="color:inherit;">sekundären Pflanzenstoffe in standardisierter&nbsp;</span><span style="color:inherit;">Menge und Qualität enthalten und dies auch&nbsp;</span><span style="color:inherit;">auf der Verpackung ausweisen. Mittlerweile&nbsp;</span><span style="color:inherit;">gibt es auch probiotische Milchsäurebakterienpräparate,&nbsp;</span><span style="color:inherit;">die mit sekundären Pflanzenstoffen&nbsp;</span></div><div style="color:inherit;"><div>kombiniert sind.</div></div></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_Q0ARWHqx-0EUkvPtlSCe8g" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_-4_m-XK4yDiIqMHL96ziwg" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_58_0924_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 58 (Sep./Okt. 2024)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Chronisch gesund</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);"></p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/chronisch-gesund-nr-58/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Sun, 01 Sep 2024 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Sekundäre Pflanzenstoffe - Unterschätzte Helfer für den Darm]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/sekundaere-pflanzenstoffe-helfer-fuer-den-darm</link><description><![CDATA[Dass ein intaktes Mikrobiom eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass unser Körper die guten Mikronährstoff e aufnimmt und die schlechten Erreger au ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_47h0ZMHmRCS4se4SmfMoNg" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_gJIv0i9zQg64q030bbNweg" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_p7BAnanNQsWcnr1t2N1ZUA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_MflJauyWRXewt4NQJbH92w" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_MflJauyWRXewt4NQJbH92w"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.11px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
                type:fullscreen,
                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2024/AdobeStock_740302558.jpeg" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_TZqr9-HPSx2Ll7rvu7lt7A" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><p style="text-align:left;"><strong>Dass ein intaktes Mikrobiom eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass unser Körper die guten Mikronährstoff e aufnimmt und die schlechten Erreger aussperrt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Auch dass die Ernährung hier eine sehr wichtige Rolle spielt. Die nützlichen Bakterien lieben besonders Obst und Gemüse. Aber nicht nur wegen der darin enthaltenen Ballaststoff e, sondern auch wegen der Sekundären Pflanzenstoffe. Denn auch sie haben wie viele Ballaststoffe eine prebiotische Wirkung, dienen also den Darmbakterien als Futter. Darüber hinaus wirken Sekundäre Pflanzenstoffe im Darm antioxidativ und antientzündlich.</strong></p></div>
</div><div data-element-id="elm_6oAXVfSOKZxrkQbTkuDbQw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_6oAXVfSOKZxrkQbTkuDbQw"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Metastudie identifiziert beste Pflanzenstoffe</span></h2></div>
<div data-element-id="elm_r-swjADfIl-Xa3SPDOaE5A" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Durch die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahrzehnten hin zu mehr Fastfood und Süßigkeiten anstatt Obst und Gemüse, ist die Ballaststoffaufnahme stark zurück gegangen. Im Durchschnitt sind es rund 20 Gramm pro Tag. Empfehlenswert wären laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) jedoch mindestens 30 Gramm. Die DGE empfiehlt zudem Erwachsenen mindestens 400 g Obst und Gemüse pro Tag zu verzehren, und zwar nicht nur für eine ideale Vitamin- bzw. Mineralstoff zufuhr, sondern auch wegen der enthaltenen Sekundären Pflanzenstoffe. Diese Substanzen schützen die Pflanzen vor widrigen Umwelteinflüssen und haben auch auf den menschlichen Organismus eine gesundheitsfördernde Wirkung. Neueste Studien belegen, dass Stoff e wie die Anthozyane aus roten Früchten, das Lycopin aus der Tomate, das OPC aus Äpfeln oder das Glucoraphanin aus Brokkoli einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. In ihrer Gesamtheit können sie antioxidativ, antimikrobiell, antithrombotisch und immunmodulierend wirken.</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_nL1OOEnj0MQfrRn9PpiCoQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_nL1OOEnj0MQfrRn9PpiCoQ"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="font-size:24px;">Bioaktive Pflanzenstoffe fördern&nbsp;<span style="color:inherit;">das Gleichgewicht im Darm</span></span></div></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_UyosIdaH67UGDgAChzojPw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Und auch das darmbasierte Immunsystem profitiert von der immunmodulierenden Funktion der Sekundären Pflanzenstoffe. Denn sie können, bei einer ausreichenden Zufuhr, das Darmgleichgewicht beeinflussen und eine präventive oder sogar therapeutische Wirkung ausüben. Darüber hinaus können Sekundäre Pflanzenstoffe Einfluss auf die Mikrobiota in Bezug auf Allergien, chronische oder kardiovaskuläre Erkrankungen, Zellveränderungen, den Energiestoffwechsel und den Appetit nehmen. So belegt beispielsweise eine Studie, dass bei einer regelmäßigen Aufnahme von Kakaoflavanolen die Barrierefunktion des Darms verbessert werden kann.&nbsp;</span></p><p><span style="color:inherit;"><br/></span></p><p><span style="color:inherit;">Im Schnitt schaff en es rund 90 bis 95 Prozent der Sekundären Pflanzenstoff e, unbeschadet im Dickdarm anzukommen. Was viele nicht wissen: Diese Pflanzenstoffe werden wie Ballaststoffe von den Darmbakterien als Futter genutzt und haben damit auch einen prebiotischen Effekt. Die aufgespalteten bioaktiven Substanzen gelangen dann über die Darmschleimhaut in die verschiedenen Gewebe, in denen sie ihre volle Wirkung entfalten können. Der Abbau dieser natürlichen Stoff e ist dabei besonders wertvoll für die Darmflora. Die dabei entstehenden kurzkettigen Fettsäuren versorgen die Darmschleimhaut mit Energie. Das ist deshalb besonders wichtig, weil die Darmzellen, die Enterozyten, zu den sich am häufigsten erneuernden Zellen gehören und daher besonders viel Energie benötigen. Zudem senken die kurzkettigen Fettsäuren den pH-Wert im Darm und machen es damit pathogenen Keimen schwerer, sich langfristig im Darm anzusiedeln.&nbsp;</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_v4EunXpbKSIxJGon9E5SaA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_v4EunXpbKSIxJGon9E5SaA"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Besonders wirksam: Zitrusflavonoide</span></h2></div>
<div data-element-id="elm_fqW9OWnAO1FsQtxM0vvrJw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Eine Gruppe von Sekundären Pflanzenstoff en ist in Bezug auf die Darmgesundheit offenbar ganz besonders zu empfehlen: Flavonoide aus Zitrusfrüchten wie Orangen und Zitronen. Dazu zählen das Hesperidin und Naringin. Es gibt mittlerweile Präparate für die Darmflora, die durch solche Flavonoidkomplexe ergänzt werden. Der Grund: Neueste Studien zeigen, dass sie im Darm eine antioxidative und antientzündliche Wirkung entfalten und auch die Darmbarriere stärken. So konnte unter anderem gezeigt werden, dass durch eine 12-wöchige Einnahme dieser Zitrusflavonoidkomplexe ein deutlich niedriger Wert des sogenannten „fäkalen Calprotectins“ gemessen werden konnte. Das Calprotectin ist ein Marker für eine Entzündung der Darmschleimhaut und eine hohe Pathogenbelastung im Darm. Auch die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat und Propionat konnte durch die Einnahme von Zitrusflavonoidkomplexen erhöht werden, wodurch wiederum die Darmbarriere gestärkt und Entzündungsprozessen entgegengewirkt wird.</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_SXcwJGCj497X5j_2Pt597w" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_SXcwJGCj497X5j_2Pt597w"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Schon ein Burger kann folgen haben</span></h2></div>
<div data-element-id="elm_CMo7IR7lmeoZxlDwmq_kMg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Wie wichtig es ist, Entzündungsprozesse im Darm einzudämmen, zeigt eine Untersuchung eines Wissenschaftlerteam aus Hamburg, die vor Kurzem im Fachmagazin Nature Immunology beschrieben wurde. So kann nämlich bereits eine kurzfristige Umstellung der Ernährung von normalem Essen auf Fast Food das Immunsystem beeinträchtigen und zu einer höheren Anfälligkeit für bakterielle Infektionen führen. Dafür reiche den Forschern zufolge bereits ein einziger Besuch im Fast Food Restaurant. Eine andere Studie von Forschern der Universität Pittsburgh, USA, hat gezeigt: 14 Tage fettreiche und ballaststoffarme Ernährung, die hauptsächlich aus Hamburgern, Wurst, Pommes frites und Süßigkeiten besteht, führt dazu, dass Entzündungswerte im Darm ansteigen.&nbsp;</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_NFaWLicin_UxIlsdhzI64w" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_NFaWLicin_UxIlsdhzI64w"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Bei der Wahl des Probiotikums auf Qualität achten</span></h2></div>
<div data-element-id="elm_27K67JGAt2qcu2zZdcD9Tw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="color:inherit;">Neben den Sekundären Pflanzenstoffen sind auch Probiotika eine gute Möglichkeit, die Darmflora zu unterstützen. Ein wichtiges Qualitätskriterium für Probiotika ist das ‚Multi-Species-Konzept‘. Man könnte es auch kurz mit dem Slogan ‚Viele Bakterienstämme für viele Anforderungen‘ beschreiben. Mittlerweile gibt es Darmflora-Präparate mit über 20 Stämmen. Wichtig ist auch eine hohe Dosierung, das heißt zwischen 24 und 160 Milliarden Milchsäurebakterien pro Tag. Gute Probiotika-Präparate zeichnen sich zudem dadurch aus, dass die ausgewählten Stämme eine überdurchschnittlich hohe Stabilität gegen unterschiedliche antibiotische Substanzen aufweisen und gut an der Darmschleimhaut anhaften. Optimal ist es, wenn die Bakterien durch eine säureresistente pflanzliche Cellulosekapsel gegen Magenund Gallensäure geschützt werden. Auch die Ergänzung mit B-Vitaminen ist sinnvoll, da diese das Wachstum der guten Bakterien im Darm fördern.&nbsp;</span></div><div><span style="color:inherit;"><br/></span></div><div><strong>Fazit: Für die Pflege einer gesunden Darmflora ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Ballaststoffen und fermentierten Lebensmitteln wichtig. Unterstützen lässt sich dies mit hochwertigen Vitalstoffkonzentraten, die einen standardisierten Anteil an Sekundären Pflanzenstoffen beinhalten und hochdosierten Darmflora-Präparaten, die idealerweise mit Sekundären Pflanzenstoffen kombiniert sind.</strong></div></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_AJQNNFw1jSMt4THN1ZvAkg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_33hJgXnEeCX99JtkZYW27A" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_55_0324_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 55 (März/April 2024)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">MCT-Öl</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">der extra Kick für Energie und Konzentration</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/mct-oel-nr-55/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Fri, 01 Mar 2024 00:00:00 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Psychobiotika - Milchsäurebakterien für die Psyche]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/psychobiotika</link><description><![CDATA[Dass es eine Verbindung zwischen unserer Psyche und unserem Darm gibt, war bisher wohl eher eine Vermutung als eine Gewissheit. Sätze wie „Damit habe ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_gkz57vtAR6-0wGRMLHVFjA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_hNH60LS5ToO-t6cDe0piiQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_WGtjJFVeTk69l1rm-pY8zg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_YHVapv0cQ0yqIyrSpZSCmw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Dass es eine Verbindung zwischen unserer Psyche und unserem Darm gibt, war bisher wohl eher eine Vermutung als eine Gewissheit. Sätze wie „Damit habe ich Bauchschmerzen“, Davor habe ich schiss“ oder „Bei der Sache habe ich ein komisches Bauchgefühl“ deuten darauf hin, dass es diese Darm-Hirn-Achse irgendwie geben muss. Aber ist das auch wissenschaftlich belegt? In der Tat besteht zwischen dem Darm und dem Gehirn eine enge Verbindung.</strong></p><h2>Schaltzentrale &quot;Darmhirn&quot;</h2><p>Der Darm wird von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt, welche die Darmmuskulatur steuern und den Transport der Nahrung gewährleisten. Diese Nerven werden umgangssprachlich auch oft als „Darmhirn“ bezeichnet. 90 Prozent der Informationen verlaufen vom Darmhirn in die Schaltzentrale im Kopf, aber nur zehn Prozent in umgekehrter Richtung. Dies geschieht zum einen über Nervenverbindungen im Rückenmark und zum anderen über den zehnten Hirnnerv, den Nervus vagus, der vom Hirnstamm zum Verdauungsapparat verläuft und an vielen Regulationsvorgängen im Gastrointestinal-Trakt beteiligt ist. </p><h2>Darmflora - Ursache oder Folge psychischer Erkrankungen?</h2><p>Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, auch unserer Darmflora, dem Mikrobiom, eine Bedeutung für die psychische Gesundheit zu unterstellen und folgerichtig eine Behandlung psychischer Erkrankungen mit Probiotika, also Präparaten mit Milchsäurebakterie oder Hefen, zu unterstützen. Die Forschung hierzu steht allerdings noch ganz am Anfang – und ist sich sogar noch nicht einmal einig darüber, ob im Hinblick auf psychiatrische Erkrankungen zuerst die Erkrankung oder zuerst eine Störung der Darmflora vorlag. Diese könnte sowohl für das Risiko der Erkrankung als auch für deren Schwere verantwortlich sein. Ebenso gut könnten eine psychische Erkrankung und der dadurch ausgelöste Stress aber auch Auslöser einer Veränderung der Darmflora sein. Denkbar ist auch, dass dieselben Risikofaktoren aus der Umwelt (wie u.a. eine schlechte Ernährung) sowohl die Gesundheit des Darmes als auch des Gehirns beeinträchtigen. </p><h2>Zusammenhang von Störungen des Darms und der Psyche </h2><p>Tatsächlich ist durch eine Vielzahl von Studien belegt, dass eine Störung der Darm-Hirn-Achse mit neuropsychologischen Erkrankungen – aber auch mit dem Auftreten des Reizdarms – verbunden ist. Die Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen dem Darm und dem Gehirn. In der Wissenschaft ist man zunehmend davon überzeugt, dass die große Ansammlung von Mikroorganismen im Darm einen großen Einfluss auf den Gemütszustand hat. So kann ein verändertes Mikrobiom zu neuropsychologischen Störungen, einschließlich Depressionen und Autismus-Störungen führen. Insbesondere Depressionen werden neuerdings mit einer Störung des Mikrobioms in Verbindung gebracht. In Tierversuchen führte die Manipulation der Darmflora zu einem ängstlichen oder depressiven Verhalten. In einem Versuch ließ sich ein solches ängstliches Verhalten sogar über die Darmflora auf ein anderes Tier übertragen! Als Ursache werden entzündliche Prozesse vermutet, bei denen der Darm offenbar eine wichtige Mittlerfunktion innehat. </p><h2>Können Probiotika helfen? </h2><p>Die grundlegende Erkenntnis, dass im Rahmen der Darm-Hirn-Achse ein Zusammenhang zwischen einer Störung der Darmflora und neuropsychiatrischen Erkrankungen besteht, ist sehr neu. Deshalb kann zu diesem Zeitpunkt natürlich auch noch keine endgültige Aussage darüber getroffen werden, ob Probiotika bei diesen Krankheitsbildern eine positive Wirkung entfalten können, auch wenn einige Forscher bereits euphorisch von „Psychobiotika“ sprechen. Damit sind probiotische Bakterienstämme gemeint, die in der Lage sind, direkt auf die Darm-Gehirn-Achse zu wirken. Bis solche konkreten Bakterienstämme tatsächlich identifiziert sein werden, sollte man auf hochwertige Breitbandprobiotika setzen, wenn man seine Psyche über die Darmflora unterstützen möchte. Das sind Präparate mit Milchsäurebakterien, die mit einer hohen Dosierung (über 100 Milliarden/Tag) und einer umfangreichen Zahl an Stämmen einer die psychische Erkrankung auslösende Störung der Darmflora gezielt entgegenwirken.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_gd7Lp75KlBQTNK-X7_mQXA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Wed, 01 Mar 2023 00:00:00 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Wenn die Müdigkeit zur Erschöpfung wird]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/wenn-die-muedigkeit-zur-erschoepfung-wird</link><description><![CDATA[Immer mehr Menschen leiden unter einer Müdigkeit, die über das ‘normale’ Maß hinausgeht. Viele fühlen sich ausgelaugt, körperlich und geistig müde – s ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_HvkfIHZlSLu8-FpQJboHQA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_-jDH-KGCR4iaK56UESDC1Q" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_sEJqbL3DR4imtpV5TBMEZA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-12 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_omwOVZzwQ06uOotGNJBiVQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><div><p><strong>Immer mehr Menschen leiden unter einer Müdigkeit, die über das ‘normale’ Maß hinausgeht. Viele fühlen sich ausgelaugt, körperlich und geistig müde – sie sind erschöpft bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Bis wann ist Müdigkeit eigentlich harmlos und ab wann wird sie behandlungsbedürftig?</strong></p><h2>Abgrenzung zwischen Müdigkeit und Erschöpfung</h2><p>Müdigkeit ist zunächst einmal ein natürliches Signal des Körpers, um uns zu zeigen, dass wir eine Ruhephase mit ausreichendem Schlaf benötigen, damit sich die Zellen und Organe wieder erholen und regenerieren. Zwar ruhen diese nachts nicht komplett, aber sie senken ihre Leistung ab, damit am Tag das Gehirn, das Herz- Kreislauf-System und der Verdauungstrakt wieder voll funktions- und leistungsfähig sind. Typische Zeichen einer ‘normalen’ Müdigkeit sind Gähnen, geringere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, verlangsamte Reaktionsfähigkeit bis hin zum kurzen Einnicken. </p><p>Die Erschöpfung hingegen geht erst aus einer anhaltenden Müdigkeit über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten hervor und schreitet meist schleichend voran. Erste Anzeichen sind eine ständige Antriebslosigkeit oder auch Unlust, verringerte körperliche und/oder geistige Leistungsfähigkeit und eine eingeschränkte Konzentration. Im weiteren Verlauf entstehen Schlafprobleme, die Reizbarkeit steigt, die Libido sinkt, auch Schmerzen, Gehirnnebel und Depressionen begleiten die Betroffenen vermehrt. Das Infektionsrisiko steigt an. Der Leidensdruck ist oft enorm.</p><h2>Ursachenermittlung</h2><p>Eine über Monate zunehmende und belastende Müdigkeit kann auf dem Nährboden von vielen Faktoren entstehen. Es gab selten so ein großes Stressgeschehen wie in den letzten Jahren: die gesellschaftliche Entwicklung mit der ständigen Erreichbarkeit, dem Leistungs- und Zeitdruck sowie all den negativen Medienmitteilungen. Zudem können Existenzängste, ein verschobener Tag-Nacht-Rhythmus, Bewegungsmangel, ungesundes Essverhalten, aber auch Viren, Bakterien, Parasiten oder Giftstoffe den Organismus an seine Grenzen bringen. Wenn solche Belastungssituationen vom Betroffenen nicht mehr ausgeglichen werden können, entsteht eine Dysbalance im Körper. Und dieser chronische Stress steuert den Körper langsam, aber sicher in den Erschöpfungszustand hinein. Meist führt das dann zu einer Fehlfunktion des Immun-, Hormon- und/oder Nervensystems. Auch Wohlstandserkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Hirnleistungsstörungen wie Alzheimer oder Demenz und Mineral- oder Vitalstoffdefizite können zu ausgeprägten Erschöpfungssymptomatiken führen.<br><br>Eine weitere mögliche Ursache von Erschöpfungszuständen können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sein. Sie vermindern die Vitamin- und Nährstoffaufnahme im Dünndarm und schwächen so das gesamte Immunabwehrsystem, da sich hier die größte Ansammlung von Immunzellen befindet. Die zentrale Aufgabe des darmassoziierten Immunsystems (GALT) ist es, krankmachende Erreger abzuwehren. Eine gesunde Darmmikrobiota sorgt für ein starkes Immunabwehrsystem, welches wiederum (stille) Entzündungen im Körper senken kann und dies die mitochondriale Funktion in der Zelle stützt. Stress in der Zelle bedeutet jedoch Energiereserven aufzubrauchen und bringt Aufruhr im gesamten Organismus. Ist diese Immunmodulation nicht gegeben, ist der Mensch empfänglich für Erkrankungen und viele postinfektiöse Geschehnisse wie z. B. beim Pfeifferschen Drüsenfieber (EBV), Post-Covid- Syndrom oder dem Chronic Fatigue Syndrom (CFS). <br><br>Um chronische Erschöpfung richtig behandeln zu können, sollte zunächst abgeklärt werden, welche Ursachen in Frage kommen könnten. Dazu können Blutuntersuchungen ausgewertet, ein Ernährungs- und Schlafprotokoll erstellt und je nach Symptomatik auch weitere schulmedizinische Abklärungen erforderlich werden. So kann zum Beispiel eine Stuhluntersuchung mit dem Fokus auf die Darmflora sinnvoll sein.</p><h2>Präventive Aspekte</h2><p>Wer sich oft müde und schlapp fühlt, sollte zunächst präventive Strategien anwenden, um die Situation zu verbessern oder zumindest das Risiko zu vermindern, dass der Erschöpfungszustand sich verfestigt. Wichtig ist zum Beispiel, eine adäquate Trinkmenge, eine ausgewogene, regionale, saisonale Ernährung ohne Zusatzstoffe, um eine optimale Mikronährstoffversorgung zu gewährleisten sowie eine moderate körperliche Aktivität zur Förderung der Zellatmung. Entspannungstechniken können helfen, dem Zellstress entgegenzuwirken. Und besonders wichtig ist natürlich die Schlafhygiene zu beachten, d. h. genügend zu schlafen und vor allem den Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten.</p><h2>Mögliche Therapien</h2><p>Abhängig von den möglichen Ursachen sollte mit einem Therapeuten ein individuell angepasstes Konzept entwickelt werden, das die Aspekte Ernährung, Trinkverhalten, Bewegung und Schlafhygiene berücksichtigt. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist ein ausgeglichenes Darmmikrobiom. Hier sollte die Darmflora im Rahmen einer Darmsanierung mit Ballaststoffen und hochwertigen Probiotika (wieder) ins Gleichgewicht gebracht werden. Zu empfehlen sind Präparate, bei denen verschiedene Milchsäurebakterienstämme (Lactobazillen und Bifidusbakterien) in hoher Dosierung (ca. 140 Milliarden/Tag) vorliegen. </p><p>Auch ein Nährstoffdefizit, d. h. ein Vitamin-, Mineralstoff- oder Spurenelemente-Mangel, sollte über hochwertige Vitalstoffpräparate aufgefüllt werden. Hier eignet sich besonders die Gabe von Enzym-Hefezellen, weil diese sehr gut bioverfügbar sind und die notwendigen Baustoffe zum Aufbau und zur Regeneration der mitochondrialen Funktion der Zelle liefern können. Nur durch ein wirkungsvolles Aufbau- und Kräftigungsmittel kann das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit wieder verbessert werden und die Zellen vor weiterem Stressgeschehen geschützt werden. An pflanzlichen Wirkstoffen sind der stressmildernde Schlafbeerenwurzelextrakt (Ashwagandha) oder theaninhaltiger Grünteeextrakt zu empfehlen. Kommen bei Erschöpfungszuständen noch depressive Verstimmungen hinzu, können Extrakte mit Safran und Rhodiola ergänzt werden.</p></div></div>
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Im Vergleich zu unserer Außenhaut, die nur eine Fläche von ca. zwei Quadratmetern hat, stellt die Darmschleimhaut nämlich mit ihren 400 m2 Oberfläche den größten Kontakt zur Umwelt dar. Die Darmschleimhaut kann dadurch nicht nur die lebenswichtigen Nährstoffe und Energielieferanten in großen Mengen aufnehmen, sie kommt auch mit zahlreichen Fremdstoffen und Krankheitserregern in Kontakt. Für Nährstoffe muss sie durchlässig sein – das Eindringen von Schadstoffen muss sie hingegen verhindern. Daher beherbergt unser Darm auch fast 80 Prozent aller Immunzellen.</p><p>Dies zeigt, wie wichtig eine gesunde Darmschleimhaut für die Gesundheit des gesamten Körpers ist. Hinzu kommt, dass unser Darm von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt wird, welche die Darmmuskulatur steuern und den Transport der Nahrung gewährleisten. Daher werden sie auch als „Darmhirn“ bezeichnet. 90 Prozent der Informationen verlaufen vom Darmhirn in die Schaltzentrale im Kopf, aber nur zehn Prozent in umgekehrter Richtung. Dies geschieht zum einen über Nervenverbindungen im Rückenmark und zum anderen über den zehnten Hirnnerv, den Nervus vagus, der vom Hirnstamm zum Verdauungsapparat verläuft und an vielen Regulationsvorgängen im Gastrointestinal- Trakt beteiligt ist. </p><p>Bei dieser engen Verbindung und dem intensiven Informationsaustausch zwischen dem Darm und dem Gehirn spricht man von der sogenannten Darm-Hirn-Achse. Kein Wunder also, dass kein anderes Organ so sensibel auf Gefühle oder Stress reagiert wie unser Verdauungsapparat. Er beeinflusst die Gesundheit unseres gesamten Organismus. Viele Menschen leiden unter einem so genannten Reizdarm. Sie haben Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Oft verbergen sich dahinter Probleme und Schwierigkeiten, die erst einmal „verdaut“ werden müssen.</p><h3>Bakterienvielfalt minimiert Risiko</h3><p>Der Darm kann auch Auslöser von Entzündungszuständen im Körper und Gehirn sein. Man hat nämlich festgestellt, dass ein verändertes Mikrobiom und ein Reizdarm oft mit psychischen Problemen wie Depressionen und Autismus-Störungen aber auch neurodegenerativen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer einhergeht. So ist die Bakterienvielfalt bei vielen Multiple-Sklerose- Erkrankten deutlich geringer als bei gesunden Menschen. Dieser Mangel an Bakterien ist problematisch, da diese die kurzkettige Fettsäure Propion produzieren, die bestimmte Immunzellen im Gehirn beeinflusst, die an der Entstehung und dem Verlauf der Multiplen Sklerose beteiligt sind. Die Immunzellen funktionieren nur, wenn die Darmbakterien genügend Propion aus der Nahrung freisetzen. Die Zusammenhänge zwischen Darmflora und Erkrankungen von Psyche und Nerven konnten bereits an Studien mit Mäusen nachgewiesen werden. So entwickelten zum Beispiel Mäuse, die Kot von ängstlichen Mäusen transplantiert bekamen, selbst ein stärker ausgeprägtes ängstliches Verhalten.</p><h3>Entscheidende Rolle der Ernährung</h3><p>Eine entscheidende Strategie zur Reduzierung des Risikos für Erkrankungen von Psyche und Nerven ist eine darmflorafreundliche Ernährung. Dazu gehören natürlich an erster Stelle probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kimchi, Sauerkraut oder Kombucha. Zudem sollten die Mahlzeiten möglichst wenige Kohlenhydrate und nur hochwertiges Fett mit viel Omega-3-Fettsäuren enthalten. Aber keine Angst, auch Schokolade, Wein und Kaffee sind wegen der enthaltenen wichtigen sekundären Pflanzenstoffe in Maßen erlaubt. Besonders wichtig für die Darmflora sind auch prebiotische Ballaststoffe, die das Futter für die Darmbakterien darstellen und so für die Produktion der wichtigen kurzkettigen Fettsäuren sorgen. Diese wiederum liefern der Darmschleimhaut Energie. Besonders gutes Hirnfutter stellen zuckerarme Obstsorten und Gemüse, Kräuter und Gewürze sowie proteinreiche Nahrungsmittel dar.</p><h3>Unterstützung durch Probiotika</h3><p>Viele Menschen nutzen darüber hinaus auch Probiotika zur Unterstützung ihrer Darmflora. Aber können diese Präparate mit Milchsäurebakterien oder medizinischen Hefen auch bei psychischen oder neurodegenerativen Erkrankungen helfen? Der konkrete Einsatz von Probiotika bei psychischen Erkrankungen ist ein relativ neues Forschungsgebiet. Weil aber viele dieser Erkrankungen mit Darmproblemen einhergehen, wird immer stärker nach Probiotika geforscht, die hier hilfreich sein könnten. Bisher gibt es zu diesem Thema vorwiegend Tierversuche. So konnten bei Mäusen das Stressverhalten und die Gedächtnisleistung durch die Gabe von Probiotika verbessert werden. Auch am Menschen gibt es erste Untersuchungen, die zuversichtlich stimmen: In einer iranischen Studie mit Arbeitern auf einer Bohrinsel konnten positive</p><p>Ergebnisse bei Depressionen festgestellt werden. Vor dem Hintergrund dieser neuesten Erkenntnisse sprechen Forscher bereits euphorisch von „Psychobiotika“, also probiotischen Bakterienstämmen, die in der Lage sind, neuroaktive Substanzen wie beispielsweise Gamma-Aminobuttersäure und Serotonin zu produzieren und bereitzustellen, die direkt auf die Darm-Gehirn-Achse wirken. Bis derartige Stämme identifiziert sein werden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, seine Ernährung mit Milchsäurebakterien zu ergänzen, um die Darmflora zu unterstützen.</p><p>Wichtig bei der Wahl des Präparats ist eine sorgfältige Auswahl sicherer, genetisch charakterisierter Stämme, und dass nicht womöglich Stämme kombiniert werden, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen. Diese sollten eine überdurchschnittlich hohe Stabilität gegen unterschiedliche antibiotische Substanzen aufweisen, gut an der Darmschleimhaut anhaften und durch eine säureresistente Kapsel geschützt</p><p>sein. Entscheidend ist eine hohe Dosierung mit mindestens 100 Milliarden Bakterien pro Tagesdosis</p><p>(z. B. Darmflora plus select intensiv von Dr. Wolz). Denn viele Probiotika können den Darm nicht ausreichend besiedeln, weil sie in einer zu geringen Dosierung vorliegen oder durch Magen- und Gallensäure abgetötet werden.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_LRh99ucs3XJlE15S4j578w" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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Für die Funktionalität u ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_Rh430x3JREyrbRiknUcrFg" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_cdoeLvseTqyborPkGd4Y3A" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_6jY52QCyRxaccLV-jpUbDQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_ub5m8McwT0iR87W021ZIwg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><h2>Prophylaxe und Therapie mit Probiotika</h2><p>Aufgabe unseres Immunsystems ist der Schutz und Erhalt der biologischen Individualität. Für die Funktionalität unseres Immunsystems ist dabei ein gesunder, intakter und leistungsfähiger Darmtrakt unabdingbar. Schließlich sind 70 bis 80 Prozent aller aktiven Immunzellen im Darm angesiedelt, sodass es das größte Immunsystem des Menschen darstellt. Ohne Signale aus der Darmflora, auch intestinale Mikrobiota genannt, können die für die Erkennung von Fremdem und der Initiierung der Immunantwort verantwortlichen Immunzellen nicht aktiv werden. Fehlfunktionen des Immunsystems entstehen nicht selten durch Störungen dieser Mikrobiota, deren Aufbau, Entwicklung und Vielfalt sich dem Alter und der Lebenssituation anpassen. So sollte jeder, der etwas für seine Immunabwehr tun möchte unbedingt seinen Darm im Blick haben, umso den größtmöglichen Schutz der eigenen Abwehr zu gewährleisten.</p><p>Die Funktion der intestinalen Mikrobiota liegt in einer wichtigen Abwehrbarriere gegen krankmachende Darmkeime, sie hemmt das Wachstum dieser Keime. Denn durch den Verbrauch von Sauerstoff nehmen die in der gesunden Mikrobiota lebenden rund 500 verschiedenen Bakterienarten schädlichen Bakterien die Lebensgrundlage. Zudem besetzt eine gesunde Darmflora deren Lebensraum und verhindert so, dass schädliche Bakterien sich im Darm ansiedeln können.</p><p>Die intestinale Mikrobiota hat daneben noch Stoffwechselfunktionen, trainiert die Immunzellen und moduliert die Darm-Hirn-Achse.</p><h2>Störung der intestinalen Mikrobiota</h2><p>Eine Veränderung oder Störung geschiehtdurch Ernährungsfehler, den Lebensstil (Stress, Rauchen, Reisen), aber besonders durch Medikamenteneinnahme, hier insbesondere Antibiotika. Diese stören den physiologischen Schutzmechanismus der Darmschleimhaut gegenüber Krankheitserregern. So führen Antibiotika unerwünschter Weise auch zu Veränderungen, welche die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten lässt. Ist beispielsweise die Anzahl der Milchsäurebakterien dezimiert, können sie den pH-Wert im Darm nicht mehr leicht sauer halten und keine ausreichende Barriere für schädliche Eindringlinge bilden. Leicht wird der Betroffene anfällig für die unterschiedlichsten Krankheiten. Eine Antibiotikaeinnahme verschiebt die Bakteriendiversität in der Darmflora und begünstigt somit das ungehemmte Wachstum unerwünschter Bakterienarten, wodurch Entzündungen entstehen können, die Durchfallerkrankungen zur Folge haben.</p><h2>Unterstützung durch Probiotika</h2><p>Für den Schutz und die Wiederherstellung einer stabilen Darmflora empfiehlt sich eine Therapie mit sogenannten Probiotika, also Präparaten mit Milchsäurebakterien oder bioaktiven Hefestämmen. Sie stärken die Barrierefunktion, modulieren das Immunsystem, hemmen die Invasion pathogener Keime und wirken antientzündlich. Ihr prophylaktischer und therapeutischer Einsatz ist nicht nur bei Erkrankungen des Darmes wie Reizdarm, Verstopfung oder entzündlichen Veränderungen angezeigt. Auch bei Hautkrankheiten, Stoffwechselstörungen (z. B. Laktose-Malabsorption), Diabetes mellitus und Urogenitalinfektionen haben Studien positive Ergebnisse gezeigt. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, müssen Probiotika allerdings auch in ausreichender Zahl als lebende Mikroorganismen den Gastrointestinaltrakt erreichen. Dies gewährleisten Präparate mit hohen Dosierungen, also zum Beispiel 24 Milliarden pro Tagesdosis, die durch eine säureresistente Kapselhülle geschützt sind. Sinnvoll ist es auch, sogenannte Multi-Species-Präparate zu wählen, also solche, die mehrere Bakterienstämme enthalten, die in verschiedenen Darmabschnitten aktiv werden und sich auch gegenseitig positiv beeinflussen.</p><h2>Das Bifidobacterium lactis BI-04</h2><p>Beispiel für einen lebenden Milchsäurebakterienstamm ist das Bifidobacterium lactis Bl-04. Studien zufolge steigert er die Produktion von Antikörpern (Immunglobulinen) und sorgt so für eine schnellere Immunantwort des Körpers. Zudem hat sich gezeigt, dass Menschen, denen dieser Stamm verabreicht wurde, besser mit Rhinoviren, also den Viren, die den berüchtigten Schnupfen verursachen, fertig wurden. Daher gilt das Bifidobacterium lactis Bl-04 als ein nützlicher Stamm, zur Verringerung des Infektionsrisikos der oberen Atemwege.</p><h2>Der Lactobacillus paracasei MCC1849</h2><p>Nicht nur lebende sondern auch bestimmte inaktivierte Milchsäurebakterien unterstützen das Immunsystem. Beispielhaft sei hier der Lactobacillus paracasei MCC1849 genannt. Tierversuche ergaben, dass oral verabreichtes MCC1849 die Produktion von Antikörpern fördert, die für die Abwehr von krankmachenden Keimen im Darm, im Blut und in der Lunge zuständig sind. Auf dieser Basis führte man mehrere doppelblinde, placebo-kontrollierte Humanstudien mit diesem inaktivierten Lactobacillus-Stamm durch. Es zeigte sich, dass L. paracasei MCC1849 das Potenzial hat, die Resistenz gegen Erkältungsinfektionen bei anfälligen Personen zu verbessern. Zudem wirkte der L. paracasei MCC1849 Abgeschlagenheit entgegen und hielt einen wünschenswerten Stimmungszustand auch unter psychischen Stressbedingungen aufrecht. Dies ist als Hinweis auf die für immer mehr Interesse sorgende Mikrobiota – Darm-Hirn-Achse – zu verstehen. </p><p>Auch bei älteren Menschen scheint dieser Stamm eine besondere Wertigkeit zu haben. Es ist bekannt, dass die Erfolgsrate der Grippeimpfungen bei älteren Menschen leider oft nicht derjenigen bei Jüngeren entspricht. Hintergrund ist, dass die Menge der im Thymus gebildeten Abwehrzellen im Laufe des Lebens abnimmt. Dieses Defizit kann der Lactobacillus paracasei MCC1849 ausgleichen. So profitierten bei einer Untersuchung an Bewohnern von Pflegeheimen besonders die über 85-Jährigen von der Einnahme dieses probiotischen Stammes: Bei ihnen war die entsprechende Antikörperbildung nach einer Grippeimpfung signifikant höher als bei der Placebogruppe.</p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Milchsäurebakterien (Bifido- und Lactobacillen) sind unsere wertvollen Begleiter:</p><ul><li>beruhigen die Schleimhaut, wenn sie gereizt ist</li><li>regen den Stoffwechsel und die Bildung/Regeneration der gesunden Darmschleimhaut an</li><li>wirken gegen Fremdkeime</li><li>dämpfen Stress (Darm-Hirn-Achse)</li><li>wirken antientzündlich und antiviral</li><li>stärken unser Immunsystem</li></ul></div></div>
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Je besser unsere Immunabwehr ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_hlXzB0mtQOaHc3vENGfaWg" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_GNrt1hV0Tm-8FwjfF8twJQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_KQvmodVrRFm7ex6VwkkUgw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_OAeP-u1TSgOD47cHuQ4IYg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p>Ein abwehrstarkes Immunsystem ist nicht nur in Zeiten der Coronavirus-Pandemie eine wichtige Basis für unsere Gesundheit. Je besser unsere Immunabwehr gewappnet ist, desto eher kann unser Körper mit Krankheitserregern fertig werden. Was vielen noch nicht so bewusst ist: Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man ganz gezielt dazu beitragen, dass das Immunsystem gut funktioniert. Sowohl bei einer mangelnden Versorgung als auch bei einer verminderten Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen bioaktiven Substanzen im Magen-Darmtrakt lässt das Immunsystem nach. Anzeichen dafür sind Müdigkeit, anhaltendes Schwächegefühl oder Antriebslosigkeit.</p><h2>Sekundäre Pflanzenstoffe wirken gegen Erreger</h2><p>Zu einer ausgewogenen Ernährung im Sinne einer optimalen Mikronährstoffversorgung des Immunsystems gehört ein angemessener Verzehr von Obst und Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf faustgroße Portionen pro Tag. Da diese Empfehlung in der Realität nur schwer umzusetzen ist, sind Nahrungsergänzungen zu empfehlen, die sekundäre Pflanzeninhaltstoffe wie Anthocyane, Catechine, Isoflavone und Lignane einschließlich der damit verbundenen Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Wichtig ist, dass sie in ihrer Grundmatrix und natürlichen Komposition und Vielfalt als bioaktive Naturstoffe dem Konzentrat beigefügt werden. Die konkrete Menge der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sollte auf der Verpackung exakt ausgewiesen sein.</p><p>Sekundäre Pflanzeninhaltstoffe schützen die Pflanzen vor Sonne und Fraßfeinden, für uns Menschen sind sie die natürlichen Schutzfaktoren unseres Immunsystems. Sie haben nämlich antioxidative und antientzündliche Effekte und können sowohl den Eintritt von Viren in die Zellen als auch die Vermehrung der Viren in den Zellen hemmen. So konnte zum Beispiel der in Brokkoli und Apfel vorkommende gelbe Pflanzenfarbstoff Quercetin im Zellversuch bestimmte Grippeviren hemmen. Anthocyane, die roten Farbstoffe aus Beeren, wirken gegen gramnegative bakterielle Erreger wie Salmonellen, Escherichia coli oder Helicobacter pylori. Grampositive Keime wie Staphylokokken oder Listerien werden dagegen durch Proanthocyanidine, zum Beispiel OPC aus Äpfeln, und den unter anderem in grünem Tee vorkommenden Catechinen gehemmt. Auch der aus der Kurkumaknolle stammende sekundäre Pflanzenstoff Curcumin hat wegen seiner antientzündlichen Eigenschaften eine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem. Neuere Studien zeigten, dass Curcumin auch die Bildung von immunologischen Schutzfaktoren gegen Krankheitserreger fördert. Die Qualität entsprechender Produkte orientiert sich dabei an der besonders hohen Bioverfügbarkeit von Curcumin.<br/></p><p>Ein weiterer immunstärkender Pflanzenstoff ist das Sulforaphan aus dem Brokkoli, das die Aktivität der natürlichen Killerzellen steigert.</p><h2>Pre- und Probiotika unterstützen die Darmschleimhaut</h2><p>Auch fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder frisches Sauerkraut ergänzen und unterstützen die Darmflora, die in unserem größten Immunorgan, dem Darm, einen wichtigen Teil der Abwehr übernimmt, indem sie auf der Darmschleimhaut eine Schicht bildet. Durch diese Besetzung des Lebensraums und den Sauerstoffverbrauch verhindert sie, dass schädliche Bakterien sich an der Darmwand ansiedeln können und gar in andere Organe gelangen und dort Schaden anrichten. Einen besonderen Schutz bieten dabei Bifidobakterien und Laktobazillen der Stämme acidophilus, rhamnosus und reuteri, die als Probiotika erhältlich sind. Für eine Immun-Kur eignen sich am besten qualitativ hochwertige Präparate, die mindestes 45 Milliarden Milchsäurebakterien pro Tagesdosis enthalten. Auch fermentierte Hefekonzentrate sind für das Immunsystem hilfreich. Die probiotischen Hefepilze fördern nicht nur das Mikrobiom, sie enthalten in ihren Zellwänden auch sogenannte Beta-1,3/1,6- Glucane. Diese speziellen Kohlenhydrate wurden am gründlichsten wissenschaftlich untersucht und haben die größte Wirksamkeit. Sie wirken unmittelbar auf die zentralen Schaltstellen unseres Immunsystems und sind grundsätzlich für jeden geeignet, der sein Immunsystem stärken möchte, weil er zum Beispiel täglichem Stress ausgesetzt ist oder den Alterungsprozess aufhalten möchte.</p><h2>Colostrum versorgt den Körpermit Antikörpern</h2><p>Abschließend sei hier noch Colostrum als sinnvolle Unterstützung des Immunsystems erwähnt. Dabei handelt es sich um die Erstmilch von Säugetieren, mit der die Mutter das Neugeborene mit ihrer Immunkraft versorgt. Colostrum ist ein hochkomplexes Gemisch von Immun- und Wachstumsfaktoren. Die darin enthaltenen Immunglobuline schützen gegen eine Vielzahl von Erregern. Dazu gehören bakterielle Erreger wie Escherichia coli oder Clostridium difficile genauso wie Viren, wie zum Beispiel Rotavirus, Herpes Simplex oder Respiratory syncytical virus (RS-Virus), der Bronchitis oder Pneumonien verursacht. In der Colostralmilch der Kuh sind diese Immunstoffe in 40-fach höherer Konzentration enthalten als im menschlichen Colostrum. Da diese Immunfaktoren auf andere Spezies übertragbar sind, schützen sie auch Menschen – ein insbesondere in Zeiten hoher Gefährdung durch Viruserkrankungen wichtiger Aspekt. Entsprechende Präparate sind in Pulver- oder Kapselform erhältlich.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_xZPofupC2x3H0_xiC5Wepw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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Denn aufgrund seiner großen Oberfläche, ähnlich der eines Tennisplatzes, kommt er mit einer Vielzahl von Fremdstoffen und Krankheitserregern in Kontakt. Wird die Zahl der nützlichen Darmbakterien zum Beispiel durch Stress, falsche Ernährung oder Antibiotika-Einnahme verringert, verliert er seine Schutzfunktion gegenüber unerwünschten Eindringlingen. Die Folge: Bakterien, Viren, Pilze oder Pollen können leicht in den Körper gelangen und unser Immunsystem überfordern. Wichtig ist daher eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen – aber auch Sekundären Pflanzenstoffen. </p><h2>Vitalstoffe aufnehmen – Erreger aussperren </h2><p>Damit unser Körper die guten Mikronährstoffe aufnimmt und die schlechten Erreger aussperrt, ist er auf eine intakte Darmflora angewiesen. Hier spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Während Fastfood und Süßigkeiten den schlechten Bakterien helfen, lieben die nützlichen Bakterien besonders Ballaststoffe sowie Obst und Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt Erwachsenen mindestens 650 g Obst und Gemüse pro Tag zu verzehren. Dabei zielt diese Empfehlung nicht nur auf eine ideale Vitamin- bzw. Mineralstoffzufuhr ab, sondern im Besonderen auf die enthaltenen Sekundären Pflanzenstoffe. Diese Substanzen schützen die Pflanzen vor widrigen Umwelteinflüssen und haben auch auf den menschlichen Organismus eine gesundheitsfördernde Wirkung, wie die DGE erklärt. Neueste Studien belegen, dass Stoffe wie die Anthozyane aus roten Früchten, das Lycopin aus der Tomate, das OPC aus Äpfeln oder das Glucoraphanin aus Brokkoli einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. In ihrer Gesamtheit können sie antioxidativ, antimikrobiell, antithrombotisch und immunmodulierend wirken. </p><h2>Natürliches Darmgleichgewicht dank bioaktiver Pflanzenstoffe</h2><p>Besonders das darmbasierte Immunsystem profitiert von der immunmodulierenden Funktion der Sekundären Pflanzenstoffe. Denn sie können, bei einer ausreichenden Zufuhr, das Darmgleichgewicht beeinflussen und eine präventive oder sogar therapeutische Wirkung ausüben. Darüber hinaus können Sekundäre Pflanzenstoffe Einfluss auf die Mikrobiota in Bezug auf Allergien, chronische oder kardiovaskuläre Erkrankungen, Zellveränderungen, den Energiestoffwechsel und den Appetit nehmen. So belegt beispielsweise eine Studie, dass bei einer regelmäßigen Aufnahme von Kakaoflavanolen die Barrierefunktion des Darms verbessert werden kann.</p><h2>Besonders effektiv im Dickdarm</h2><p>Im Schnitt schaffen es rund 90 bis 95 Prozent der Sekundären Pflanzenstoffe unbeschadet im Dickdarm anzukommen. Was viele nicht wissen: diese Pflanzenstoffe werden wie Ballaststoffe von den Darmbakterien als Futter genutzt und haben damit auch einen präbiotischen Effekt. Die aufgespalteten bioaktiven Substanzen gelangen dann über die Darmschleimhaut in die verschiedenen Gewebe, in denen sie ihre volle Wirkung entfalten können. Der Abbau dieser natürlichen Stoffe ist dabei besonders wertvoll für die Darmflora. Die dabei entstehenden kurzkettigen Fettsäuren versorgen die Darmschleimhaut mit Energie und können den pHWert im Darm senken. Damit haben es pathogene Keime schwerer, sich langfristig im Darm anzusiedeln.</p><h2>Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an</h2><p>Um die Sekundären Pflanzenstoffe vollständig ausnutzen zu können, ist neben einer hohen Konzentration der bioaktiven Substanzen, die richtige Zusammensetzung entscheidend. Denn nur wenn die Stoffe in ihrer natürlichen Matrix erhalten bleiben, können sie ideal auf den Organismus wirken. Beim Kauf eines Vitalstoffkonzentrats sollte man daher immer auf die Inhaltstoffe achten. Idealerweise sind die verschiedenen Sekundären Pflanzenstoffe in ihren enthaltenen Mengen auf der Verpackung aufgeschlüsselt. Denn nur dann kann man sicher sein, dass das Präparat auch wirklich hält, was es verspricht. Dabei sind die Naturstoffkonzentrate nicht nur bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung empfehlenswert, sondern auch bei einer Darmsanierung der beste Begleiter. </p><h2>Probiotika und sekundäre Pflanzenstoffe gemeinsam stark </h2><p>Neben ausreichend Ballast- und Sekundären Pflanzenstoffen kann das Mikrobiom auch mit sogenannten Probiotika unterstützt werden, also Lebensmitteln, die lebende Milchsäurebakterien oder Hefen enthalten. Dazu zählen zum Beispiel Joghurts, eingelegtes Gemüse, Sauerkraut, Ayran oder Kefir. Leider sind traditionell fermentierte Lebensmittel heutzutage kaum noch Bestandteil unseres Speiseplans. Fermentierte Produkte aus dem Supermarkt, wie Bier oder Milchprodukte, sind in der Regel pasteurisiert. Brot wird nicht mehr mit natürlichem Sauerteig, sondern mit kommerzieller Hefe gebacken. Als hilfreiche Unterstützung haben sich deshalb probiotische Pulver oder Kapseln erwiesen. Doch Achtung: hier sollte man genau auf die Qualität achten. </p><h2>Woran erkennt man ein gutes Präparat? </h2><p>Ein wichtiges Qualitätskriterium für Probiotika ist das ‚Multi-Species-Konzept‘. Man könnte es auch kurz mit dem Slogan ‚Viele Bakterienstämme für viele Anforderungen‘ beschreiben. Während einfache Produkte nur einen Mikroorganismenstamm einer bestimmten Art beziehungsweise Gattung enthalten, kombinieren gut konzipierte Multi-Spezies-Präparate unterschiedliche Merkmale verschiedener Stämme miteinander, die auch in unterschiedlichen Darmabschnitten aktiv sind. Aufgrund ihrer synergistischen Kombination erzielen sie deutlich bessere Ergebnisse als Monopräparate. Wichtig ist daher eine sorgfältige Auswahl sicherer, genetisch charakterisierter Stämme, damit womöglich nicht Stämme kombiniert werden, die sich gegenseitig hemmen.</p><p>Wichtig ist auch eine hohe Dosierung, das heißt zwischen 24 und 140 Milliarden Milchsäurebakterien pro Tag sowie eine individuelle Dosierbarkeit. Denn durch die Aufteilung der Tagesdosis auf beispielsweise vier Kapseln, kann sichergestellt werden, dass alle Darmabschnitt über den ganzen Tag gleichmäßig versorgt werden. Wird hingegen nur eine Kapsel am Morgen eingenommen, werden die Bakterien über den Tag ausgeschieden und können sich nicht langfristig ansiedeln. Gute Probiotika-Präparate zeichnen sich zudem dadurch aus, dass die ausgewählten Stämme eine überdurchschnittlich hohe Stabilität gegen unterschiedliche antibiotische Substanzen aufweisen und gut an der Darmschleimhaut anhaften. Optimal ist es, wenn die Bakterien durch eine säureresistente pflanzliche Cellulosekapsel gegen Magen- und Gallensäure geschützt werden. Auch die Ergänzung mit B-Vitaminen ist sinnvoll, da diese das Wachstum der guten Bakterien im Darm fördern.</p><h2>Fazit</h2><p>Für die Pflege einer gesunden Darmflora ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Ballaststoffen und fermentierten Lebensmitteln wichtig. Spätestens, wenn die Darmflora zum Beispiel im Zuge einer Antibiotika-Therapie aus dem Gleichgewicht geraten ist, sollte man auch auf hochwertige Vitalstoffkonzentrate mit einem standardisierten Anteil an Sekundären Pflanzenstoffen in Kombination mit hochdosierten Darmflora-Präparaten zurückgreifen. </p></div></div>
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</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Fri, 10 Jan 2020 11:11:02 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Der DARM unsere verkannte Mitte]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/der-darm-unsere-verkannte-mitte</link><description><![CDATA[Unsauber und nicht gesellschaftsfähig im Gespräch führt unser Darm ein Schattendasein und mit ihm die „Darmflora“, eine Ansammlung gutartiger Mikroben ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_ginhYfNbRjKfILczkxwjiw" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_PQvIItjTTrStUzcvlJJM4g" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_s6JDnoOiQOKCcj6J6yxZ9A" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_gJW-lZmORJ2DAvjuWwBx3Q" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p>Unsauber und nicht gesellschaftsfähig im Gespräch führt unser Darm ein Schattendasein und mit ihm die „Darmflora“, eine Ansammlung gutartiger Mikroben, die weit mehr leistet als nur Verdauungshilfe.</p><p>Ob Torte, Tablette oder Tomate, alles was wir schlucken hat eine Reise von zwei bis drei Tagen durch dunkle Gänge, Säurebäder und zersetzende Enzyme vor sich - den „Verdauungstrakt“. Verdauung ist die Hauptmission des Darms: Die Nahrung wird zerkaut und mit Speichel zu einem gleitfähigen Brei verarbeitet, der im Säurebad des Magens grob zersetzt und von mitgereisten Keimen befreit wird, bevor er im Dünndarm auf die Verdauungsenzyme trifft.</p><p>Diese zerlegen alles in Grundbausteine und die Darmschleimhaut übergibt diese „Nährstoffe“ an unser Blut. So gewinnen wir Eiweiße, die uns als Baustoffe dienen, Kohlenhydrate und Fette, aus denen wir Energie schöpfen und Vitamine und Mineralstoffe, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Stoffwechselprozesse sorgen.</p><p>Der Dickdarm recycelt aus den verbleibenden Resten die Flüssigkeit und schiebt alles weiter zur Ausscheidung in den Enddarm, wo ein kräftiger Schließmuskel den „Stuhlgang“ reguliert. Mission erfüllt. Doch der Darm leistet weit mehr.</p><h2>Zentrale der Immunabwehr</h2><p>Um den Aufgaben der Verdauung gerecht zu werden, ist das Innere der Darmwand durch Millionen Ausstülpungen, die Zotten, auf eine Oberfläche von rund 400 Quadratmeter aufgefaltet, fast so groß, wie zwei Tennisplätze. Damit ist der Darm unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt. Rund 30 Tonnen Speisen und 50.000 Liter Flüssigkeit passieren hier in einem Leben und mit dabei sind kiloweise Schadstoffe, Viren, Pilze und Bakterien. Der Darm muss so nicht nur zwischen brauchbar und unbrauchbar entscheiden, auch zwischen Gut und Böse. Zur Unterstützung sitzen hier fast 80 Prozent aller Immunzellen des Körpers. Organisiert zu einem dichten Netzwerk umschließen sie den Verdauungstrakt und bauen einehochspezialisierte Abwehr gegen alles auf, was schädlich ist und in den Körper einzudringen versucht. Wer den „Feind“ einmal getroffen hat, patrouilliert ein Leben lang. Ein immunologisches „Gedächtnis“. Kein Erreger erhält eine zweite Chance.</p><h2>Bakterien halten uns gesund</h2><p>Rund hundert Billionen Bakterien tummeln sich außerdem im Darm, mehr als der Mensch Zellen hat. Ein komplexes Ökosystem aus über 1000 verschiedene Spezies, die hier friedlich siedeln und die wir als „Mikrobiom“ oder „Darmflora“ bezeichnen. Lange dachte man, die Kolonie der Winzlinge sei nur Verdauungsassistent. Sie zersetzen für uns Ballaststoffe, die harten Pflanzenfasern aus Obst, Gemüse und Getreide, die wir selbst nicht aufspalten können. Im Gegenzug erhalten sie Kost und Logis. Ein Tauschgeschäft. Doch bei ihrer Arbeit fallen auch Stoffe an, die die Darmschleimhautzellen mit Energie versorgen und die rhythmische Darmbewegung unterstützen. Die Bakterien produzieren Enzyme und Vitamine, sind an der Aufnahme von B-Vitaminen beteiligt, zersetzen Gifte und scheiden Stoffe aus, die Krankheitserreger abwehren und uns vor Darmkrebs schützen.</p><h2>Was Sie für Ihre Darmgesundheit tun können</h2><ul><li><strong>Vollwertige Mischkost</strong> mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist die Grundlage einer gesunden Darmflora und Darmschleimhaut und einer gut funktionierenden Verdauung.</li></ul><ul><li><strong>Schränken Sie Kaffee, Zucker und Alkohol ein.</strong></li></ul><ul><li><strong>Bewegung</strong> regt die Darmtätigkeit an. Gehen Sie möglichst viel zu Fuß, wechseln Sie zwischen Sitzen und Stehen beim Arbeiten und nehmen Sie auch mal das Fahrrad.</li></ul><ul><li><strong>Viel trinken</strong> unterstützt die Produktion der Verdauungssäfte und den Abtransport der Giftstoffe.</li></ul><ul><li><strong>Darmgesunde Pflanzenstoffe</strong> – Pfefferminze wirkt schmerzlindernd und krampflösend, Manna-Feige hält den Stuhl weich, Kümmel, Anis und Fenchel beugen Blähungen und Koliken vor und Curcuma regt die Verdauung an, wirkt keimtötend, schmerzlindernd, entkrampfend und fördert den Gallenfluss. Apotheken und Reformhäuser bieten sie in unterschiedlichsten Zubereitungen an.</li></ul><ul><li><strong>Probiotika </strong>– viele Lebensmittel sind heute mit „probiotischen“ (lebenden) Bakterienkulturen angereichert, die die Darmflora stärken. Wer sicher gehen will, dass die Kulturen auch in ausreichenden Mengen im Darm ankommen, setzt auf geprüfte Probiotika aus der Apotheke und aus Reformhäusern.</li></ul><ul><li><strong>Gezielte Ballaststoffzufuhr</strong> unterstützt die Darmflora. Geeignet sind Indischer Flohsamen, Leinsamen oder Haferkleie oder spezielle Ballaststoff-Präparate (Präbiotika). Zuviel des Guten kann Blähungen und Durchfall auslösen.</li></ul><ul><li><strong>Synbiotika</strong> – sie transportieren eine Extraportion guter Darmbakterien gleich zusammen mit der speziell auf sie zugeschnittenen Form und Menge an Ballaststoffen. Das garantiert gutes Gedeihen ohne Nebenwirkungen. Je nach Zusammensetzung sind Synbiotika (Kombination aus Probiotika und Präbiotika) zur Pflege oder zum Wiederaufbau der Darmflora nach Antibiotika geeignet oder helfen besonder</li></ul></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_iR7RDIlclJqGa1d2-zzr1Q" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Sat, 01 Sep 2018 00:00:00 +0200</pubDate></item></channel></rss>