<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!-- generator=Zoho Sites --><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><atom:link href="https://www.reformleben.de/blogs/dr-mohr/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><title>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog , Dr. Mohr</title><description>reformleben - Zurück zu natürlicher Gesundheit - Blog , Dr. Mohr</description><link>https://www.reformleben.de/blogs/dr-mohr</link><lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 00:11:17 +0200</lastBuildDate><generator>http://zoho.com/sites/</generator><item><title><![CDATA[Hilflosigkeit und Hilfsbereitschaft]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/hilflosigkeit-und-hilfsbereitschaft</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2023/erlernte_hilflosigkeit_1200.jpg"/>Alles hängt mit allem zusammen. Es gibt Themen, die gerne verdrängt werden. Damit sind sie aber nicht aus der Welt – im Gegenteil. Zwar fürchten sich ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_6rwiBpcdQn25faGTDLrn9A" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_osoiu1V7SsC0oytCb36tgQ" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_aVb0WNAVRuio8CE6iPV7gw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_TcUb9Uyxwbhl6gThmw2Z2Q" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_TcUb9Uyxwbhl6gThmw2Z2Q"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.00px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
                type:fullscreen,
                theme:dark"><figure role="none" class="zpimage-data-ref"><span class="zpimage-anchor" role="link" tabindex="0" aria-label="Open Lightbox" style="cursor:pointer;"><picture><img class="zpimage zpimage-style-none zpimage-space-none " src="/beitr%C3%A4ge/2023/erlernte_hilflosigkeit_1200.jpg" size="fit" data-lightbox="true"/></picture></span></figure></div>
</div><div data-element-id="elm_fcqjB9tPTBuqPTQmrI8DkQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><p style="text-align:left;"><span style="color:inherit;"><strong>Alles hängt mit allem zusammen. Es gibt Themen, die gerne verdrängt werden. Damit sind sie aber nicht aus der Welt – im Gegenteil. Zwar fürchten sich viele Mitmenschen davor, hilflos zu werden, hilflos zu sein, sind aber selbst nicht besonders hilfsbereit. Individuell, persönlich und global. Manches könnte verhindert und manches geheilt werden.</strong></span></p></div>
</div><div data-element-id="elm_c1d0rd67ch8MiOnEQAUHvA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_c1d0rd67ch8MiOnEQAUHvA"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Selbstachtung und intellektuelle Redlichkeit</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_gq1WzPOVIIXvt50qOgEHZA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Zur Selbstachtung und intellektuellen Redlichkeit angesichts der planetaren Krise schreibt der Gegenwartsphilosoph Thomas Metzinger in seinem neuen Buch „Bewusstseinskultur“ (nach „Der Ego- Tunnel“, „Eine neue Philosophie des Selbst: von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik“), das ich hoch schätze:<br/><br/>„...&nbsp;<em>Wir müssen uns ehrlich machen. Die Menschheit befindet sich mitten in einer planetaren Krise. Die globale Krise selbstverschuldet,<strong>&nbsp;historisch, beispiellos&nbsp;</strong>– und es sieht nicht gut aus. Sowohl die politischen Institutionen als auch eine große Zahl von Einzelpersonen&nbsp;<strong>versagen</strong>&nbsp;bei der Bewältigung dieser Krise&nbsp;<strong>kläglich,</strong>&nbsp;und zwar sehenden Auges und schon sehr lange.“ Ja, ja, ja, viele von uns können/wollen davon nichts mehr hören und sehen. Letzteres ist aber keine Lösung – ganz im Gegenteil.</em>&quot;<br/></p><blockquote><cite>Thomas Metzinger, Buch: „Bewusstseinskultur&quot;</cite></blockquote></div></div>
</div><div data-element-id="elm_DooX7x_KkerpBiOnoJigUg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_DooX7x_KkerpBiOnoJigUg"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="color:inherit;"><span style="font-size:24px;">Notwendige Hilfe</span></span></h2></div>
<div data-element-id="elm_9Yr-Xlz0upZkSzYV43YdVQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Selbstverständlich bedürfen Mitmenschen, die in schwieriger oder gar aussichtsloser Situation sind, akut vorrangig unserer Hilfe, unserer Hilfsleistungen. Neben persönlichem, individuellem Einsatz von Helfern, Rettern und Leistungserbringern (der gleichwohl politisch koordiniert und überwacht wird) garantiert die Gesellschaft, der Staat, notwendige Hilfe. Die jedoch selten nur als optimal bewertet wird, mitunter als genügend, häufig als unzureichend. Auch da gibt es unterschiedliche Auffassungen und Bemühungen, die eigene und die anderer.</p><p><br/></p><p>Mitmenschen, die Hilfe brauchen und sich selbst nicht helfen können, sind völlig hilflos. Dieser Definition nach sind/werden immer mehr Mitmenschen hilflos. Krankheitsbedingt. Unfallbedingt. Durch Einwirken äußerer Gewalt, derzeit auch wieder brutal kriegsbedingt. Andere wiederum auch selbstbedingt.</p><p><br/></p><p><em>Hilflos</em>&nbsp;bedeutet im Wortsinn: ohne Hilfe zu sein. Das kann jedoch unterschiedlich verstanden werden:</p><ul><li><span style="color:inherit;">keine Hilfe zu bekommen, die notwendig wäre</span></li></ul><ul><li>keine Hilfe zu geben, zu leisten, die erforderlich wäre.</li></ul><p><span style="color:inherit;">Gewöhnlich wird in unserer Gesellschaft die schwerste und dringendste Hilfsbedürftigkeit als Hilflosigkeit bezeichnet und nicht mehr, dem ursprünglichen Wortsinn nach, das Verweigern von Hilfe. Individuell und persönlich geschieht das aber sehr oft. Das Helfen, die Barmherzigkeit wird an die Sozialsysteme und en Staat delegiert.</span></p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_rSgoMOGPaq5P0mYuQL5dHQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_rSgoMOGPaq5P0mYuQL5dHQ"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Alle für Einen</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_Fk5c5YRuuuw160hOFscCqg" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Formal wird im Sozialstaat jedem, jeder Hilfsbedürftigen notwendige Hilfe in ausreichendem Maß gewährt. Zugesichert und geregelt wird diese Hilfe im Sozialgesetzbuch, das aus Bismarcks Reichsversicherungsordnung hervorging. Das Grundprinzip ist<em>&nbsp;„Alle für Einen/Eine&quot;.</em>&nbsp;Von Betroffenen, Bedürftigen, Notleidenden und von Sozialverbänden wird derart gewährte Hilfe im Einzelfall oftmals als unzureichend empfunden. Derzeit werden für Hilfs- und Unterstützungsleistungen rund 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Sozialleistungsquote), in absoluten Zahlen 198,3 Milliarden € pro Jahr eingesetzt. Das ist immerhin nicht ganz wenig.</p><p>Nur zum Vergleich (selbstverständlich sollte ein Etat nicht für den anderen aufgerechnet werden): Die Ausgaben für die Landesverteidigung sind wesentlich niedriger (angesichts des Krieges in Europa leider immer noch nicht zu erübrigen), deutlich unter 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zudem ist der Sozialetat stetig ansteigend, von 18,3 Prozent in 1960, eines damals weit niedrigeren Bruttoinlandsprodukts, auf den heutigen Stand (siehe oben). Gemessen an den Bundesausgaben fließen dem Sozialetat 53 Prozent zu. Aber all das wirkt mehr und mehr unzureichend. Soll besser werden. Das heißt in unserem System mehr. Mehr Leistungen, mehr Ausgaben, mehr Abgaben. Logisch.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_UZnP7pcYa-PvM0Aor6q-zQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_UZnP7pcYa-PvM0Aor6q-zQ"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Quellen der Hilfeleistung</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_s3Sgsju14OAjLPKnQMtQKw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Und woher nehmen? Zuerst von den Reichen. Das versuchte der edle Robin Hood schon zu praktizieren. Zumal, aus heutiger Sicht der ökologische Fußabdruck der Reichen mit ihren Yachten und SUVs, ihren Flügen auf alle möglichen Inseln, weit überproportional ist. Da kommen schon ein paar infrage, die man mit den Worten von Frau Esken als Co-Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, doch mal zur Kasse bitten kann. Tatsächlich wurde in der PHF-Studie<sup>1</sup>&nbsp;ein durchschnittliches Nettovermögen bundesdeutscher Haushalte von 232.800 € ermittelt. Davon könnte man schon mehr abgeben. Allerdings liegt der Medianwert bei 70.800 € pro Haushalt, weil viele doch weniger haben als der Durchschnitt. Klar, da muss man genau hinsehen. Und ein wenig zumindest verstehen von Statistik. Gewiss gibt es von etlichen Milliardären viel Geld zu holen. Das kann allerdings für die Sozialleistung nur einmal ausgegeben werden. Zweihundert Milliarden Euro werden jährlich benötigt, stetig. Nachhaltig.</p><p><br/></p><p>Erhöht werden könnten deshalb auch die Beiträge der Arbeitenden, der Angestellten sowie der Arbeitgeber zu den Sozialkassen, den Kranken- und Rentenkassen, zum Bundesamt für Arbeit sowie die Steuern. Die steigen, wenn die Wirtschaft wächst, und werden kontinuierlich entrichtet. Ein beachtlicher Teil des Steueraufkommens geht derzeit schon an die Sozialkassen. Soweit so gut.</p><p><br/></p><p>Kreditaufnahmen könnten dazu kommen, auch um den Preis höherer Staatsverschuldung, für die höhere Zinszahlungen erforderlich werden. Jahrzehntelang wurde die Neuverschuldung (die Bezeichnung „Neu&quot; sagt schon: bisherige Schulden waren noch nicht abgezahlt: wir sind aus dem Gleichgewicht, ohne Nachhaltigkeit) praktiziert und dazu schließlich der Kreditzins von den Notenbanken in den negativen Bereich gebracht. Anderenfalls hätten die Staaten das nicht stemmen können. Die dafür erforderliche Geldflut stimulierte zusätzlich die Aktienmärkte, den privaten Konsum und daraufhin auch die Teuerung. Die belastet nun am massivsten die Einkommensschwächsten, für die Hilfe, nicht zuletzt in Form von Ausgleichszahlungen, selbstverständlich erforderlich ist. So hängt alles mit allem zusammen.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_u-WodT4ACB2gNaSkZ5smOA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_u-WodT4ACB2gNaSkZ5smOA"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Spare in der Zeit</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_c2U_3fJfkSU3s6vo4HsiuA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Eine Alternative zu all dem könnte das Sparen sein. Hier und da mal Verzicht. Doch das ist unpopulär. An wem und an was könnte/wollte man überhaupt sparen? Das kapitalistische, geldorientierte System ist doch auf Wirtschaftswachstum, auf immer mehr: vor allem, immer mehr Geld angewiesen.<em>&nbsp;Spare in der Zeit, so hast Du in der Not.</em>&nbsp;Hieß es einmal. Was bedeutet das heute? Sind wir noch in der Zeit – gespart haben relativ wenige – oder schon in der Not? So ist es leider. Die Not wächst. Krisen werden zu Polykrisen, zu miteinander verknüpften und unlösbaren Krisen. Und Katastrophen. Mit Geld allein nicht zu beheben, nicht abzuwenden. Persönlicher Einsatz ist erforderlich. Selbstbeteiligung. Mithilfe, Mitwirkung. Doch wer ist noch bereit persönlich zu helfen? Zu pflegen? Zu helfen? Zu leisten? Das Empfinden von Hilflosigkeit wächst und von Ohnmacht gegenüber der planetaren Krise und noch immer der Hybris der vieler Menschen.</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm__j8Ha_e0NGDmsaUt5_APOA" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm__j8Ha_e0NGDmsaUt5_APOA"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Erlernte Hilflosigkeit</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_IuH5VeifmJvRUeJ-GedNsw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>In den späten 1960er Jahren stellte der Psychologe Martin Seligman die Hypothese von der<strong><em>&nbsp;erlernten</em></strong><em>&nbsp;Hilflosigkeit</em>&nbsp;auf. Von der jedoch nicht alle Menschen gleichermaßen betroffen seien. Erlernte Hilflosigkeit könne aus dem Erleben bzw. Empfinden von Ohnmacht, von fehlender Kontrolle der Lage und von Hoffnungslosigkeit entstehen –&nbsp;<strong><em>und zu anhaltender Depression führen.</em></strong>&nbsp;Natürlich reagiert nicht jeder Mensch so. Wesentlich ist da die persönliche Einordnung, die Art der Attribution, so Seligman, wenn nämlich die Ursache der Hilflosigkeit</p><ul><li>in eigenem Versagen und/oder</li><li>dem Wirken übermächtiger Umstände und/oder</li><li>scheinbarer endloser Unabänderlichkeit</li></ul><p>von den Betroffenen so gesehen wird.</p><p>Primär wurde demnach die Ursache erlernter Hilflosigkeit im Menschen selbst, im Einzelnen vermutet, in dessen Bewertung der Umstände und seinem Selbstempfinden (Attributionsstil). Mit negativer Eigenerwartung wird wohl niemand sehr froh, tatkräftig und hilfreich sein.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_hdRKvrfD0IxsNWpRLVhD3Q" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_hdRKvrfD0IxsNWpRLVhD3Q"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Das sanfte Monster</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_OEeMpsywZimISuL6VWeqOQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Verstärkt werden kann diese Entwicklung von einer Politik, die – durchaus wohlmeinend – umfassend regelnd, behütend und versorgend regiert. Wie derzeit in unserer Gesellschaft, von der Mehrheit gewünscht und gewählt. Hans Magnus Enzensberger schrieb dazu schon 2011 in „Der Spiegel“ über die Europäische Union, die er als das „sanfte Monster in Brüssel“ bezeichnete:</p><p>„… die europäische Union weiß alles besser als wir …“ und „… Sie bewegt sich auf leisen Sohlen. Sie gibt sich erbarmungslos menschenfreundlich. Sie will nur unser Bestes. Wie ein gütiger Vormund ist sie besorgt um unsere Gesundheit, unsere Umgangsformen, unsere Moral. Auf keinen Fall rechnet sie damit, dass wir selbst wissen, was gut für uns ist; dazu sind wir in ihren Augen viel zu hilflos und zu unmündig, deshalb müssen wir gründlich betreut und umerzogen werden“.</p><p><br/></p><p>Das mag zugespitzt sein, erklärt aber, wie wohlmeinende Politik zum Empfinden persönlicher Hilflosigkeit beitragen kann. Dass sich daran nicht viel verändert hat, ist unter anderem an den politischen Entscheidungen in unserem Land während der COVID-Ausbreitung erkennbar. Zum Interesse von Politikern daran meinte Hans Magnus Enzensberger, wiederum zur EU-Politik: „… jede Ausdehnung ihrer Kompetenz verspricht der Institution mehr Macht, mehr Geld und mehr Planstellen. Eine bessere Erklärung für viele Entscheidungen unserer europäischen Sachwalter hat bislang niemand vorgebracht“.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_bx5f87EoRwC-OQqOkPIINQ" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_bx5f87EoRwC-OQqOkPIINQ"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Ein Quantum Eigenleistung</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_jVv2bgVKBKbOro3Q-cXBzQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>Eine derartig betreute Gesellschaft verändert sich verständlicherweise. Auch die Mentalität ändert sich. Weitere Fortschrittsfaktoren wirken daran mit. Verbrauch fossiler Energie, Umherfahren, Fliegen ist so einfach und scheinbar billig. Und dazu die Einstellung: wir können ohnehin nichts ändern, nicht helfen, nicht retten. Die Hypothese von der erlernten Hilflosigkeit findet weitere, selbsterfüllende Bestätigung. Wer so verlernt, selbst zu helfen –auch sich selbst zu helfen – wird dafür mehr Ansprüche und Forderungen an Andere und an die Gesellschaft stellen. Die Entwicklung ist problematisch. Keinesfalls soll Hilfsbedürftigen die notwendige und ausreichende Hilfe geschmälert oder gar verweigert werden. Ganz im Gegenteil. Wenn allerdings – weiter gedacht – die Mehrheit hilflos wird, ist notwendige Hilfe nicht mehr ausreichend zu leisten. Besonders dann, wenn die Auswirkungen des Klimawandels belastend hinzukommen. Für die muss heute schon intensiv vorgesorgt werden.</p><p>Heute schon dürfte ein Quantum an Eigenleistung und Selbsthilfe, sofern die eigenen Kräfte das hergeben, nicht völlig verkehrt sein.&nbsp;</p><p><br/></p><p>An Verzicht und an Demut. Mental ist dafür der Wandel von der Anspruchshaltung zur Hilfsbereitschaft grundlegend. Und wohltuend für Alle. Und für den Körper die Verbindung mit der Natur, gut, grundlegend mit ausreichend Bewegung im Freien: dreißig Minuten pro Tag, wenn irgend möglich. Einfache Ernährung, kalorisch knapp bemessen mit Pflanzenkost. Und zur Wiederherstellung sowie zur weiteren Stärkung der Gesundheit geeignete Pflanzenstoffe in optimaler Dosis, für Prävention und Komplementärtherapie. Die wichtigsten von diesen Pflanzenstoffen sind im Basisprogramm für längere Gesundheit erklärt. Aufgrund zunehmender Krankheitsanfälligkeit und -häufigkeit wird entsprechend mehr eingreifende Medizin nötig. Mit sinnvoller Prävention, wie oben skizziert, kann manche Krankheit verhindert und Gesundheit besser bewahrt werden.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_t76Z4cemGSnjm69lUBn5Zw" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_t76Z4cemGSnjm69lUBn5Zw"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Ökologischer Fußabdruck und Nachhaltigkeit</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_1HdI7RpNASylyhhxu7sJ8A" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><p>So kann der eigene Medizinbedarf sowie der ökologische Fußabdruck doch klein gehalten werden. Der würde durch Tierzucht/Verarbeitung/Fleischkost vergrößert. Darüber hinaus kann nicht geleugnet werden: Auch der Medizin- und Pflegebetrieb trägt zur Klimaveränderung bei, mit derzeit ungefähr 5 Prozent der Gesamtemissionen an Kohlendioxid. Rund 20 Prozent des Kohlendioxidausstoßes stammt aus der Landwirtschaft, 70 Prozent davon, d.h. 14 Prozent insgesamt, von der Tierzucht.</p><p>Würden sämtliche Erdbewohner so viel fahren/fliegen/verbrauchen wie das derzeit in Deutschland geschieht, wären dafür drei (!) Erden erforderlich. Derzeit kommen viele Mitmenschen zu uns, die meisten davon unfreiwillig, etliche Not leidend und hungernd wegen Dürren und Missernten im Zuge der Klimaveränderung. Und wegen Kriegen. Obgleich die Zahl der Hilfsbedürftigen und Hilflosen dadurch weiter noch ansteigt. Auch da sind wir zur Hilfe verpflichtet. Und weil die Mittel und die Wohnflächen endlich sind, auch zum Verzichten und Teilen.</p></div></div>
</div><div data-element-id="elm_t3EQiJkF1WeuPwW2PiBs3Q" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm_t3EQiJkF1WeuPwW2PiBs3Q"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><div style="color:inherit;"><h2><span style="font-size:24px;">Erlernte Hilflosigkeit überwinden</span></h2></div></h2></div>
<div data-element-id="elm_-VDynEm4AFeAm-eAm9_3fA" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;">Leider wird die Erderwärmung mit zunehmend wahrscheinlicheren Katastrophen weiter steigen, nicht bei 1,5 °C verharren. Die schon sehr verheerend sind. Leider ist die Menschheit noch nicht ausreichend bereit, ihr Verhalten zu ändern und ihren Verbrauch signifikant zu reduzieren. Auch das ist eine Form von Hilflosigkeit, die – von Mitteln und Möglichkeiten der Technik verführt –&nbsp;<em>erlernt&nbsp;</em>wurde. Eine zunehmende Form. Mit Demut, Bescheidenheit, Verbrauchsreduktion und Verzicht auf Unnötiges, durch Stärkung der Gesundheit mit natürlichen Mitteln und geeigneten Pflanzenstoffen, überwinden wir diese Art von Hilflosigkeit. Und sind dann besser in der Lage, Anderen zu helfen.</span></p></div>
</div><div data-element-id="elm__KE8SoZex-HVMkY8nmMJFg" data-element-type="heading" class="zpelement zpelem-heading "><style> [data-element-id="elm__KE8SoZex-HVMkY8nmMJFg"] h2.zpheading{ line-height:32px; } </style><h2
 class="zpheading zpheading-style-none zpheading-align-left " data-editor="true"><span style="font-size:24px;">Quelle</span></h2></div>
<div data-element-id="elm_C0FFgaLI5AW2Y4hWT3j3CQ" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-left " data-editor="true"><p><span style="color:inherit;"><sup>1</sup><a href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/794130/d523cb34074622e1b4cfa729f12a1276/mL/2019-04-vermoegensbefragung-data.pdf">PHF-Studie</a>&nbsp;- Private Haushalte und Privateinkommen 2017, Deutsche Bundesbank</span></p></div>
</div></div><div data-element-id="elm_Z6ACVjnuflVKMBYyDbvFaQ" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_B3d9iZZfgC-EsK_l3BrDYQ" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_50_0523_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 50 (Mai/Juni 2023)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Hallmarks of Aging</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">Wie wir das Altern verlangsamen können</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/hallmarks-nr-50/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div><div data-element-id="elm_lgaArN-kAPdj9Ddi_YZTRA" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><script async src="https://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js?client=ca-pub-5717017486576175" crossorigin="anonymous"></script><!-- /blogs/post/ --><ins class="adsbygoogle" style="display:block;" data-ad-client="ca-pub-5717017486576175" data-ad-slot="7825854471" data-ad-format="auto" data-full-width-responsive="true"></ins><script>
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</div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Mon, 01 May 2023 00:00:00 +0200</pubDate></item><item><title><![CDATA[Zeitenwende]]></title><link>https://www.reformleben.de/blogs/post/zeitenwende</link><description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" src="https://www.reformleben.de/beiträge/2022/rl_0922_zeitenwende.png"/>Selbstverantwortung, Resilienz und Nachhaltigkeit entwickeln Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht, hatte Anna Lena Baerbock, Außenministerin ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="zpcontent-container blogpost-container "><div data-element-id="elm_IZWO7gb3TV2sQXCl3-HT3w" data-element-type="section" class="zpsection "><style type="text/css"></style><div class="zpcontainer-fluid zpcontainer"><div data-element-id="elm_dgdHz5qjQjWtgT8kG1RPCA" data-element-type="row" class="zprow zprow-container zpalign-items- zpjustify-content- " data-equal-column=""><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_i8VbSEvEQuiB3J8BTnbHtg" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_-0OhaxSnWc0Y_HCARgbmMA" data-element-type="image" class="zpelement zpelem-image "><style> @media (min-width: 992px) { [data-element-id="elm_-0OhaxSnWc0Y_HCARgbmMA"] .zpimage-container figure img { width: 540px ; height: 360.45px ; } } </style><div data-caption-color="" data-size-tablet="" data-size-mobile="" data-align="center" data-tablet-image-separate="false" data-mobile-image-separate="false" class="zpimage-container zpimage-align-center zpimage-tablet-align-center zpimage-mobile-align-center zpimage-size-fit zpimage-tablet-fallback-fit zpimage-mobile-fallback-fit hb-lightbox " data-lightbox-options="
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</div><div data-element-id="elm_uyGWtp_wSta4AgFqTISpjw" data-element-type="text" class="zpelement zpelem-text "><style></style><div class="zptext zptext-align-center " data-editor="true"><h2 style="text-align:left;">Selbstverantwortung, Resilienz und Nachhaltigkeit entwickeln</h2><p style="text-align:left;">Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht, hatte Anna Lena Baerbock, Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, am 24. Februar 2022, nach dem russischen Überfall auf die Ukrainer gesagt. Aber was heißt das: aufgewacht? Von wokeness, Wachheit, ist ja in Kreisen schon seit Jahren die Rede. Verändert hat sich die Welt seit dem Ausbruch des brutalen Krieges aber noch nicht signifikant: Unrecht, Hass, Gewalt, Krieg, Zerstörung, Menschen gemachtes Leid gibt es mit schlimmeren und etwas weniger schlimmeren Phasen seit jeher. Nun scheint jedoch ein Maximum erreicht. Zumal die Klimaveränderung hinzu kommt, durch den Fortschritt und die Plünderung fossiler Ressourcen zusätzlich angefeuert. Und durch das Wachstum der Erdbevölkerung, das nun flacher zu werden scheint.</p><p></p><div style="text-align:left;">Doch vielleicht ist die Wahrnehmung einiger Menschen (durchaus nicht aller) seit diesem Tag voll erneuten Unheils verändert. Wie gern wollten wir glauben, dass</div><div style="text-align:left;">• immer mehr Menschen gut, gerecht, solidarisch, nachhaltig und friedliebend sind,</div><div style="text-align:left;">• der Wohlstand immer weiter wächst,</div><div style="text-align:left;">• der Staat für uns sorgt, uns die Selbstverantwortung abnimmt, alles für uns regelt,</div><div style="text-align:left;">• der Fortschritt die Welt besser macht,</div><div style="text-align:left;">• die Klimaveränderung/die Erderwärmung gar nicht so schlimm ist,</div><div style="text-align:left;">• und mithilfe des Fortschritts, der Digitalisierung bald aufhören sollte.</div><p></p><p style="text-align:left;">Leider ist das nicht so. Da war/ist viel Betrug. Auch Selbstbetrug. Gewiss, der Wohlstand scheint unermesslich, treibt absurde Blüten und wankt. Aber gewöhnlich möchten wir die Wirklichkeit und die Wahrheit gar nicht so klar sehen. Sondern lieber so, wie wir sie gern hätten. Das scheint, wie Frau Baerbock da anerkennenswert offen und ehrlich kommuniziert, auch bei Ministerinnen möglich zu sein. Respekt!</p><p></p><div style="text-align:left;">Buddhistische Psychologie (Buddhismus wird auch als Wissenschaft vom Bewusstsein verstanden) kennt vier Ebenen des Bewusstseins:</div><div style="text-align:left;">• Geist-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Sinnes-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Speicher-Bewusstsein</div><div style="text-align:left;">• Manas-Bewusstsein.</div><p></p><h2 style="text-align:left;">Anhaftung überwinden</h2><p style="text-align:left;">Neben dem Geist-Bewusstsein, das denkt, glaubt, entwirft, plant, sorgt, ängstigt – oft unbewusst – sei hier besonders an das Manas- Bewusstsein erinnert, das Behauptungen und Meinungen aufnimmt, das an Egoität, an Vorstellungen, Wünschen und Dingen anhaftet. Manas kann durch Achtsamkeit, Meditation, Gelassenheit, wunschloses Glück und Akzeptanz des unvermeidlichen weitgehend überwunden werden, lebenslang geübt. Dabei löst Angst sich auf. Gelassenheit wächst.</p><p style="text-align:left;">Aber wie ist der Mensch? Dem derzeitigen russischen Präsidenten, der offensichtlich als gewalttätigster, zerstörendster (angesichts auch der Klimazerstörung) Herrscher in die Geschichte eingehen möchte, attestiert ein früherer Wegbegleiter aus Sowjetunionszeiten, Sergueï Jirnov, spezielle Charaktermerkmale bei geringer Ausprägung von Achtsamkeit: Ignoranz, Verblendung, Zynismus, Verlogenheit, fehlendes Mitgefühl, Brutalität. Wer sich bei diesen unheilvollen Eigenschaften an den abgewählten Altpräsidenten der USA, Donald Trump, erinnert, wird erkennen: Die gibt es überall, vor allem bei Autokraten und anderen Selbstherrlichen, aber auch im Kleinen. Das müssen wir überwinden. Natürlich zuerst in uns selbst. Die Welt hat Probleme genug.</p><h2 style="text-align:left;">Konsumqualität </h2><p style="text-align:left;">Die Welt ist nicht heil. Da ist nicht ein Problemfall, nicht ein Konfliktherd, nicht eine Gefahr, sondern ein Vielfaches von alldem. Fast so viele wie es Menschen gibt. Es ist in uns allen. Demnächst werden wir 8 Milliarden sein, fast dreimal so viele wie vor 70 Jahren. Mit wachsenden Ansprüchen und Forderungen. Vorher schon und seit ein paar Jahrzehnten extrem. Der Konsum ist geradezu irrsinnig geworden, hierzulande nicht nur beim Essen, beim Fahren und Fliegen, sondern zunehmend auch in der Medizin. Da darf per se nichts zu viel sein. Das Gebot vom Notwendigen und Ausreichenden aus der ursprünglichen Sozialgesetzgebung wird nun mehr und mehr ausgestaltet.</p><p style="text-align:left;">Aber alles hängt mit allem zusammen. Wie oben, so unten. Und umgekehrt. Eine Krise ist zu bewältigen, auch zwei oder drei. Wenn die Zahl der Krisen – und der Gefahren – jedoch exponentiell wächst, von Menschen zusätzlich bereitet und angezettelt, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Falls da noch eine ist. Vor dem Abgrund.</p><h2 style="text-align:left;">Wachsende Ansprüche</h2><p style="text-align:left;">Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer, weiß ein altes Sprichwort. Aber so ernst war die Situation tatsächlich noch nie, obgleich manche das noch verdrängen und konsumieren, fahren und fliegen. Gab es doch noch niemals so viele Menschen auf der Welt (nahezu 8 Milliarden, in 2050 werden 10 Milliarden erwartet), mit wachsendem Verbrauch, wachsenden Ansprüchen und Forderungen, wachsenden Konflikten, politisch korrekt. Nun holen die Länder des globalen Südens – von Entwicklungs- oder gar Drittländern soll politisch korrekt nicht mehr die Rede sein – mächtig auf, auch in der Konfliktbereitschaft. Für die Teilhabe am Wohlstand nach westlicher Art ist ihnen der entsprechende Verbrauch fossiler Energieträger recht, und damit auch die Kohlendioxidemission. Die alte Welt hat es vorgemacht.</p><p style="text-align:left;">Da aber geht nun die Furcht vor unzureichender Gasversorgung im nächsten Winter, vor Inflation, Teuerung und Wohlstandsverlust um. Vor allem die Wohlstands- und Sozialleistungsstaaten sind sehr hoch verschuldet: seit Jahrzehnten sind die Ansprüche und die Ausgaben höher als die Erträge aus – einstmals – florierender Realwirtschaft. Um die Anforderungen zu finanzieren, wurden – zur Überbrückung sagte man, in Wahrheit aber zulasten künftiger Generationen – Kredite aufgenommen, für die üblicherweise Zinsleistungen erforderlich sind – an Tilgung ist kaum zu denken. Um zudem auch die Zinsen zu mindern – sogar unter null – dachten sich Finanzspezialisten etwas Neues aus, die Notenbanken (eigentlich zuständig für Währungsstabilität) fluteten nun das System mit Fiat-Geld, verbrämt durch Ankäufe von Staatsanleihen. Finanzakrobatik vom Feinsten. Geldmengenwachstum bewirkt aber zwangsläufig Geldentwertung, Inflation, Teuerung. Alles hängt mit allem zusammen. Wie oben, so unten.</p><h2 style="text-align:left;">Wirklich in einer anderen Welt aufgewacht?</h2><p style="text-align:left;">Durch die Schwächung der Währung, die Geldentwertung, wird importierte Energie, ob Erdgas oder Erdöl, zwangsläufig teurer. Da heißt es, sich im Winter warm anziehen, nach der Hitze und Dürre des Sommers. Doch da ist die Politik vor, ausgerechnet rot-grüne. Der Wirtschaftsminister fliegt um die halbe Welt, um von anderen Autokratien als Putins mehr Gas einzukaufen. Zugegeben, das klingt schon satirisch, ist aber Realpolitik. Und gewiss gut gemeint. Zudem verkündet die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, „gesetzlich verordnetes Frieren“ sei unsinnig. Ein unsinniges Statement: als ob die gedrosselte Gasversorgung gesetzlich erhöht werden könnte. Vorläufig bilden sich aber noch weitere Schlangen auf Autobahnen und vor den Abflugschaltern der Flughäfen. Zur Abhilfe wirbt die Regierung in der Türkei weitere Mitarbeitende für den Gepäckservice da an. Sind wir wirklich in einer anderen Welt aufgewacht?</p><p style="text-align:left;">Wie aus einer ganz anderen Welt, einer damals sehr schweren und dennoch hoffnungsvolleren Zeit, vor gerade mal 80 Jahren mutet da die Ansprache von Sir Winston Churchill, Premierminister, für seine Landsleute an: I have nothing to offer but blood, toils, tears and sweat. Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß, anderes habe ich nicht zu bieten. Später, in woken Communities wurde das als Kriegsrhetorik abgetragen. Obgleich Großbritannien da nicht der Angreifer war (wie heute die Ukraine gewiss nicht der Angreifer ist) und vorher Beschwichtigungspolitik – Appeasement – versucht hatte. Unter zweifellos ganz anderen hiesigen Umständen, und weitaus höherer Zukunftsbedrohung durch die menschengemachte Klimaveränderung/ Erderhitzung wäre eine derart ehrliche, klare Ansprache heute undenkbar. Jedoch notwendig. Sind wir doch seit Jahrzehnten. im gedankenlosen, aber realen Krieg gegen das Klima, gegen die Erde. Jeder und jede, 7,9 Milliarden. Der/die Eine mehr, die/der Andere weniger. Ganz schuldlos ist keiner.</p><h2 style="text-align:left;">Apfelbäumchen pflanzen</h2><p style="text-align:left;">Was bleibt da noch zu tun. Ein Apfelbäumchen pflanzen. Hat Martin Luther schon empfohlen, obgleich die Kohlendioxidemissionen vor dem Siegeszug des Fortschrittes minimal waren. Und vom Apfelbaum leicht kompensiert wurden.</p><p style="text-align:left;">Was uns aber an Luthers wie auch an Churchills Statements bewegt, ist das Bekenntnis zur Eigenbeteiligung sowie zur Selbstverantwortung. Wenn die ausbleibt, ist die Menschheit überhaupt nicht mehr zu retten. Dennoch hält Beschwichtigungspolitik nichts davon. Da geht es um Appeasement nach innen, obgleich es außen schon lodert. Angesichts der Klimakatastrophen kann Beschwichtigung tödlich sein. Dann doch lieber Eigenbeteiligung und selbst Verantwortung. Der Wohlstand tut kaum einem gut, macht viele krank. Der Sozialstaat ist überfordert. Defizitär. Mit Selbstverantwortung und Eigenbeteiligung würde es dem Sozialstaat schon besser gehen.</p><p style="text-align:left;">Nicht immer mehr verlangen und fordern. Ein Apfelbäumchen pflanzen. Zunächst braucht es Hege und Pflege, regelmäßiges Gießen, bis es gut verwurzelt ist und trägt. Wie alles, das wir säen und pflanzen. Es wachsen, Blätter bilden und gedeihen, blühen und Früchte tragen zu sehen, bereitet tiefe innere Freude. Tut uns und dem Ökosystem gut. Verbindung entsteht mit unserer Natur. Wobei unserer die Verbindung mit der Natur bezeichnet, nicht den Besitz-Anspruch. Zerstört wird die Natur von denen, die keine Verbindung mit ihr haben, die sie nicht achten, nicht lieben. Putin führt Krieg gegen die Ukraine, gegen die Menschen in der Ukraine. Hierzulande führen sehr viele Menschen Krieg gegen die Natur. Unter anderem mit dem Gaspedal. Politisch ist das nicht zu beanstanden.</p><h2 style="text-align:left;">Rückbesinnung auf Resilienz</h2><p style="text-align:left;">Es sieht nicht gut aus. Dennoch bleibe ich zuversichtlich. Mit dem Bisherigen, dem Mehr und noch mehr, wird die Zukunft nicht zu retten, nicht zu bestehen sein. Aber mit Resilienz.</p><p></p><div style="text-align:left;">Von Menschen, die</div><div style="text-align:left;">• statt zu hadern und zu klagen, achtsam, bewusst, bescheiden, zufrieden und wirksam sind, auch in schwierigen Situationen,</div><div style="text-align:left;">• persönlich anspruchslos sind,</div><div style="text-align:left;">• verstehen, statt zu verlangen</div><div style="text-align:left;">• zufrieden und gesund sind.</div><p></p><p style="text-align:left;">Neuerdings ist von Resilienz die Rede. Vorgelebt wurde sie von Victor Frankl, dem ärztlichen Begründer der Logo-Therapie. Ihm half sie, das Grauen im Konzentrationslager zu überleben und gleichzeitig noch anderen beizustehen. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist Resilienz verkümmert. Der Fortschritt, die Rundumversorgung, die Versicherung, die eingreifende Medizin nehmen uns das Bemühen um Eigenständigkeit, Selbsthilfe und Selbstverantwortung ab. Um Selbstheilung.</p><p></p><div style="text-align:left;">In unserer Gesellschaft jedoch ist die Resilienz wieder verkümmert. Der Fortschritt, der Wohlstand,</div><div style="text-align:left;">die Rundumversorgung und das Bemühen um Selbsthilfe, um Eigenständigkeit, um Rücksicht und den Beistand für andere nimmt weitgehend ab.</div><p></p><h2 style="text-align:left;">Beispiel &quot;Allesfahrer&quot;</h2><p style="text-align:left;">Wer beispielsweise ein Auto vor dem Haus auf der Straße stehen hat (und das sind sehr viele), schon das Abstellen in der Garage oder im Parkhaus wäre doch unbequem, mag gewöhnlich kaum noch eine noch so kleine Strecke zu Fuß gehen, ohne Auto keine Besorgung erledigen. Mal abgesehen davon, dass sowas (gilt in unserer Gesellschaft als völlig normal) Tag für Tag beharrlich zur Klimakatastrophe beiträgt, ist es auch für die Bequemen, Verwöhnten unmittelbar schädlich: Die Muskulatur verkümmert, folglich auch die Hirnleistung, die Herzleistungskraft, die Lungenfunktion, die Stoffwechselregulation. All das geschieht unbemerkt über Jahre, ganz bequem, millimeterweise auf der Abwärtsspirale. Nach Jahren erst wundern sich die Allesfahrer über ihren Verfall. Die chronische Müdigkeit. Und die Schwäche. Und werden zum Fall für die eingreifende Medizin.</p><p style="text-align:left;">Niemand wünscht Verlust und Verfall. Im Überfluss und im Wohlstand brauchte niemand noch Resilienz. In Zukunft jedoch wird sie sehr wichtig sein. Anspruchslosigkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis und die Orientierung auf Bewahrendes, Rettendes fördert die Resilienz. Wir werden sie brauchen.</p><h2 style="text-align:left;">Nachhaltigkeit in der Medizin</h2><p style="text-align:left;">Mit der Übererwärmung, dazu der Bevölkerungsverdichtung wird die Erde zweifellos unwirtlicher. Das mentale Klima verändert sich zudem, in unserer Gesellschaft, auch in uns selber. Das Verdrehen von Wahrheit nimmt zu, die Zahl der Falschbehauptungen und Irreführungen, der Hass, die Hassreden, die Drohungen. All das nicht nur im Netz, aber dadurch arg verstärkt. Gerade im abnehmenden Wohlstand. Dessen Schwinden schmerzt besonders die Menschen mit niedrigerem Einkommen, erhöht den Druck auf die Sozialkassen und die Leistungserbringer. Relativ geringe Einschränkungen schon werden dann als Zumutung empfunden. Jedoch kaum zu vermeiden sein, wenn wir auch auf die Nachhaltigkeit achten – um künftige Generationen nicht ungerecht zu belasten.</p><p style="text-align:left;">Lange schon stößt die moderne Medizin an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Ihre Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten, steht im „alten“ SGB V. Was ausreichend und notwendig ist, wird gewöhnlich, den Möglichkeiten entsprechend, großzügig interpretiert. Wer wollte auch Hilfe versagen? Was das System hergibt, wird in der Regel in Anspruch genommen. Nicht immer ist das zum Besten der Kranken. Die Resilienz jedenfalls ist abnehmend. Und der Versuch, sämtliche Probleme mit Geld, immer mehr Geld, zu lösen, ist in Inflationszeiten schwerer durchzuführen. </p><p style="text-align:left;">Wie wird da die Mehrheit unserer Gesellschaft reagieren, falls Mittel und Möglichkeiten, Medikamente der eingreifenden Medizin sowie MRT-Termine im bisherigen, gewohnten Umfang nicht mehr zur Verfügung stehen? Gewiss, noch ist das eine Frage, eine Hypothese. Im Grunde undenkbar. Die eingreifende Medizin ist höchst systemrelevant. Bestmögliche Versorgung und Pflege ist ethisch geboten. Doch haben neuerliche Veränderungen der Versorgung von außen her, nicht nur mit Erdgas, sondern beispielsweise auch mit synthetischen Medikamenten aus Indien oder aus China, Veränderungen der Einstellung, der Wirtschaftsleistung, der Produktion und der Politik bisher Undenkbares fast über Nacht zur neuen Realität werden lassen.</p><h2 style="text-align:left;">Selbstheilungskräfte erhalten (s. <a href="https://reformleben.de/category/basisprogramm/">Basisprogramm</a>)</h2><p style="text-align:left;">Wer da nicht allzu anspruchsvoll ist und auch mal mit weniger auskommen kann, auf Unnötiges leichter verzichten kann, wer seine Selbstheilungskräfte gut funktionsfähig halten kann, wird leichter bestehen.</p><p style="text-align:left;">Die Solidarität mit Schwachen, Kranken und Armen gilt selbstverständlich uneingeschränkt weiter. So stehen Ihnen sogar relativ mehr Mittel bereit.</p><p style="text-align:left;">Wie geht es Ihnen? Wiederherstellung, Bewahrung und Stärkung der Gesundheit ist zweifellos wichtig. Geeignete Naturstoffe, regelmäßig in optimaler Dosierung angewendet (siehe Basisprogramm für längere Gesundheit), können dabei außerordentlich hilfreich sein. Klar, das erfordert Bereitschaft und Selbstbeteiligung, ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Ist aber für die Gesundheit in der Regel besser als manches Produkt des Fortschritts und Wohlstands. Und wenn sie gesund sind, muss Ihre Krankenkasse nicht viel Geld ausgeben für ihre Behandlung.</p><p style="text-align:left;">Weil aber immer mehr Menschen krank sind, weil die Behandlungen eingreifender und teurer werden, ist für das nächste Jahr bereits ein Defizit von 17 bis 25 Milliarden Euro prognostiziert, bei Gesamtausgaben von über 400 Milliarden €, von denen ungefähr die Hälfte aus dem Steueraufkommen stammt. Nun sollen Beitragszahler 0,3 Prozent ihres Bruttolohnes mehr einbringen, von Ärzten, Krankenhäusern, Zahnärzten (von Apotheken anscheinend nicht so) werden solidarische Abgaben verlangt. Während der Pandemie waren sie noch gelobt und hochgeschätzt worden. Der Gesundheitsminister, ziemlich fokussiert auf Coronavirusinfektionen, bzw. deren Verhütung, fordert ein Darlehen des Bundes von einer Milliarde € und dazu 2 Milliarden mehr aus dem Steuertopf. Fakt ist, das Gesundheitswesen verdient seinen eigenen Namen nicht. Es macht, wie die technisierte und eingreifende Medizin, nicht gesund – und ist selbst notleidend, krank.</p><h2 style="text-align:left;">Keine Gesundheit ohne Einbeziehung der Natur</h2><p style="text-align:left;">Nach jahrzehntelanger ärztlicher Praxis und vielfältiger guter Erfahrung bin ich überzeugt: Ohne das Einbeziehen der Natur – von Naturstoffen – und ohne die (mental gesteuerten) Selbstheilungskräfte ist Gesundheit nicht erreichbar. Aber die Natur wie die Selbstheilungskräfte sind in unserer Gesellschaft leider verkümmert, erübrigt von einem hohen Maß eingreifender Medizin. Zumal alles in Hülle und Fülle vorhanden war: fossile Energie, Öl, Gas, Benzin, Diesel, dazu Strom, Devisen (nach 70 Jahren werden aber in diesem Jahr die Kosten der Einfuhren in unser Land höher sein, als die Erträge der Exporte), Geld, Versorgung, eingreifende Medizin. Gestritten wurde vor allem über die Verteilung.</p><p style="text-align:left;">Für Minderheiten und für Gendersprache und gegen Rassismus. Der britische Publizist (und Brexit Befürworter) Douglas Murray diagnostizierte da den „Krieg des Westens gegen sich selbst“ und den „Wahnsinn der Massen“ („wie Meinungsmache und Hysterie unsere Gesellschaft vergiften“).</p><p style="text-align:left;">Krieg wird aber auch gegen das Erdklima, gegen die Natur geführt, mithilfe von Automobilen (viele davon irrsinnig überdimensioniert), von Flugzeugen und anderem übersteigertem Konsum. Zudem basteln ein paar Autokraten, wie kürzlich einem Treffen in Teheran zu entnehmen war, an der weiteren Beschleunigung des Weltuntergangs. Mit beachtlicher Zustimmung der Mehrheit ihrer Untertanen übrigens, wie „freie“ Meinungsumfragen aussagen. Und der Unterstützung etlicher Brandbeschleuniger in unserer Gesellschaft.</p><h2 style="text-align:left;">Loslassen - Weisheit der Ausweglosigkeit</h2><p style="text-align:left;">Können wir als Einzelne da überhaupt noch etwas tun, um den Untergang abzuwenden? Sehen was ist, sagt Pema Chödrön in „Die Weisheit der Ausweglosigkeit“. Sehen, was ist, das ändert doch nichts, wird mancher zu dieser Essenz buddhistischer Philosophie denken. Nicht sehen, nicht hören, nicht verstehen in all der News-Überflutung aus dem Internet. Einfach sehen was ist, würde Pema Chödrön wohl darauf antworten, sehr sanft und sehr freundlich: an eigenen Überzeugungen nicht festhalten, Erbarmen üben, die wechselseitige Verbundenheit erkennen, niemandem ein Leid zufügen, in der Mitte bleiben, und das Potenzial der Furchtlosigkeit entwickeln, inneren Frieden. Wie das und weiteres zu entwickeln ist, beschreibt die Buddhistin in dem genannten Buch. Das mich seit vielen Jahren begleitet.</p><p style="text-align:left;">Ist das nicht zu schwach und zu wenig bei all den Problemen, Nöten und Gefahren unserer Zeit? Könnte mancher Aktivist, manche Aktivistin da fragen. All dem Irrsinn unserer Zeit gegenüber, der vom Menschen ausgeht. Genau deshalb müssen wir im Wesen des Menschen ansetzen. Und gleich bei uns selbst beginnen – Lebensreform.</p><p style="text-align:left;">Sehen was ist. Die Welt ist voller Gewalt, Not, Elend, Leid und Gefahr, überwiegend von Menschen verursacht. Niemand sollte das fördern oder unterstützen. Sehen was ist und Mitgefühl weist den besseren Weg.</p><h2 style="text-align:left;">Fangen wir bei uns an</h2><p style="text-align:left;">Ein Apfelbäumchen pflanzen. Hilfreich und resilient werden. Es gibt kein Patentrezept, keine App zum Aneignen von Resilienz. Jedoch learning by doing. Es beginnt in uns selber. Ebenso wie Heilung und Gesundheit. Die Verbindung mit der Natur, geeignete Naturstoffe helfen dabei. Konkrete Hinweise dazu in reformleben, im Basisprogramm für längere Gesundheit.</p><p style="text-align:left;">Bescheidener werden. Verzichten können. Ein großer Teil des hiesigen Wohlstands kam aus dem Bezug relativ billiger Produkte von ärmeren Ländern, die inzwischen weit über die Hälfte der Erdbevölkerung stellen, nun ihren Anteil für sich selbst fordern. Ein Anrecht auch auf den Energieverbrauch aus fossilen Quellen mit resultierenden CO2-Emissionen fordern. Globale Klimakatastrophen werden damit noch massiver und häufiger: Dürren, Hungerepidemien, Überflutungen. Hiesige Streitigkeiten muten daneben geringfügig an. Die Gefahr von Verteilungskämpfen und Kriegen wächst weiter. Allein in den BRICSStaaten (Brasilien, Russland, Indien, China), die ziemlich wenig Sympathie für den westlichen Lebensstil hegen, leben 3,2 Milliarden Menschen, 40 Prozent der Weltbevölkerung. Deren Führungen sind nicht sehr pazifistisch eingestellt. Die Herausforderungen sind riesig.</p><p style="text-align:left;">Beginnen wir bei uns selber, mit Bescheidenheit, mit verzichten lernen, mit dem Bewahren der Erde in unserem unmittelbaren Bereich (dazu müssen wir nicht weit fahren oder fliegen), mit dem Frieden und der Kraft in uns selber.<br/></p></div>
</div></div><div data-element-id="elm_VBjN7eNLV7Nb-cOpYuFncw" data-element-type="column" class="zpelem-col zpcol-12 zpcol-md-6 zpcol-sm-12 zpalign-self- zpdefault-section zpdefault-section-bg "><style type="text/css"></style><div data-element-id="elm_uVyFq-5cdJmH116WKm4MQQ" data-element-type="codeSnippet" class="zpelement zpelem-codesnippet "><div class="zpsnippet-container"><div style="border:1px solid rgb(221, 221, 221);padding:16px;margin-bottom:20px;font-family:Arial, sans-serif;"><p style="font-size:16px;margin:0 0 8px;color:rgb(85, 85, 85);">Erschienen in:</p><div style="display:flex;align-items:start;"><img src="https://www.reformleben.de/shop/ausgaben/rl_42_0122_title.jpg" alt="Reformleben Magazin" style="width:200px;height:auto;margin-right:16px;border:1px solid rgb(221, 221, 221);"/><div style="flex-grow:1;"><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;">Ausgabe Nr. 42 (Jan./Feb. 2022)</p><p style="margin:0;font-size:24px;color:rgb(51, 51, 51);margin-bottom:10px;font-family:&quot;Spectral&quot;;line-height:1.3em;">Überfordert</p><p style="margin:0;font-size:14px;color:rgb(51, 51, 51);">Ob Corona, die Klimakrise oder Depressionen: Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen. Dr. Klaus Mohr setzt den damit verbundenen Ängsten die Weisheit Mahatma Gandhis entgegen. Als Weg zu mehr Frieden, Zufriedenheit und Gesundheit.</p></div>
</div><a href="https://shop.reformleben.de/produkt/ueberfordert-nr-42/" target="_blank" ; style="display:inline-block;margin-top:16px;padding:10px 32px;background-color:rgb(38, 152, 210);color:white;text-align:center;text-decoration:none;font-size:14px;border-radius:4px;">Bestellen</a></div>
</div></div></div></div></div></div></div> ]]></content:encoded><pubDate>Thu, 01 Sep 2022 00:00:12 +0200</pubDate></item></channel></rss>