<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/Nachhaltigkeit/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Nachhaltigkeit</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Nachhaltigkeit</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/Nachhaltigkeit</link><lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 06:48:40 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Entwurzelt]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/entwurzelt</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2023/rl0323_entwurzelt.jpg"/>Wenn gesagt wird, ein Mensch sei entwurzelt, bedeutet das, er habe den Bezug zu den Lebensgrundlagen verloren sowie zu den Kraftquellen. Die Metapher ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_3vEFkj2mQHKtGr-ooE2zcQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_JLMo4RutRxyUGVihTsWKYg" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_qYveMfyCQ-y6OxCG1jzzlQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_8Tozzju0dWwqZc4kOENOYw" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_8Tozzju0dWwqZc4kOENOYw"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.00px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
                type:fullscreen,
                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2023/rl0323_entwurzelt.jpg" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_S57y0mFN2qGyEh1PeHdUdQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><strong style="color:inherit;">Wenn gesagt wird, ein Mensch sei entwurzelt, bedeutet das, er habe den Bezug zu den Lebensgrundlagen verloren sowie zu den Kraftquellen. Die Metapher stellt einen Vergleich mit dem Pflanzenreich her.</strong></p></div>
</div><div data-element-id="elm_FsaAT12EQzikncQA8-91hg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Stabilitas Loci&nbsp;</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_BaziVSdBpaO--7ql4QJcpg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Mobil sind wurzelnde Pflanzen jedenfalls nicht; sie können ihren Standort nicht nach Bedarf, Lust und Laune verlassen — sie sind ortsfest und bleiben. Im Zisterzienserorden war die stabilitas loci — das Verbleiben an ihrem Ort — eine Grundregel der Mönche, neben Gebet, Liturgie und weiteren Pflichten. Im Zuge der Reformation wurde mit dem Vermögen des Zisterzienserklosters Heina die Philipps Universität Marburg gegründet (in der ich wurzele, die meine Ausbildung ermöglicht und meine Entwicklung mitgeprägt hat). Zisterzienser kultivierten Heilgärten — an der Seite von Kreuzgang und Kirche — und bildeten frühe Pharmazeuten aus. In der Autarkie der Klosterwirtschaft (die nicht romantisch verklärt werden sollte) findet sich eine faszinierende Analogie zum Pflanzenreich. Wurzelnde Pflanzen können bei Beeinträchtigungen und Krankheitsgefahr nicht mal eben zu einer Apotheke oder einem medizinischen Versorgungszentrum gehen. Ohnehin wäre im Zentrum ein Termin mit Versichertenkarte erst nach geraumer Wartefrist — und in Apotheken nicht immer ein eingreifendes Medikament oder ein Hustensaft erhältlich.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_eUhY4N7mgRMJ0gb3Z3lLow" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Verwurzelung fördert Heilung und Resilienz</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_Y_6FZG9PJgiNgGsbv5i7Dw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Pflanzen sind nicht krankenversichert — und brauchen das nicht. Weil im Pflanzenreich während einiger hunderttausend Jahre notwendige, genial anmutende Schutzstoffe für die eigenen Zellen entwickelt wurden, in unterschiedlicher Art und Wirksamkeit in verschiedenen Pflanzenarten. Etliche davon wirken toxisch (abhängig auch von der Dosierung), wenn sie vom Menschen aufgenommen werden. Einige Pflanzenarten jedoch bilden Wirkstoffe, die auch unsere Körperzellen schützen können, und werden deswegen seit Generationen als Heilpflanzen gebraucht. Nachdem deren molekulare und zelluläre Wirkmechanismen ansatzweise entschlüsselt sind, ist die Anwendung dieser Pflanzenarten vor allem zur Prävention von Zivilisationskrankheiten geradezu essenziell geworden (konkrete Kombinationen dazu finden Sie im Basisprogramm für längere Gesundheit). Einige Evolutionsbiologen erklären die allmähliche Entwicklung hocheffektiver Schutzstoffe mit der Notwendigkeit eigener Selbstmedikation für die ortsfesten Pflanzen — da sie nun mal nicht fliehen, nicht ausweichen konnten.</p><p>Mit ihrer Wurzel nehmen Kräuter, Sträucher und Bäume Wasser und Mineralstoffe aus der Erde auf — und sind damit fest verankert. Zusammen mit der Energie aus dem Sonnenlicht und dem Kohlendioxid aus der Luft, das sie aufnehmen, um Struktur-, Funktion- und Speicherstoffe zu bilden, sind diese Pflanzen autark, selbstständig, nachhaltig. Klar, Derartiges kann kein Mensch leisten. Menschen haben ganz andere Fähigkeiten, grandiose, weniger essenzielle und leider auch destruktive.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_L1Vj0fZNMPnbi9fv4mjj8w" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;"><span style="font-size:24px;">Einfluss des Menschen&nbsp;</span></span></h2></div>
<div data-element-id="elm_C9PUfc_DVmq4n83PUlPc6g" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Bei der Bildung ihrer Schutzstoffe haben die Pflanzen gewiss nicht an den/die Menschen gedacht: Die kamen zur Schöpfung erst viel später hinzu hinzu. Aber dann umso heftiger, effektiver und gefährlicher. Auch für sich selber, was den Pflanzen fremd wäre. So hat es die Menschheit geschafft, in ungefähr 200 Jahren (ein Zeitraum, der für Pflanzen nanowinzig ist und von gerade mal sieben Generationen des Menschen „gestaltet“ wurde) die Temperatur an der Erdoberfläche um 1,5 °C zu steigern. Was geringfügig scheint — Menschen steigern seitdem sehr viel mehr: technisches Wissen, Kredite und Schulden, Inflationsraten, Hunger und Elend, Hass und Gewalt, und zudem ihre Zahl, acht Milliarden gerade.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_79IKsK-M35HCO6eSgfFkAw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;font-size:24px;">Klimawandel</span><br/></h2></div>
<div data-element-id="elm_ZONqNo6Qm72xQtSDV2HfpA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Tatsächlich ist die Klimaveränderung, die steigende Übererwärmung der Erdoberfläche wahrscheinlich die größte Herausforderung und Gefahr seit es Menschen gibt. Die unbeirrte Raserei auf den Autobahnen, das Abwehren von Tempolimits, zeigt die Unbelehrbarkeit vieler Menschen.</p><p>Pflanzenarten, die lange vor dem Erscheinen der Menschheit schon hier waren, halten durch Aufnahme von Kohlendioxid die Erderwärmung noch so gut es geht ein wenig auf — und werden auch noch da sein, wenn die Menschheit mit all ihrem Irrsinn nicht länger bestehen kann. Temporär können die meisten Pflanzenarten mit hoher Einstrahlung von UV-Licht (und, sofern sie gut verwurzelt sind, auch mit dem Temperaturanstieg ) einigermaßen umgehen; sie haben bereits vor der Klimaveränderung effektive Schutzstoffe gegen oxidative Beschädigungen sowie Reparaturstoffe für ihre Zellen hervorgebracht — und können auch nach zu befürchtendem kollektivem Selbstmord der Menschheit wieder zu ihrer Tagesordnung übergehen: im Sonnenlicht Kohlendioxid aufnehmen, nachts einen Anteil davon wieder abgeben, statt einseitig immer mehr davon zu produzieren. Ungefähr so wie Matthias Claudius das im Gedicht „Der Mond ist aufgegangen“ skizziert hat: „ … der Wald steht still und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wundersam. …“</p><p>Im Pflanzenreich hat das Verwurzeltsein zur Bildung hochwirksamer Schutzstoffe und Wirkstoffe zur Eigenheilung geführt. Derartige Wurzeln mit der Bindung, dem Bezug zur Erde haben Tiere und Menschen nicht, jedoch sind die mobil (manche Menschen sogar hypermobil). Existenziell wurzelte der Mensch ursprünglich im Pflanzenreich</p><ul><li style="text-align:left;">von dem der Sauerstoff freigesetzt wird, den wir einatmen</li><li style="text-align:left;">von dem — im Primärstoffwechsel — Proteine, Kohlenhydrate und Öle bzw. Fette hergestellt werden, die Grundelemente unserer Nahrung</li><li style="text-align:left;">von dem — im Sekundärstoffwechsel einiger Pflanzenarten — gesundheitsfördernde, stärkende und regenerierende Schutzstoffe gebildet werden, die für unser Leben, unsere Gesundheit essenziell sind.</li></ul></div></div>
</div><div data-element-id="elm_-PcjSPZSuykUidk4DhTFfw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Nachhaltige Pflanzenwelt&nbsp;</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_FgJ_kaBmJ4Z9kBgtYEQfWw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>In den letzten Jahren wird häufig von Nachhaltigkeit gesprochen. Pflanzen sind wirklich nachhaltig. Indem sie mit dem Wasser, das sie durch ihre Wurzeln aus der Erde beziehen, dem Kohlendioxid aus der Luft und dem Sonnenlicht eigenständig ihre Primärstoffe bilden — und dazu noch faszinierend wirksame Schutzstoffe. Und was tut der Mensch/die Menschin/die Menschheit? Derzeit trotz aller Versprechungen meistens das Gegenteil: rodet Wälder, asphaltiert/betoniert/schüttet Grünflächen zu, verheizt und verfährt Öl und Gas aus uralten Beständen, produziert Giftstoffe und Müll, zerstört Leben und ganze Arten, ist gierig, da wurzellos, unzufrieden und ängstlich, lügt und betrügt. Macht sich/nimmt sich sehr wichtig. Macht andere und sich selbst unglücklich. Selbstverständlich: Es geht auch anders und gibt auch andere Mitmenschen. Beglückend.</p><p>Begünstigt wurde die Fehlentwicklung der Mehrheit durch den Übergang von einer agrarischen, produzierenden Lebensweise hin zur konsumierenden Gesellschaft.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_HPymyrRqZwPDp0a350GnBQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2>Entwurzelung in der Konsumgesellschaft&nbsp;</h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_BTVpCKtBhYcwS6DcqFlKqA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Consumo ergo sum: solange ich konsumiere, bin ich, ist zum unbewussten Credo unserer Gesellschaft geworden. Eine Zeit lang ging das ganz gut. Mit der Industrialisierung wurde die technische Produktion, aber auch die Landwirtschaft effektiver, die Produkte billiger und die Sozialversicherung ermöglicht. Hoher Wohlstand, Luxus, schließlich Hybris, entstand. Narzissmus. Einige Weitsichtige warnten schon in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vor einer gefährlichen Veränderung der Atmosphäre, vor dem Artensterben und der Zerstörung der Zukunft („stummer Frühling“).</p><p>Spät wird nun erkennbar, dass eine grundlegende Zeitenwende da schon notwendig gewesen wäre. Trotz wachsender Einsicht geschieht aber noch immer zu wenig. Zum Klimaschutz werden zwar Gesetze, Vorschriften und Regelungen beschlossen, die Selbstverantwortung und Selbstbeteiligung der Verbraucher scheint dabei wenig erforderlich, als ob die Politik alles richten könnte. Wegen des weiter wachsenden Energieverbrauchs wird trotz der Verteuerung nun noch mehr Kohle, mehr Gas, mehr Erdöl verstromt, verheizt und verfahren. Für Unnötiges. Die Mehrheit will fahren, und das möglichst schnell, will Komfort und sich damit amüsieren. Die Mehrheit ist für den Konsum — und gegen Verzicht.</p><p>Getrieben war der Konsum bisher vom üppigen Angebot an Waren, Brennstoffen und Reisen, das — ungeachtet der Umweltbelastung — für ziemlich niedrige, erschwingliche Preise sorgte. Bei steigenden Preisen intervenieren Politiker nun, um die Kosten für Heizen und den Strom zu dämpfen, sicher nötig, um Härten zu lindern — aber auch dienlich, um Kaufkraft der Verbraucher zu erhalten, und die Wirtschaft am Laufen.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_gum2zdYJPnNpKbm-zRCOqg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Die Macht der Konsumenten</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_K3SYRrtsR1yKCBBnWJpB0w" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Verbraucherschutz hat in unserer Gesellschaft zu Recht hohe Priorität. Gesetzliche Regelungen und Rechtsverordnungen wurden eingeführt, um eventuelle organisatorische und strukturelle Übermacht global agierender Konzerne gegenüber einzelnen Konsumenten auszutarieren (erinnernd an die Geschichte von dem Riesen Goliath und dem Hirtenjungen David). Natürlich könnten Verbraucher zum Abbau der Macht dieser Konzerne beitragen, indem sie auf einschlägigen Konsum verzichten. Bloß wenige sind aber dazu bereit. Nach wie vor ist die Selbstverantwortung der Verbraucher nicht sehr ausgeprägt. Ein wenig Kompensation dafür leisten gesetzliche Vorschriften zur Beachtung des Umweltschutzes und zum Verhindern von Ausbeutung, vor allem von Kinderarbeit in den Herkunftsländern der Waren, jedoch keinen Ersatz für die Selbstverantwortung. Dafür hat die EU ein 400-seitiges Regelwerk für die Einhaltung ethischer und ökologischer Standards geschaffen und damit jedenfalls für mehr Bürokratie und Haftpflichten gesorgt. Mögen die Bedingungen in Ländern, die den Konsum beliefern, damit hoffentlich besser werden.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_1_EYFYHFExa6nRKHpJRG8Q" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Die Macht des Geldes&nbsp;</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_OwPJSJXmluOgtDzSW_nW3Q" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div>In den Jahrzehnten des Wohlstands — in einigen Regionen — , des globalen Fortschritts, der üppigen Versorgung wie der erweiterten Sozialleistungen von manchen Staaten, hat sich die Mentalität vieler Menschen offensichtlich verändert. Bis vor kurzem galt es als selbstverständlich, dass diese Art von Wohlstand weiter erhalten bleibt bzw. noch zunimmt, dass die Wissenschaft und die Technik die meisten Probleme der Menschen (auch die selber bereiteten) lösen wird. Betriebsstoff bei all dem ist das Geld, von dem immer mehr verlangt wird.<br/></div><p>Bereitgestellt wird es aus Löhnen, Erträgen, Beiträgen zu den Sozialkassen, Steuern und in hohem Maß aus Kreditaufnahmen der Staaten. Um die Zinsen dafür niedrig zu halten — eine Rückzahlung ist nahezu utopisch — erhöhten die Notenbanken „einfach&quot; enorm die Geldmenge. Die inflationär wirkt. Für Dienstleistungen und Waren, für den Lebensunterhalt wird dann mehr Geld verlangt. Zunehmend mehr Berufsgruppen weisen nun auf ihre Wichtigkeit für die Gesellschaft hin, auf den Mangel an Fachkräften, sowie auf die Notwendigkeit von Entlastung und höherer Vergütung.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_jxA8j5PxVSZR5sGZFq37tQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Nie genug?</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_8ScV6F0DRwWvVxWa-YZgJA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><div><span style="color:inherit;">Wenn nicht genügend Geld geboten wird, stehen manche Dinge nicht mehr in bisherigem Maß zur Verfügung, werden viele Medikamente nicht mehr hergestellt/nicht geliefert, werden manche Dienstleistungen nicht mehr erbracht. Für die Konsumgesellschaft ist das eine neue Erfahrung. Mit mehr Geld, heißt es dann, sei der eklatante Mangel zu beheben. Mit diesem Geld könnten mehr Mitarbeitende eingestellt und motiviert werden, die Arbeitsbedingungen verbessert und wieder mehr Produkte geliefert werden. Von dem Mehr heißt es dann aber oft, das sei unzureichend. Genug wird in der Konsumgesellschaft wohl niemals genug sein.</span><br/></div>
<p style="text-align:left;">In praktisch allen Bereichen gilt die Finanzierung als absolut notwendige Voraussetzung jedweder Problemlösung. Gewiss ist unsere Gesellschaft auch ethik- und werteorientiert (besonders in der Rhetorik), aber ganz besonders ist sie geldorientiert. Pflanzen wurzeln nach wie vor in der Erde, seit Urzeiten. Die Konsumgesellschaft hingegen wurzelt im Geld, ihrem eigentlichen Treib- und Betriebsstoff.</p></div>
</div></div><div data-element-id="elm_eOg-P26HW6x-jVD6plF_nw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Schwinden von Selbstverantwortung</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_-ysOPeSnD4knbqrSECatiw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Was macht das mit den Menschen in dieser Gesellschaft? Das Schwinden von Selbstverantwortung, Selbstbeteiligung und persönlicher Fürsorge für Andere führt zu weiter wachsenden Problemen. Die Mentalität ist dann mehr von Egoität, Fordern und Verlangen, von dem Mangel an Resilienz geprägt, weniger von eigenem Einsatz und Teilen, weniger vom Verzichten. Besser, ausdauernder, kräftiger, nachhaltiger, resilienter, gesünder wird man so nicht. So ist auch in der Medizin permanent Mehr erforderlich: mehr Untersuchungen, mehr Studien, mehr Leitlinien, mehr Medikamente, mehr Kosten — und, scheinbar paradox, mehr Krankheiten. Gewiss verhilft das frühere und präzisere Entdecken von Krankheiten, dank intensiver Diagnostik, zu besseren Therapiechancen. Was zu begrüßen ist. Ein großer Teil von hinzukommenden Krankheiten ist aber systembedingt.</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_HI5yfr8l2laoQaKmhlKKHQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Ist am Ende weniger mehr?&nbsp;</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_y-yLcUKuGNrBjua_7Gx27g" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Der gewöhnliche Ansatz zur Problemlösung in unserer Gesellschaft ist das Mehr: mehr Aufwand, mehr Ausgaben, mehr Geld, mehr Belastungen, mehr Kosten, mehr Gegeneinander, mehr Polemik, mehr Unsicherheit. Mehr in allen Bereichen. Dürfte es hier und da vielleicht weniger sein? Selbstverständlich wird sich die Mehrheit gegen jeglichen eigenen Verzicht verwahren. Weil man darin keinen Vorteil erkennt. Weil man auf Ansprüche und Forderungen pocht. Und als geeignetstes Substrat, um doch irgendwie zu wurzeln, den legendären Geldspeicher herbeiwünscht. Der aber inzwischen zum Schuldenturm mutiert ist. Weniger. Weniger Beschleunigung, weniger Tempo, weniger Kohlendioxidemission, weniger Egoität, weniger Belastung der Erde, weniger Veränderung des Klimas, weniger Unsinn, weniger Hass, weniger Polemik, weniger Gewalt, weniger Verschuldung. Dazu nicht im Geld wurzeln. Das bedeutet nicht, wie uns oft weisgemacht wird, dass wir so unsere Existenz verlieren, unseren Wohlstand, unsere Teilhabe, unsere Gesundheit, unser Leben. Dass wir mit dem Prinzip weniger von alldem plötzlich entwurzelt wären. Im Gegenteil.</span><br/></p></div>
</div><div data-element-id="elm_fuEsbHqVQ0qlnMt11bPpBQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style></style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Wurzeln bilden – Vorbild Pflanzenreich</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_RQ4PP94rH_5nYTjl0rqrFQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Natürlich können wir nicht so in der Erde wurzeln wie ein Nussbaum oder ein Teestrauch oder ein Löwenzahnkraut. Wie das Pflanzenreich. Dafür ist es schon hilfreich, wenn wir die Erde nicht weiter zupflastern, nicht mit Chemikalien vergiften, nicht die Zukunft belasten, nicht das Klima noch massiver verändern. Nicht Mobilität über alles stellen. Gerade dann können wir wurzeln. Solange Pflanzen in der Erde wurzeln, können Menschen im Pflanzenreich wurzeln. Können von geeigneten Pflanzenarten die Nahrung sowie Schutzstoffe für ihre Gesundheit beziehen, gegen häufige Krankheiten.</p><p>Dass vegetabile Nahrung unersetzlich und viel besser geeignet zum Verhüten von Krankheiten ist, wird immer wieder bestätigt. Dabei sind die Schutzstoffe besonderer Pflanzenarten essenziell für die Gesundheit (siehe dazu das Basisprogramm für längere Gesundheit). Der zuverlässige und beste Gewinn aus der Beziehung zum Pflanzenreich ist die Mentalität, die uns daraus erwächst. Mit Worten allein kann das nicht erklärt werden. Jede Gärtnerin/ jeder Gärtner allerdings kann das bezeugen. Erfahrbar wird es schon mit der Kultur in der Pflanzschale am Küchenfenster. Stofflich und emotional gedeiht gute Mentalität, seelisches Verwurzeltsein, Akzeptanz, Bescheidenheit, Resilienz, Glück, Zufriedenheit und Gesundheit in unserem Leben mit Pflanzen. Mehr soll dazu hier nicht geschrieben werden.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_ezvfI3F814YiA11k2Fq5HA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_20EXSfRgux2EbLHBNBZUNQ" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_49_0323_title.png" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 49 (März/April. 2023)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Entwurzelt</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">Viele Krisen unserer Zeit hat der Mensch sich selbst eingebrockt. Helfen kann - so Dr. Klaus Mohr - eine Rückbesinnung auf unsere Wurzeln und eine Orientierung an der Pflanzenwelt. Weniger ist eben oft mehr!</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/entwurzelt-nr-49/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Wed, 01 Mar 2023 00:00:00 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Zeitenwende]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/zeitenwende</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2022/rl_0922_zeitenwende.png"/>Selbstverantwortung, Resilienz und Nachhaltigkeit entwickeln Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht, hatte Anna Lena Baerbock, Außenministerin ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_IZWO7gb3TV2sQXCl3-HT3w" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_dgdHz5qjQjWtgT8kG1RPCA" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_i8VbSEvEQuiB3J8BTnbHtg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_-0OhaxSnWc0Y_HCARgbmMA" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_-0OhaxSnWc0Y_HCARgbmMA"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.45px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
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                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2022/rl_0922_zeitenwende.png" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_uyGWtp_wSta4AgFqTISpjw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><h2 style="text-align:left;">Selbstverantwortung, Resilienz und Nachhaltigkeit entwickeln</h2><p style="text-align:left;">Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht, hatte Anna Lena Baerbock, Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, am 24. Februar 2022, nach dem russischen Überfall auf die Ukrainer gesagt. Aber was heißt das: aufgewacht? Von wokeness, Wachheit, ist ja in Kreisen schon seit Jahren die Rede. Verändert hat sich die Welt seit dem Ausbruch des brutalen Krieges aber noch nicht signifikant: Unrecht, Hass, Gewalt, Krieg, Zerstörung, Menschen gemachtes Leid gibt es mit schlimmeren und etwas weniger schlimmeren Phasen seit jeher. Nun scheint jedoch ein Maximum erreicht. Zumal die Klimaveränderung hinzu kommt, durch den Fortschritt und die Plünderung fossiler Ressourcen zusätzlich angefeuert. Und durch das Wachstum der Erdbevölkerung, das nun flacher zu werden scheint.</p><p></p><div style="text-align:left;">Doch vielleicht ist die Wahrnehmung einiger Menschen (durchaus nicht aller) seit diesem Tag voll erneuten Unheils verändert. Wie gern wollten wir glauben, dass</div><div style="text-align:left;">• immer mehr Menschen gut, gerecht, solidarisch, nachhaltig und friedliebend sind,</div><div style="text-align:left;">• der Wohlstand immer weiter wächst,</div><div style="text-align:left;">• der Staat für uns sorgt, uns die Selbstverantwortung abnimmt, alles für uns regelt,</div><div style="text-align:left;">• der Fortschritt die Welt besser macht,</div><div style="text-align:left;">• die Klimaveränderung/die Erderwärmung gar nicht so schlimm ist,</div><div style="text-align:left;">• und mithilfe des Fortschritts, der Digitalisierung bald aufhören sollte.</div><p></p><p style="text-align:left;">Leider ist das nicht so. Da war/ist viel Betrug. Auch Selbstbetrug. Gewiss, der Wohlstand scheint unermesslich, treibt absurde Blüten und wankt. Aber gewöhnlich möchten wir die Wirklichkeit und die Wahrheit gar nicht so klar sehen. Sondern lieber so, wie wir sie gern hätten. Das scheint, wie Frau Baerbock da anerkennenswert offen und ehrlich kommuniziert, auch bei Ministerinnen möglich zu sein. Respekt!</p><p></p><div style="text-align:left;">Buddhistische Psychologie (Buddhismus wird auch als Wissenschaft vom Bewusstsein verstanden) kennt vier Ebenen des Bewusstseins:</div><div style="text-align:left;">• Geist-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Sinnes-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Speicher-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Manas-Bewusstsein.</div><p></p><h2 style="text-align:left;">Anhaftung überwinden</h2><p style="text-align:left;">Neben dem Geist-Bewusstsein, das denkt, glaubt, entwirft, plant, sorgt, ängstigt – oft unbewusst – sei hier besonders an das Manas- Bewusstsein erinnert, das Behauptungen und Meinungen aufnimmt, das an Egoität, an Vorstellungen, Wünschen und Dingen anhaftet. Manas kann durch Achtsamkeit, Meditation, Gelassenheit, wunschloses Glück und Akzeptanz des unvermeidlichen weitgehend überwunden werden, lebenslang geübt. Dabei löst Angst sich auf. Gelassenheit wächst.</p><p style="text-align:left;">Aber wie ist der Mensch? Dem derzeitigen russischen Präsidenten, der offensichtlich als gewalttätigster, zerstörendster (angesichts auch der Klimazerstörung) Herrscher in die Geschichte eingehen möchte, attestiert ein früherer Wegbegleiter aus Sowjetunionszeiten, Sergueï Jirnov, spezielle Charaktermerkmale bei geringer Ausprägung von Achtsamkeit: Ignoranz, Verblendung, Zynismus, Verlogenheit, fehlendes Mitgefühl, Brutalität. Wer sich bei diesen unheilvollen Eigenschaften an den abgewählten Altpräsidenten der USA, Donald Trump, erinnert, wird erkennen: Die gibt es überall, vor allem bei Autokraten und anderen Selbstherrlichen, aber auch im Kleinen. Das müssen wir überwinden. Natürlich zuerst in uns selbst. Die Welt hat Probleme genug.</p><h2 style="text-align:left;">Konsumqualität </h2><p style="text-align:left;">Die Welt ist nicht heil. Da ist nicht ein Problemfall, nicht ein Konfliktherd, nicht eine Gefahr, sondern ein Vielfaches von alldem. Fast so viele wie es Menschen gibt. Es ist in uns allen. Demnächst werden wir 8 Milliarden sein, fast dreimal so viele wie vor 70 Jahren. Mit wachsenden Ansprüchen und Forderungen. Vorher schon und seit ein paar Jahrzehnten extrem. Der Konsum ist geradezu irrsinnig geworden, hierzulande nicht nur beim Essen, beim Fahren und Fliegen, sondern zunehmend auch in der Medizin. Da darf per se nichts zu viel sein. Das Gebot vom Notwendigen und Ausreichenden aus der ursprünglichen Sozialgesetzgebung wird nun mehr und mehr ausgestaltet.</p><p style="text-align:left;">Aber alles hängt mit allem zusammen. Wie oben, so unten. Und umgekehrt. Eine Krise ist zu bewältigen, auch zwei oder drei. Wenn die Zahl der Krisen – und der Gefahren – jedoch exponentiell wächst, von Menschen zusätzlich bereitet und angezettelt, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Falls da noch eine ist. Vor dem Abgrund.</p><h2 style="text-align:left;">Wachsende Ansprüche</h2><p style="text-align:left;">Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer, weiß ein altes Sprichwort. Aber so ernst war die Situation tatsächlich noch nie, obgleich manche das noch verdrängen und konsumieren, fahren und fliegen. Gab es doch noch niemals so viele Menschen auf der Welt (nahezu 8 Milliarden, in 2050 werden 10 Milliarden erwartet), mit wachsendem Verbrauch, wachsenden Ansprüchen und Forderungen, wachsenden Konflikten, politisch korrekt. Nun holen die Länder des globalen Südens – von Entwicklungs- oder gar Drittländern soll politisch korrekt nicht mehr die Rede sein – mächtig auf, auch in der Konfliktbereitschaft. Für die Teilhabe am Wohlstand nach westlicher Art ist ihnen der entsprechende Verbrauch fossiler Energieträger recht, und damit auch die Kohlendioxidemission. Die alte Welt hat es vorgemacht.</p><p style="text-align:left;">Da aber geht nun die Furcht vor unzureichender Gasversorgung im nächsten Winter, vor Inflation, Teuerung und Wohlstandsverlust um. Vor allem die Wohlstands- und Sozialleistungsstaaten sind sehr hoch verschuldet: seit Jahrzehnten sind die Ansprüche und die Ausgaben höher als die Erträge aus – einstmals – florierender Realwirtschaft. Um die Anforderungen zu finanzieren, wurden – zur Überbrückung sagte man, in Wahrheit aber zulasten künftiger Generationen – Kredite aufgenommen, für die üblicherweise Zinsleistungen erforderlich sind – an Tilgung ist kaum zu denken. Um zudem auch die Zinsen zu mindern – sogar unter null – dachten sich Finanzspezialisten etwas Neues aus, die Notenbanken (eigentlich zuständig für Währungsstabilität) fluteten nun das System mit Fiat-Geld, verbrämt durch Ankäufe von Staatsanleihen. Finanzakrobatik vom Feinsten. Geldmengenwachstum bewirkt aber zwangsläufig Geldentwertung, Inflation, Teuerung. Alles hängt mit allem zusammen. Wie oben, so unten.</p><h2 style="text-align:left;">Wirklich in einer anderen Welt aufgewacht?</h2><p style="text-align:left;">Durch die Schwächung der Währung, die Geldentwertung, wird importierte Energie, ob Erdgas oder Erdöl, zwangsläufig teurer. Da heißt es, sich im Winter warm anziehen, nach der Hitze und Dürre des Sommers. Doch da ist die Politik vor, ausgerechnet rot-grüne. Der Wirtschaftsminister fliegt um die halbe Welt, um von anderen Autokratien als Putins mehr Gas einzukaufen. Zugegeben, das klingt schon satirisch, ist aber Realpolitik. Und gewiss gut gemeint. Zudem verkündet die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, „gesetzlich verordnetes Frieren“ sei unsinnig. Ein unsinniges Statement: als ob die gedrosselte Gasversorgung gesetzlich erhöht werden könnte. Vorläufig bilden sich aber noch weitere Schlangen auf Autobahnen und vor den Abflugschaltern der Flughäfen. Zur Abhilfe wirbt die Regierung in der Türkei weitere Mitarbeitende für den Gepäckservice da an. Sind wir wirklich in einer anderen Welt aufgewacht?</p><p style="text-align:left;">Wie aus einer ganz anderen Welt, einer damals sehr schweren und dennoch hoffnungsvolleren Zeit, vor gerade mal 80 Jahren mutet da die Ansprache von Sir Winston Churchill, Premierminister, für seine Landsleute an: I have nothing to offer but blood, toils, tears and sweat. Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß, anderes habe ich nicht zu bieten. Später, in woken Communities wurde das als Kriegsrhetorik abgetragen. Obgleich Großbritannien da nicht der Angreifer war (wie heute die Ukraine gewiss nicht der Angreifer ist) und vorher Beschwichtigungspolitik – Appeasement – versucht hatte. Unter zweifellos ganz anderen hiesigen Umständen, und weitaus höherer Zukunftsbedrohung durch die menschengemachte Klimaveränderung/ Erderhitzung wäre eine derart ehrliche, klare Ansprache heute undenkbar. Jedoch notwendig. Sind wir doch seit Jahrzehnten. im gedankenlosen, aber realen Krieg gegen das Klima, gegen die Erde. Jeder und jede, 7,9 Milliarden. Der/die Eine mehr, die/der Andere weniger. Ganz schuldlos ist keiner.</p><h2 style="text-align:left;">Apfelbäumchen pflanzen</h2><p style="text-align:left;">Was bleibt da noch zu tun. Ein Apfelbäumchen pflanzen. Hat Martin Luther schon empfohlen, obgleich die Kohlendioxidemissionen vor dem Siegeszug des Fortschrittes minimal waren. Und vom Apfelbaum leicht kompensiert wurden.</p><p style="text-align:left;">Was uns aber an Luthers wie auch an Churchills Statements bewegt, ist das Bekenntnis zur Eigenbeteiligung sowie zur Selbstverantwortung. Wenn die ausbleibt, ist die Menschheit überhaupt nicht mehr zu retten. Dennoch hält Beschwichtigungspolitik nichts davon. Da geht es um Appeasement nach innen, obgleich es außen schon lodert. Angesichts der Klimakatastrophen kann Beschwichtigung tödlich sein. Dann doch lieber Eigenbeteiligung und selbst Verantwortung. Der Wohlstand tut kaum einem gut, macht viele krank. Der Sozialstaat ist überfordert. Defizitär. Mit Selbstverantwortung und Eigenbeteiligung würde es dem Sozialstaat schon besser gehen.</p><p style="text-align:left;">Nicht immer mehr verlangen und fordern. Ein Apfelbäumchen pflanzen. Zunächst braucht es Hege und Pflege, regelmäßiges Gießen, bis es gut verwurzelt ist und trägt. Wie alles, das wir säen und pflanzen. Es wachsen, Blätter bilden und gedeihen, blühen und Früchte tragen zu sehen, bereitet tiefe innere Freude. Tut uns und dem Ökosystem gut. Verbindung entsteht mit unserer Natur. Wobei unserer die Verbindung mit der Natur bezeichnet, nicht den Besitz-Anspruch. Zerstört wird die Natur von denen, die keine Verbindung mit ihr haben, die sie nicht achten, nicht lieben. Putin führt Krieg gegen die Ukraine, gegen die Menschen in der Ukraine. Hierzulande führen sehr viele Menschen Krieg gegen die Natur. Unter anderem mit dem Gaspedal. Politisch ist das nicht zu beanstanden.</p><h2 style="text-align:left;">Rückbesinnung auf Resilienz</h2><p style="text-align:left;">Es sieht nicht gut aus. Dennoch bleibe ich zuversichtlich. Mit dem Bisherigen, dem Mehr und noch mehr, wird die Zukunft nicht zu retten, nicht zu bestehen sein. Aber mit Resilienz.</p><p></p><div style="text-align:left;">Von Menschen, die</div><div style="text-align:left;">• statt zu hadern und zu klagen, achtsam, bewusst, bescheiden, zufrieden und wirksam sind, auch in schwierigen Situationen,</div><div style="text-align:left;">• persönlich anspruchslos sind,</div><div style="text-align:left;">• verstehen, statt zu verlangen</div><div style="text-align:left;">• zufrieden und gesund sind.</div><p></p><p style="text-align:left;">Neuerdings ist von Resilienz die Rede. Vorgelebt wurde sie von Victor Frankl, dem ärztlichen Begründer der Logo-Therapie. Ihm half sie, das Grauen im Konzentrationslager zu überleben und gleichzeitig noch anderen beizustehen. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist Resilienz verkümmert. Der Fortschritt, die Rundumversorgung, die Versicherung, die eingreifende Medizin nehmen uns das Bemühen um Eigenständigkeit, Selbsthilfe und Selbstverantwortung ab. Um Selbstheilung.</p><p></p><div style="text-align:left;">In unserer Gesellschaft jedoch ist die Resilienz wieder verkümmert. Der Fortschritt, der Wohlstand,</div><div style="text-align:left;">die Rundumversorgung und das Bemühen um Selbsthilfe, um Eigenständigkeit, um Rücksicht und den Beistand für andere nimmt weitgehend ab.</div><p></p><h2 style="text-align:left;">Beispiel &quot;Allesfahrer&quot;</h2><p style="text-align:left;">Wer beispielsweise ein Auto vor dem Haus auf der Straße stehen hat (und das sind sehr viele), schon das Abstellen in der Garage oder im Parkhaus wäre doch unbequem, mag gewöhnlich kaum noch eine noch so kleine Strecke zu Fuß gehen, ohne Auto keine Besorgung erledigen. Mal abgesehen davon, dass sowas (gilt in unserer Gesellschaft als völlig normal) Tag für Tag beharrlich zur Klimakatastrophe beiträgt, ist es auch für die Bequemen, Verwöhnten unmittelbar schädlich: Die Muskulatur verkümmert, folglich auch die Hirnleistung, die Herzleistungskraft, die Lungenfunktion, die Stoffwechselregulation. All das geschieht unbemerkt über Jahre, ganz bequem, millimeterweise auf der Abwärtsspirale. Nach Jahren erst wundern sich die Allesfahrer über ihren Verfall. Die chronische Müdigkeit. Und die Schwäche. Und werden zum Fall für die eingreifende Medizin.</p><p style="text-align:left;">Niemand wünscht Verlust und Verfall. Im Überfluss und im Wohlstand brauchte niemand noch Resilienz. In Zukunft jedoch wird sie sehr wichtig sein. Anspruchslosigkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis und die Orientierung auf Bewahrendes, Rettendes fördert die Resilienz. Wir werden sie brauchen.</p><h2 style="text-align:left;">Nachhaltigkeit in der Medizin</h2><p style="text-align:left;">Mit der Übererwärmung, dazu der Bevölkerungsverdichtung wird die Erde zweifellos unwirtlicher. Das mentale Klima verändert sich zudem, in unserer Gesellschaft, auch in uns selber. Das Verdrehen von Wahrheit nimmt zu, die Zahl der Falschbehauptungen und Irreführungen, der Hass, die Hassreden, die Drohungen. All das nicht nur im Netz, aber dadurch arg verstärkt. Gerade im abnehmenden Wohlstand. Dessen Schwinden schmerzt besonders die Menschen mit niedrigerem Einkommen, erhöht den Druck auf die Sozialkassen und die Leistungserbringer. Relativ geringe Einschränkungen schon werden dann als Zumutung empfunden. Jedoch kaum zu vermeiden sein, wenn wir auch auf die Nachhaltigkeit achten – um künftige Generationen nicht ungerecht zu belasten.</p><p style="text-align:left;">Lange schon stößt die moderne Medizin an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Ihre Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten, steht im „alten“ SGB V. Was ausreichend und notwendig ist, wird gewöhnlich, den Möglichkeiten entsprechend, großzügig interpretiert. Wer wollte auch Hilfe versagen? Was das System hergibt, wird in der Regel in Anspruch genommen. Nicht immer ist das zum Besten der Kranken. Die Resilienz jedenfalls ist abnehmend. Und der Versuch, sämtliche Probleme mit Geld, immer mehr Geld, zu lösen, ist in Inflationszeiten schwerer durchzuführen. </p><p style="text-align:left;">Wie wird da die Mehrheit unserer Gesellschaft reagieren, falls Mittel und Möglichkeiten, Medikamente der eingreifenden Medizin sowie MRT-Termine im bisherigen, gewohnten Umfang nicht mehr zur Verfügung stehen? Gewiss, noch ist das eine Frage, eine Hypothese. Im Grunde undenkbar. Die eingreifende Medizin ist höchst systemrelevant. Bestmögliche Versorgung und Pflege ist ethisch geboten. Doch haben neuerliche Veränderungen der Versorgung von außen her, nicht nur mit Erdgas, sondern beispielsweise auch mit synthetischen Medikamenten aus Indien oder aus China, Veränderungen der Einstellung, der Wirtschaftsleistung, der Produktion und der Politik bisher Undenkbares fast über Nacht zur neuen Realität werden lassen.</p><h2 style="text-align:left;">Selbstheilungskräfte erhalten (s. <a href="https://reformleben.de/category/basisprogramm/">Basisprogramm</a>)</h2><p style="text-align:left;">Wer da nicht allzu anspruchsvoll ist und auch mal mit weniger auskommen kann, auf Unnötiges leichter verzichten kann, wer seine Selbstheilungskräfte gut funktionsfähig halten kann, wird leichter bestehen.</p><p style="text-align:left;">Die Solidarität mit Schwachen, Kranken und Armen gilt selbstverständlich uneingeschränkt weiter. So stehen Ihnen sogar relativ mehr Mittel bereit.</p><p style="text-align:left;">Wie geht es Ihnen? Wiederherstellung, Bewahrung und Stärkung der Gesundheit ist zweifellos wichtig. Geeignete Naturstoffe, regelmäßig in optimaler Dosierung angewendet (siehe Basisprogramm für längere Gesundheit), können dabei außerordentlich hilfreich sein. Klar, das erfordert Bereitschaft und Selbstbeteiligung, ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Ist aber für die Gesundheit in der Regel besser als manches Produkt des Fortschritts und Wohlstands. Und wenn sie gesund sind, muss Ihre Krankenkasse nicht viel Geld ausgeben für ihre Behandlung.</p><p style="text-align:left;">Weil aber immer mehr Menschen krank sind, weil die Behandlungen eingreifender und teurer werden, ist für das nächste Jahr bereits ein Defizit von 17 bis 25 Milliarden Euro prognostiziert, bei Gesamtausgaben von über 400 Milliarden €, von denen ungefähr die Hälfte aus dem Steueraufkommen stammt. Nun sollen Beitragszahler 0,3 Prozent ihres Bruttolohnes mehr einbringen, von Ärzten, Krankenhäusern, Zahnärzten (von Apotheken anscheinend nicht so) werden solidarische Abgaben verlangt. Während der Pandemie waren sie noch gelobt und hochgeschätzt worden. Der Gesundheitsminister, ziemlich fokussiert auf Coronavirusinfektionen, bzw. deren Verhütung, fordert ein Darlehen des Bundes von einer Milliarde € und dazu 2 Milliarden mehr aus dem Steuertopf. Fakt ist, das Gesundheitswesen verdient seinen eigenen Namen nicht. Es macht, wie die technisierte und eingreifende Medizin, nicht gesund – und ist selbst notleidend, krank.</p><h2 style="text-align:left;">Keine Gesundheit ohne Einbeziehung der Natur</h2><p style="text-align:left;">Nach jahrzehntelanger ärztlicher Praxis und vielfältiger guter Erfahrung bin ich überzeugt: Ohne das Einbeziehen der Natur – von Naturstoffen – und ohne die (mental gesteuerten) Selbstheilungskräfte ist Gesundheit nicht erreichbar. Aber die Natur wie die Selbstheilungskräfte sind in unserer Gesellschaft leider verkümmert, erübrigt von einem hohen Maß eingreifender Medizin. Zumal alles in Hülle und Fülle vorhanden war: fossile Energie, Öl, Gas, Benzin, Diesel, dazu Strom, Devisen (nach 70 Jahren werden aber in diesem Jahr die Kosten der Einfuhren in unser Land höher sein, als die Erträge der Exporte), Geld, Versorgung, eingreifende Medizin. Gestritten wurde vor allem über die Verteilung.</p><p style="text-align:left;">Für Minderheiten und für Gendersprache und gegen Rassismus. Der britische Publizist (und Brexit Befürworter) Douglas Murray diagnostizierte da den „Krieg des Westens gegen sich selbst“ und den „Wahnsinn der Massen“ („wie Meinungsmache und Hysterie unsere Gesellschaft vergiften“).</p><p style="text-align:left;">Krieg wird aber auch gegen das Erdklima, gegen die Natur geführt, mithilfe von Automobilen (viele davon irrsinnig überdimensioniert), von Flugzeugen und anderem übersteigertem Konsum. Zudem basteln ein paar Autokraten, wie kürzlich einem Treffen in Teheran zu entnehmen war, an der weiteren Beschleunigung des Weltuntergangs. Mit beachtlicher Zustimmung der Mehrheit ihrer Untertanen übrigens, wie „freie“ Meinungsumfragen aussagen. Und der Unterstützung etlicher Brandbeschleuniger in unserer Gesellschaft.</p><h2 style="text-align:left;">Loslassen - Weisheit der Ausweglosigkeit</h2><p style="text-align:left;">Können wir als Einzelne da überhaupt noch etwas tun, um den Untergang abzuwenden? Sehen was ist, sagt Pema Chödrön in „Die Weisheit der Ausweglosigkeit“. Sehen, was ist, das ändert doch nichts, wird mancher zu dieser Essenz buddhistischer Philosophie denken. Nicht sehen, nicht hören, nicht verstehen in all der News-Überflutung aus dem Internet. Einfach sehen was ist, würde Pema Chödrön wohl darauf antworten, sehr sanft und sehr freundlich: an eigenen Überzeugungen nicht festhalten, Erbarmen üben, die wechselseitige Verbundenheit erkennen, niemandem ein Leid zufügen, in der Mitte bleiben, und das Potenzial der Furchtlosigkeit entwickeln, inneren Frieden. Wie das und weiteres zu entwickeln ist, beschreibt die Buddhistin in dem genannten Buch. Das mich seit vielen Jahren begleitet.</p><p style="text-align:left;">Ist das nicht zu schwach und zu wenig bei all den Problemen, Nöten und Gefahren unserer Zeit? Könnte mancher Aktivist, manche Aktivistin da fragen. All dem Irrsinn unserer Zeit gegenüber, der vom Menschen ausgeht. Genau deshalb müssen wir im Wesen des Menschen ansetzen. Und gleich bei uns selbst beginnen – Lebensreform.</p><p style="text-align:left;">Sehen was ist. Die Welt ist voller Gewalt, Not, Elend, Leid und Gefahr, überwiegend von Menschen verursacht. Niemand sollte das fördern oder unterstützen. Sehen was ist und Mitgefühl weist den besseren Weg.</p><h2 style="text-align:left;">Fangen wir bei uns an</h2><p style="text-align:left;">Ein Apfelbäumchen pflanzen. Hilfreich und resilient werden. Es gibt kein Patentrezept, keine App zum Aneignen von Resilienz. Jedoch learning by doing. Es beginnt in uns selber. Ebenso wie Heilung und Gesundheit. Die Verbindung mit der Natur, geeignete Naturstoffe helfen dabei. Konkrete Hinweise dazu in reformleben, im Basisprogramm für längere Gesundheit.</p><p style="text-align:left;">Bescheidener werden. Verzichten können. Ein großer Teil des hiesigen Wohlstands kam aus dem Bezug relativ billiger Produkte von ärmeren Ländern, die inzwischen weit über die Hälfte der Erdbevölkerung stellen, nun ihren Anteil für sich selbst fordern. Ein Anrecht auch auf den Energieverbrauch aus fossilen Quellen mit resultierenden CO2-Emissionen fordern. Globale Klimakatastrophen werden damit noch massiver und häufiger: Dürren, Hungerepidemien, Überflutungen. Hiesige Streitigkeiten muten daneben geringfügig an. Die Gefahr von Verteilungskämpfen und Kriegen wächst weiter. Allein in den BRICSStaaten (Brasilien, Russland, Indien, China), die ziemlich wenig Sympathie für den westlichen Lebensstil hegen, leben 3,2 Milliarden Menschen, 40 Prozent der Weltbevölkerung. Deren Führungen sind nicht sehr pazifistisch eingestellt. Die Herausforderungen sind riesig.</p><p style="text-align:left;">Beginnen wir bei uns selber, mit Bescheidenheit, mit verzichten lernen, mit dem Bewahren der Erde in unserem unmittelbaren Bereich (dazu müssen wir nicht weit fahren oder fliegen), mit dem Frieden und der Kraft in uns selber.<br/></p></div>
</div></div><div data-element-id="elm_VBjN7eNLV7Nb-cOpYuFncw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_uVyFq-5cdJmH116WKm4MQQ" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_42_0122_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 42 (Jan./Feb. 2022)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Überfordert</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">Ob Corona, die Klimakrise oder Depressionen: Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen. Dr. Klaus Mohr setzt den damit verbundenen Ängsten die Weisheit Mahatma Gandhis entgegen. Als Weg zu mehr Frieden, Zufriedenheit und Gesundheit.</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/ueberfordert-nr-42/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Thu, 01 Sep 2022 00:00:12 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Nachhaltigkeit - Heute an die Lebensqualität von Morgen denken]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/nachhaltigkeit-heute-an-die-lebensqualitaet-von-morgen-denken</link><description><![CDATA[Nachhaltig leben, das bedeutet bei allem, was wir von der Natur nehmen und dort zurücklassen auch an morgen zu denken. Das betrifft auch den Umgang mi ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_G5yJzdSLRtqRFa1xwYeaHA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_cZP6mGZZQXSIoyS9nPWqtQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_PoOCo_vaTeul0gWXhfAlWA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_q_f2vwzDS0mZaSWmrn0dGw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><div><p style="text-align:left;"><strong>Nachhaltig leben, das bedeutet bei allem, was wir von der Natur nehmen und dort zurücklassen auch an morgen zu denken. Das betrifft auch den Umgang mit der „Ressource“ Gesundheit.</strong></p><p style="text-align:left;">In rund 500 Millionen Jahren Erdgeschichte haben sich unzählige Tier- und Pflanzenarten entwickelt und mitten dazwischen wir, der Mensch. Dass wir heute am Ende der Nahrungskette stehen, das heißt als „Krone der Schöpfung“ inmitten aller Lebensformen ein vergleichsweise entspanntes Leben führen, ohne Bedrohung durch Fressfeinde und Angst vor Kälte, Hitze oder Hunger, haben wir unserer Intelligenz zu verdanken. Wir sind Erfinder, Pioniere, Baumeister und Bauern. Wir wissen uns Tier und Natur untertan zu machen, uns davor zu schützen und sie zu nutzen. Nur sie auch zu erhalten, müssen wir jetzt noch lernen. Dass wir uns dem natürlichen Kreislauf „Fressen und gefressen werden“ entzogen haben, hat nämlich seinen Preis: Die menschliche Rasse breitet sich rasend schnell auf der Erde aus und droht das ganze Ökosystem (die Lebensgemeinschaft der Pflanzen und Tiere und ihren Lebensraum Erde) zu kippen. Wenn wir so weitermachen.</p><h2 style="text-align:left;">Nachhaltigkeit ist die Herausforderung der Gegenwart</h2><p style="text-align:left;">Als der moderne Mensch vor rund 300 000 Jahren seinen Siegeszug auf der Erde begann, war Nachhaltigkeit kein Thema. Er lebte an einem Ort, bewegte sich zu Fuß, nahm nur, was die Region zu bieten hatte und kannte keine Industrieprodukte, um seinen Lebensraum zu belasten.</p><p style="text-align:left;">Das weltweite Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum heute fordert verstärkte Landnutzung zur Produktion der konsumierten Güter, zum Wohnen, zum Leben und für unsere Mobilität. Die Natur muss zunehmend Nutzflächen weichen und wird durch Schadstoffe und Ausbeutung belastet. Die verbleibenden Ökosysteme bieten immer weniger Lebensraum, Atemluft, Wasser und Nahrung. Das geht auch zu Lasten der Artenvielfalt, der „Biodiversität“. Viele Pflanzen und Tiere sind schon unwiderruflich von diesem Planeten verschwunden.</p><h2 style="text-align:left;">Warum ist Artenvielfalt so wichtig?</h2><p style="text-align:left;">In allen Klimazonen der Erde leben unzählige Tiere und Pflanzen in über Jahrmillionen ausbalancierten Gemeinschaften. Die Artenvielfalt ist wichtig. Sie erhält das Gefüge aus Fressen und gefressen werden, Konkurrenz und Zusammenarbeit, Lebensraumbildung und -nutzung, Fortpflanzung, Verbreitung und Sterben. Verschwindet nur eine Art, verschwinden viele. Stirbt etwa eine Insektenart aus, werden auch bestimmte Pflanzen nicht mehr bestäubt, die dann wiederum als Nahrung oder Schutz für andere Tiere fehlen. Stirbt ein Raubtier, wird sich seine Beute vermehren und die wiederum zu viele Pflanzen oder andere Tiere fressen.</p><p style="text-align:left;">Was bedeutet das für den Mensch? Wenn wir weiter in der aktuellen Qualität leben wollen oder sogar noch besser, müssen wir die Artenvielfalt erhalten. Wir ernten nur, wenn wir Blumenwiesen für die Bienen erhalten, die unser Obst und Gemüse bestäuben und auch alte Sorten oder Wildpflanzen, die wir zur Züchtung brauchen, Gewürzpflanzen und Futterpflanzen für unsere Tiere wachsen nur im Schutz intakter Ökosysteme. Der Artenschwund wird viele ausradieren.</p><h2 style="text-align:left;">Die Natur ist unsere Apotheke</h2><p style="text-align:left;">Über 70 000 Wildpflanzen werden derzeit auch medizinisch genutzt. Die Teufelskralle etwa lindert Schmerzen, Salbei lässt Entzündungen abklingen, Curcuma wirkt verdauungsfördernd, Weißdorn stabilisiert das alternde Herz, die Ringelblume beschleunigt die Wundheilung. Viele Arzneipflanzen wachsen in empfindlichen Ökosystemen. Viele wurden noch gar nicht entdeckt und werden es wohl auch nie werden. Das Artensterben ist schneller als die Wissenschaft. Mit dem Artensterben nehmen wir uns nicht nur die Möglichkeit die wertvollen Arzneien zu entdecken und zu erhalten. Auch die Artenvielfalt selbst ist oft das Geheimnis. Schweizer Forscher haben beispielsweise nachgewiesen, dass die Milch artenreicher Alpenwiesen und der damit produzierte Käse besonders viele jener Fettsäuren enthält, die wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns sind und bei Erwachsenen das Risiko von Herzkreislauferkrankungen vermindern.</p><h2 style="text-align:left;">Ressource Gesundheit</h2><p style="text-align:left;">Auch nach innen sind wir an den einen „Lebensraum“ gebunden, unseren Körper. Sein Funktionieren beruht auf einem nicht minder komplexen Zusammenspiel zahlreicher Organe und Stoffwechselprozesse. Wer lange gesund bleiben will, muss damit nachhaltig umgehen. Das heißt Ressourcen schonen und pflegen. Wenn erst einmal jede Bewegung schmerzt oder die „Pumpe“ nicht mehr so will, können wir nicht tauschen. Die Basis der Gesundheitspflege ist ein gesunder, ausgeglichener Lebensstil mit ausreichend Schlaf, nicht zu viel Stress und einer vollwertigen bunten Mischkost. Letzteres bedeutet überwiegend Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, Eier, Kräuter, Samen und Nüsse und möglichst auch etwas Fisch (und Fleisch).</p><h2 style="text-align:left;">Ihr Reformhaus : Nachhaltig für Körper und Umwelt</h2><p style="text-align:left;">Gesundheit ist weder „Glückssache“ noch „gottgegeben“. Sie hat, wie der Umgang mit unserem Lebensraum Erde, viel mit Eigenverantwortung zu tun und dabei möchte Ihr Reformhaus Sie unterstützen. Zahlreiche Pflanzenstoffe helfen als Pflegeund Heilmittel besonderen Belastungen länger Stand zu halten, besser zu regenerieren oder auch Leiden natürlich wieder ins Lot zu bringen. Frei von Nebenwirkungen helfen Sie oft genauso gut wie synthetische Arzneien, teilweise sogar besser. </p><p style="text-align:left;">Bei Naturprodukten lohnt es sich dabei auf Qualität zu achten. Viele Pflanzenstoffe entfalten ihr volles Potenzial nur im natürlichen Komplex, in schonend gewonnenen Gesamtauszügen. So kann zum Beispiel die synthetisch hergestellte Ascorbinsäure, fälschlicherweise oft als Vitamin C verkauft, dem natürlichen Vitamin-C-Komplex nicht das Wasser reichen. Sie wird vom Körper deutlich schlechter aufgenommen und verwertet, als Vitamin C in natürlicher Matrix – z. B. aus Aroniabeeren.</p><p style="text-align:left;">In Ihrem Reformhaus finden Sie viele natürliche Produkte aus ökologischem Anbau und in Bio-Qualität. Einige Hersteller gelten auch als Pioniere der nachhaltig ökologischen Produktion, mit recycelbaren Verpackungsmaterialen und höchster Rohstoffqualität bei den Nahrungsmitteln und Gesundheitsprodukten. Doppelt nachhaltig, sozusagen: Für Natur und Mensch. Fragen Sie nach!</p></div></div>
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</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Sun, 01 Sep 2019 08:00:43 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Weniger Plastik ist mehr!]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/weniger-plastik-ist-mehr</link><description><![CDATA[Plastikmüll ist derzeit in aller Munde und nicht nur im übertragenen Sinn: Tiere im Wasser und an Land fressen ihn, weil sie unseren Abfall mit Nahrun ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_yOh9fv-vSia44sp-9YTQcA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_QMB8QFskRhCjRLtDGU-zAA" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_nhqsHHoBRZyu5bgca32BtA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_-QtbeEnKSliM7iyL--mc2w" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Plastikmüll ist derzeit in aller Munde und nicht nur im übertragenen Sinn: Tiere im Wasser und an Land fressen ihn, weil sie unseren Abfall mit Nahrung verwechseln, und auch in unseren Körpern sind Kunststoffe in Form von Mikroplastik längst angekommen, weil wir es mit dem Trinkwasser zu uns nehmen. Es ist also höchste Zeit, dass sich an unserem Umgang mit Kunststoffen etwas ändert, dass wir alle bewusster hinschauen und, das wir versuchen, weniger von diesem gefährlichen Müll zu verursachen.</strong></p><h2>Kunststoffe – ihre Vorteile sind gleichzeitig ihre Nachteile</h2><p>Extrem vielseitig verwendbar, preiswert in der Herstellung und sehr lange haltbar – mit diesen besonderen Eigenschaften haben die Kunststoffe ab den 1960er-Jahren unser Leben komplett erobert und sind überall in Haushalt und Industrie zu finden. Sie machen das Leben bunt und einfach und passen deswegen gut in unsere schnelllebige Zeit. So setzte die deutsche Kunststoffindustrie laut „Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie“ im vergangenen Jahr 65,7 Mrd. Euro um und erreichte damit ein neues Rekordhoch. Fast zwei Drittel des Umsatzes entfielen auf das Inland.</p><p>Leider jedoch hat sich niemand von Anfang an darüber Gedanken gemacht, was eigentlich mit all dem Plastik passiert, das wir nicht mehr brauchen. Das meiste existiert immer noch irgendwo, weil es sich nicht in der Natur abbaut: Der Vorteil der guten Haltbarkeit wird in dem Moment zum Nachteil, wenn wir den geborstenen Plastikeimer oder den kaputten Wasserkocher nicht mehr benutzen. Überflüssige Kunststoffe haben wir früher erst nur einfach weggeworfen, später ab 1991 dann in die gelbe Tonne mit dem grünen Punkt entsorgt. So hatten wir ein gutes Gewissen, denn unser Plastikmüll wird ja recycelt und führt Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurück. Dachten wir zumindest … Aber wie sieht die Realität aus?</p><h2>Müllexport statt Recycling</h2><p>Tatsächlich wird nur ein geringer Teil des Kunststoffmülls wirklich recycelt: Geht die Bundesregierung von 39 Prozent aus, rechnen Abfallexperten mit deutlich geringeren Zahlen, und zwar nur mit enttäuschenden knapp 6 Prozent! Der ganze Rest wird in Kraft- und Zementwerken verbrannt oder exportiert. Ein Großteil des Plastikmülls kann nämlich gar nicht in dem Sinne recycelt werden, dass er danach als vollwertiger Rohstoff eingesetzt werden kann. Es handelt sich um sogenannte Verbundstoffe. Bei ihnen ist der Kunststoff mit anderen Materialien verbunden. Tetrapacks sind das bekannteste Beispiel: Sie bestehen aus Pappe, Aluminium und Plastik. Sie kommen zwar in den gelben Sack, aber mehr als einmal verbrennen und dabei einmal Energie daraus zu gewinnen, geht nicht. Für ein richtiges Recycling, bei dem in einem nachhaltigen Wirtschaftskreislauf immer wieder hochwertige Produkte hergestellt werden, eignet sich nur sortenreiner Kunststoff. Da es aber eine Unzahl an unterschiedlichen Kunststoffen gibt, ist die Recyclingquote heute immer noch so niedrig.</p><h2>Wie bio ist Bioplastik?</h2><p>Bioplastik klingt gut und ist vielleicht die Lösung unseres Müllproblems? Wohl eher nicht, denn bis jetzt ist der Begriff nicht einmal klar definiert. Dahinter kann sich Kunststoff verbergen, der nur zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird. Das blockiert wertvolle Anbauflächen für Nahrungsmittel oder Flächen, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen könnten. Oder es ist von biologisch abbaubaren Kunststoffen die Rede. Das funktioniert tatsächlich. Aber so langsam, dass Kompostieranlagen verstopfen, wenn diese Plastik-Arten einfach in dieBiomülltonne geworfen werden. Was also hilft wirklich gegen die Massen an Plastikmüll?</p><h2>Plastikfreier leben hilft</h2><p>Am wirksamsten und nachhaltigsten können wir Verbraucher dafür sorgen, dass die Müllberge nicht weiter so stark wachsen: Wir kaufen einfach weniger Produkte aus Kunststoff! </p><p>Machen Sie ein Experiment und untersuchen Sie eine Woche lang all Ihre Einkäufe auf Plastik, und zwar nicht nur auf unmittelbar sichtbare Kunststoffe. Neben einer großen Menge an Verpackungen von Lebensmitteln und anderen alltäglichen Produkten wie Zahncreme, Kosmetika oder Papiertaschentüchern bestehen auch viele gebräuchliche Gegenstände wie Zahnbürsten oder Kugelschreiber ganz oder teilweise aus Plastik. Aber schauen Sie noch genauer hin und lesen Sie mal das Kleingedruckte: Auch Wattepads zum Abschminken oder Tampons, von denen wir gemeinhin denken, sie bestünden aus Papier, enthalten Kunststoffe, um die Gebrauchseigenschaften zu verbessern.</p><p>Mit diesem neuen Bewusstsein kaufen Sie dann ein: Kaufen Sie lose Waren, wo es geht, und bringen Sie Ihre eigenen Stoffbeutel und -netze mit. Das klappt inzwischen schon fast überall bei Obst und Gemüse, in Bäckereien und sogar immer öfter an Fleisch- und Wursttheken. Wenn dort hinter der Theke abgewogen wird und die Waren dann auf der Ablage in Ihre mitgebrachten Behälter gelegt werden, ist das genauso hygienisch wie sonst und es spricht rechtlich nichts dagegen. Das alles ist ohne großen Aufwand leicht umzusetzen und spart schon viel Plastikmüll: Sie werden es an Ihrer gelben Tonne merken!</p><h2>Bewusst ersetzen</h2><p>Aber auch unsere Haushalte sind von Kunststoffen durchsetzt, ohne dass wir es wahrnehmen, und vor allem die Küchen wimmeln nur so von Plastikartikeln: Spülbürsten, Seifenspender, Schneidbretter, Behälter für Kühlschrank und Gefrierfach, Messergriffe, Tischsets, Toaster, Waffeleisen … Sie werden sicher noch mehr entdecken, wenn Sie sich umschauen. Ganz ähnlich ist es im Badezimmer. Aber auch viele Teppiche oder Kuscheldecken, Kissen, Kleidungsstücke, ein Großteil der Sportbekleidung bestehen ganz oder teilweise aus Kunststoffen.</p><p>Wenn Sie diese langlebigeren Artikel ersetzen müssen, können Sie auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit achten: Glas, Edelstahl und Holz erfüllen in Küche und Bad ebenso gute Dienste wie Plastik und halten oft ein Leben lang. Bei Kleidung und bei Textilien im Wohnund Schlafbereich setzen Sie auf Naturstoffe wie Wolle, Baumwolle, Leinen, Leder, Seide, Hanf, Jute, Sisal oder Viskose und Modal. (Viskose und Modal bestehen aus Holzfasern.) Bei Bodenbelägen kommen neben Holz, Fliesen und Wollteppichen auch Kork und Linoleum in Frage, das aus Kreide, Leinöl, Korkmehl und Jutegewebe besteht.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_lsdbouMN_akGbIYxbCbkuw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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