<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/tag/Darm-Hirn-Achse/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Darm-Hirn-Achse</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog #Darm-Hirn-Achse</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/tag/Darm-Hirn-Achse</link><lastBuildDate>Tue, 16 Jun 2026 17:46:15 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Psychobiotika - Milchsäurebakterien für die Psyche]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/psychobiotika</link><description><![CDATA[Dass es eine Verbindung zwischen unserer Psyche und unserem Darm gibt, war bisher wohl eher eine Vermutung als eine Gewissheit. Sätze wie „Damit habe ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_gkz57vtAR6-0wGRMLHVFjA" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_hNH60LS5ToO-t6cDe0piiQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_WGtjJFVeTk69l1rm-pY8zg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_YHVapv0cQ0yqIyrSpZSCmw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Dass es eine Verbindung zwischen unserer Psyche und unserem Darm gibt, war bisher wohl eher eine Vermutung als eine Gewissheit. Sätze wie „Damit habe ich Bauchschmerzen“, Davor habe ich schiss“ oder „Bei der Sache habe ich ein komisches Bauchgefühl“ deuten darauf hin, dass es diese Darm-Hirn-Achse irgendwie geben muss. Aber ist das auch wissenschaftlich belegt? In der Tat besteht zwischen dem Darm und dem Gehirn eine enge Verbindung.</strong></p><h2>Schaltzentrale &quot;Darmhirn&quot;</h2><p>Der Darm wird von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt, welche die Darmmuskulatur steuern und den Transport der Nahrung gewährleisten. Diese Nerven werden umgangssprachlich auch oft als „Darmhirn“ bezeichnet. 90 Prozent der Informationen verlaufen vom Darmhirn in die Schaltzentrale im Kopf, aber nur zehn Prozent in umgekehrter Richtung. Dies geschieht zum einen über Nervenverbindungen im Rückenmark und zum anderen über den zehnten Hirnnerv, den Nervus vagus, der vom Hirnstamm zum Verdauungsapparat verläuft und an vielen Regulationsvorgängen im Gastrointestinal-Trakt beteiligt ist. </p><h2>Darmflora - Ursache oder Folge psychischer Erkrankungen?</h2><p>Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, auch unserer Darmflora, dem Mikrobiom, eine Bedeutung für die psychische Gesundheit zu unterstellen und folgerichtig eine Behandlung psychischer Erkrankungen mit Probiotika, also Präparaten mit Milchsäurebakterie oder Hefen, zu unterstützen. Die Forschung hierzu steht allerdings noch ganz am Anfang – und ist sich sogar noch nicht einmal einig darüber, ob im Hinblick auf psychiatrische Erkrankungen zuerst die Erkrankung oder zuerst eine Störung der Darmflora vorlag. Diese könnte sowohl für das Risiko der Erkrankung als auch für deren Schwere verantwortlich sein. Ebenso gut könnten eine psychische Erkrankung und der dadurch ausgelöste Stress aber auch Auslöser einer Veränderung der Darmflora sein. Denkbar ist auch, dass dieselben Risikofaktoren aus der Umwelt (wie u.a. eine schlechte Ernährung) sowohl die Gesundheit des Darmes als auch des Gehirns beeinträchtigen. </p><h2>Zusammenhang von Störungen des Darms und der Psyche </h2><p>Tatsächlich ist durch eine Vielzahl von Studien belegt, dass eine Störung der Darm-Hirn-Achse mit neuropsychologischen Erkrankungen – aber auch mit dem Auftreten des Reizdarms – verbunden ist. Die Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen dem Darm und dem Gehirn. In der Wissenschaft ist man zunehmend davon überzeugt, dass die große Ansammlung von Mikroorganismen im Darm einen großen Einfluss auf den Gemütszustand hat. So kann ein verändertes Mikrobiom zu neuropsychologischen Störungen, einschließlich Depressionen und Autismus-Störungen führen. Insbesondere Depressionen werden neuerdings mit einer Störung des Mikrobioms in Verbindung gebracht. In Tierversuchen führte die Manipulation der Darmflora zu einem ängstlichen oder depressiven Verhalten. In einem Versuch ließ sich ein solches ängstliches Verhalten sogar über die Darmflora auf ein anderes Tier übertragen! Als Ursache werden entzündliche Prozesse vermutet, bei denen der Darm offenbar eine wichtige Mittlerfunktion innehat. </p><h2>Können Probiotika helfen? </h2><p>Die grundlegende Erkenntnis, dass im Rahmen der Darm-Hirn-Achse ein Zusammenhang zwischen einer Störung der Darmflora und neuropsychiatrischen Erkrankungen besteht, ist sehr neu. Deshalb kann zu diesem Zeitpunkt natürlich auch noch keine endgültige Aussage darüber getroffen werden, ob Probiotika bei diesen Krankheitsbildern eine positive Wirkung entfalten können, auch wenn einige Forscher bereits euphorisch von „Psychobiotika“ sprechen. Damit sind probiotische Bakterienstämme gemeint, die in der Lage sind, direkt auf die Darm-Gehirn-Achse zu wirken. Bis solche konkreten Bakterienstämme tatsächlich identifiziert sein werden, sollte man auf hochwertige Breitbandprobiotika setzen, wenn man seine Psyche über die Darmflora unterstützen möchte. Das sind Präparate mit Milchsäurebakterien, die mit einer hohen Dosierung (über 100 Milliarden/Tag) und einer umfangreichen Zahl an Stämmen einer die psychische Erkrankung auslösende Störung der Darmflora gezielt entgegenwirken.</p></div></div>
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</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Wed, 01 Mar 2023 00:00:00 +0100</pubDate></item><item><title><![CDATA[Die Darm-Hirn-Achse]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/die-darm-hirn-achse</link><description><![CDATA[Über den Zusammenhang von Darmflora und Erkrankungen von Nerven und Psyche Unser Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan, er ist auch unser größtes Immu ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_FyqeIk65RX2PQJ1f7LvcPQ" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_SiZkUBQaQ3a0_tL4zF4iPg" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_UT1Vq7kgTdKHD8QyMjixWw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_qI7r_Pl9RUSsh46JuoMp-g" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><p><strong>Über den Zusammenhang von Darmflora und Erkrankungen von Nerven und Psyche</strong></p><p>Unser Darm ist nicht nur ein Verdauungsorgan, er ist auch unser größtes Immunorgan. Im Vergleich zu unserer Außenhaut, die nur eine Fläche von ca. zwei Quadratmetern hat, stellt die Darmschleimhaut nämlich mit ihren 400 m2 Oberfläche den größten Kontakt zur Umwelt dar. Die Darmschleimhaut kann dadurch nicht nur die lebenswichtigen Nährstoffe und Energielieferanten in großen Mengen aufnehmen, sie kommt auch mit zahlreichen Fremdstoffen und Krankheitserregern in Kontakt. Für Nährstoffe muss sie durchlässig sein – das Eindringen von Schadstoffen muss sie hingegen verhindern. Daher beherbergt unser Darm auch fast 80 Prozent aller Immunzellen.</p><p>Dies zeigt, wie wichtig eine gesunde Darmschleimhaut für die Gesundheit des gesamten Körpers ist. Hinzu kommt, dass unser Darm von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt wird, welche die Darmmuskulatur steuern und den Transport der Nahrung gewährleisten. Daher werden sie auch als „Darmhirn“ bezeichnet. 90 Prozent der Informationen verlaufen vom Darmhirn in die Schaltzentrale im Kopf, aber nur zehn Prozent in umgekehrter Richtung. Dies geschieht zum einen über Nervenverbindungen im Rückenmark und zum anderen über den zehnten Hirnnerv, den Nervus vagus, der vom Hirnstamm zum Verdauungsapparat verläuft und an vielen Regulationsvorgängen im Gastrointestinal- Trakt beteiligt ist. </p><p>Bei dieser engen Verbindung und dem intensiven Informationsaustausch zwischen dem Darm und dem Gehirn spricht man von der sogenannten Darm-Hirn-Achse. Kein Wunder also, dass kein anderes Organ so sensibel auf Gefühle oder Stress reagiert wie unser Verdauungsapparat. Er beeinflusst die Gesundheit unseres gesamten Organismus. Viele Menschen leiden unter einem so genannten Reizdarm. Sie haben Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Oft verbergen sich dahinter Probleme und Schwierigkeiten, die erst einmal „verdaut“ werden müssen.</p><h3>Bakterienvielfalt minimiert Risiko</h3><p>Der Darm kann auch Auslöser von Entzündungszuständen im Körper und Gehirn sein. Man hat nämlich festgestellt, dass ein verändertes Mikrobiom und ein Reizdarm oft mit psychischen Problemen wie Depressionen und Autismus-Störungen aber auch neurodegenerativen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer einhergeht. So ist die Bakterienvielfalt bei vielen Multiple-Sklerose- Erkrankten deutlich geringer als bei gesunden Menschen. Dieser Mangel an Bakterien ist problematisch, da diese die kurzkettige Fettsäure Propion produzieren, die bestimmte Immunzellen im Gehirn beeinflusst, die an der Entstehung und dem Verlauf der Multiplen Sklerose beteiligt sind. Die Immunzellen funktionieren nur, wenn die Darmbakterien genügend Propion aus der Nahrung freisetzen. Die Zusammenhänge zwischen Darmflora und Erkrankungen von Psyche und Nerven konnten bereits an Studien mit Mäusen nachgewiesen werden. So entwickelten zum Beispiel Mäuse, die Kot von ängstlichen Mäusen transplantiert bekamen, selbst ein stärker ausgeprägtes ängstliches Verhalten.</p><h3>Entscheidende Rolle der Ernährung</h3><p>Eine entscheidende Strategie zur Reduzierung des Risikos für Erkrankungen von Psyche und Nerven ist eine darmflorafreundliche Ernährung. Dazu gehören natürlich an erster Stelle probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kimchi, Sauerkraut oder Kombucha. Zudem sollten die Mahlzeiten möglichst wenige Kohlenhydrate und nur hochwertiges Fett mit viel Omega-3-Fettsäuren enthalten. Aber keine Angst, auch Schokolade, Wein und Kaffee sind wegen der enthaltenen wichtigen sekundären Pflanzenstoffe in Maßen erlaubt. Besonders wichtig für die Darmflora sind auch prebiotische Ballaststoffe, die das Futter für die Darmbakterien darstellen und so für die Produktion der wichtigen kurzkettigen Fettsäuren sorgen. Diese wiederum liefern der Darmschleimhaut Energie. Besonders gutes Hirnfutter stellen zuckerarme Obstsorten und Gemüse, Kräuter und Gewürze sowie proteinreiche Nahrungsmittel dar.</p><h3>Unterstützung durch Probiotika</h3><p>Viele Menschen nutzen darüber hinaus auch Probiotika zur Unterstützung ihrer Darmflora. Aber können diese Präparate mit Milchsäurebakterien oder medizinischen Hefen auch bei psychischen oder neurodegenerativen Erkrankungen helfen? Der konkrete Einsatz von Probiotika bei psychischen Erkrankungen ist ein relativ neues Forschungsgebiet. Weil aber viele dieser Erkrankungen mit Darmproblemen einhergehen, wird immer stärker nach Probiotika geforscht, die hier hilfreich sein könnten. Bisher gibt es zu diesem Thema vorwiegend Tierversuche. So konnten bei Mäusen das Stressverhalten und die Gedächtnisleistung durch die Gabe von Probiotika verbessert werden. Auch am Menschen gibt es erste Untersuchungen, die zuversichtlich stimmen: In einer iranischen Studie mit Arbeitern auf einer Bohrinsel konnten positive</p><p>Ergebnisse bei Depressionen festgestellt werden. Vor dem Hintergrund dieser neuesten Erkenntnisse sprechen Forscher bereits euphorisch von „Psychobiotika“, also probiotischen Bakterienstämmen, die in der Lage sind, neuroaktive Substanzen wie beispielsweise Gamma-Aminobuttersäure und Serotonin zu produzieren und bereitzustellen, die direkt auf die Darm-Gehirn-Achse wirken. Bis derartige Stämme identifiziert sein werden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, seine Ernährung mit Milchsäurebakterien zu ergänzen, um die Darmflora zu unterstützen.</p><p>Wichtig bei der Wahl des Präparats ist eine sorgfältige Auswahl sicherer, genetisch charakterisierter Stämme, und dass nicht womöglich Stämme kombiniert werden, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen. Diese sollten eine überdurchschnittlich hohe Stabilität gegen unterschiedliche antibiotische Substanzen aufweisen, gut an der Darmschleimhaut anhaften und durch eine säureresistente Kapsel geschützt</p><p>sein. Entscheidend ist eine hohe Dosierung mit mindestens 100 Milliarden Bakterien pro Tagesdosis</p><p>(z. B. Darmflora plus select intensiv von Dr. Wolz). Denn viele Probiotika können den Darm nicht ausreichend besiedeln, weil sie in einer zu geringen Dosierung vorliegen oder durch Magen- und Gallensäure abgetötet werden.</p></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_LRh99ucs3XJlE15S4j578w" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
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Für die Funktionalität u ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_Rh430x3JREyrbRiknUcrFg" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_cdoeLvseTqyborPkGd4Y3A" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_6jY52QCyRxaccLV-jpUbDQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_ub5m8McwT0iR87W021ZIwg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div><h2>Prophylaxe und Therapie mit Probiotika</h2><p>Aufgabe unseres Immunsystems ist der Schutz und Erhalt der biologischen Individualität. Für die Funktionalität unseres Immunsystems ist dabei ein gesunder, intakter und leistungsfähiger Darmtrakt unabdingbar. Schließlich sind 70 bis 80 Prozent aller aktiven Immunzellen im Darm angesiedelt, sodass es das größte Immunsystem des Menschen darstellt. Ohne Signale aus der Darmflora, auch intestinale Mikrobiota genannt, können die für die Erkennung von Fremdem und der Initiierung der Immunantwort verantwortlichen Immunzellen nicht aktiv werden. Fehlfunktionen des Immunsystems entstehen nicht selten durch Störungen dieser Mikrobiota, deren Aufbau, Entwicklung und Vielfalt sich dem Alter und der Lebenssituation anpassen. So sollte jeder, der etwas für seine Immunabwehr tun möchte unbedingt seinen Darm im Blick haben, umso den größtmöglichen Schutz der eigenen Abwehr zu gewährleisten.</p><p>Die Funktion der intestinalen Mikrobiota liegt in einer wichtigen Abwehrbarriere gegen krankmachende Darmkeime, sie hemmt das Wachstum dieser Keime. Denn durch den Verbrauch von Sauerstoff nehmen die in der gesunden Mikrobiota lebenden rund 500 verschiedenen Bakterienarten schädlichen Bakterien die Lebensgrundlage. Zudem besetzt eine gesunde Darmflora deren Lebensraum und verhindert so, dass schädliche Bakterien sich im Darm ansiedeln können.</p><p>Die intestinale Mikrobiota hat daneben noch Stoffwechselfunktionen, trainiert die Immunzellen und moduliert die Darm-Hirn-Achse.</p><h2>Störung der intestinalen Mikrobiota</h2><p>Eine Veränderung oder Störung geschiehtdurch Ernährungsfehler, den Lebensstil (Stress, Rauchen, Reisen), aber besonders durch Medikamenteneinnahme, hier insbesondere Antibiotika. Diese stören den physiologischen Schutzmechanismus der Darmschleimhaut gegenüber Krankheitserregern. So führen Antibiotika unerwünschter Weise auch zu Veränderungen, welche die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten lässt. Ist beispielsweise die Anzahl der Milchsäurebakterien dezimiert, können sie den pH-Wert im Darm nicht mehr leicht sauer halten und keine ausreichende Barriere für schädliche Eindringlinge bilden. Leicht wird der Betroffene anfällig für die unterschiedlichsten Krankheiten. Eine Antibiotikaeinnahme verschiebt die Bakteriendiversität in der Darmflora und begünstigt somit das ungehemmte Wachstum unerwünschter Bakterienarten, wodurch Entzündungen entstehen können, die Durchfallerkrankungen zur Folge haben.</p><h2>Unterstützung durch Probiotika</h2><p>Für den Schutz und die Wiederherstellung einer stabilen Darmflora empfiehlt sich eine Therapie mit sogenannten Probiotika, also Präparaten mit Milchsäurebakterien oder bioaktiven Hefestämmen. Sie stärken die Barrierefunktion, modulieren das Immunsystem, hemmen die Invasion pathogener Keime und wirken antientzündlich. Ihr prophylaktischer und therapeutischer Einsatz ist nicht nur bei Erkrankungen des Darmes wie Reizdarm, Verstopfung oder entzündlichen Veränderungen angezeigt. Auch bei Hautkrankheiten, Stoffwechselstörungen (z. B. Laktose-Malabsorption), Diabetes mellitus und Urogenitalinfektionen haben Studien positive Ergebnisse gezeigt. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, müssen Probiotika allerdings auch in ausreichender Zahl als lebende Mikroorganismen den Gastrointestinaltrakt erreichen. Dies gewährleisten Präparate mit hohen Dosierungen, also zum Beispiel 24 Milliarden pro Tagesdosis, die durch eine säureresistente Kapselhülle geschützt sind. Sinnvoll ist es auch, sogenannte Multi-Species-Präparate zu wählen, also solche, die mehrere Bakterienstämme enthalten, die in verschiedenen Darmabschnitten aktiv werden und sich auch gegenseitig positiv beeinflussen.</p><h2>Das Bifidobacterium lactis BI-04</h2><p>Beispiel für einen lebenden Milchsäurebakterienstamm ist das Bifidobacterium lactis Bl-04. Studien zufolge steigert er die Produktion von Antikörpern (Immunglobulinen) und sorgt so für eine schnellere Immunantwort des Körpers. Zudem hat sich gezeigt, dass Menschen, denen dieser Stamm verabreicht wurde, besser mit Rhinoviren, also den Viren, die den berüchtigten Schnupfen verursachen, fertig wurden. Daher gilt das Bifidobacterium lactis Bl-04 als ein nützlicher Stamm, zur Verringerung des Infektionsrisikos der oberen Atemwege.</p><h2>Der Lactobacillus paracasei MCC1849</h2><p>Nicht nur lebende sondern auch bestimmte inaktivierte Milchsäurebakterien unterstützen das Immunsystem. Beispielhaft sei hier der Lactobacillus paracasei MCC1849 genannt. Tierversuche ergaben, dass oral verabreichtes MCC1849 die Produktion von Antikörpern fördert, die für die Abwehr von krankmachenden Keimen im Darm, im Blut und in der Lunge zuständig sind. Auf dieser Basis führte man mehrere doppelblinde, placebo-kontrollierte Humanstudien mit diesem inaktivierten Lactobacillus-Stamm durch. Es zeigte sich, dass L. paracasei MCC1849 das Potenzial hat, die Resistenz gegen Erkältungsinfektionen bei anfälligen Personen zu verbessern. Zudem wirkte der L. paracasei MCC1849 Abgeschlagenheit entgegen und hielt einen wünschenswerten Stimmungszustand auch unter psychischen Stressbedingungen aufrecht. Dies ist als Hinweis auf die für immer mehr Interesse sorgende Mikrobiota – Darm-Hirn-Achse – zu verstehen. </p><p>Auch bei älteren Menschen scheint dieser Stamm eine besondere Wertigkeit zu haben. Es ist bekannt, dass die Erfolgsrate der Grippeimpfungen bei älteren Menschen leider oft nicht derjenigen bei Jüngeren entspricht. Hintergrund ist, dass die Menge der im Thymus gebildeten Abwehrzellen im Laufe des Lebens abnimmt. Dieses Defizit kann der Lactobacillus paracasei MCC1849 ausgleichen. So profitierten bei einer Untersuchung an Bewohnern von Pflegeheimen besonders die über 85-Jährigen von der Einnahme dieses probiotischen Stammes: Bei ihnen war die entsprechende Antikörperbildung nach einer Grippeimpfung signifikant höher als bei der Placebogruppe.</p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Milchsäurebakterien (Bifido- und Lactobacillen) sind unsere wertvollen Begleiter:</p><ul><li>beruhigen die Schleimhaut, wenn sie gereizt ist</li><li>regen den Stoffwechsel und die Bildung/Regeneration der gesunden Darmschleimhaut an</li><li>wirken gegen Fremdkeime</li><li>dämpfen Stress (Darm-Hirn-Achse)</li><li>wirken antientzündlich und antiviral</li><li>stärken unser Immunsystem</li></ul></div></div>
</div></div><div data-element-id="elm_SIqeNFosIswGmZtPvStZDA" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style></div>
</div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Wed, 01 Jul 2020 14:10:00 +0200</pubDate></item></channel></rss>